Eifeler Rambur (ven9j)
Malus domestica
Dies ist ein Kultur-Apfel der Sorte Eifeler Rambur. Der Eifeler Rambur ist starkwüchsig und bildet alte Bäume mit einer hochstrebenden, eher hochkugeligen bis kugeligen Krone. Die steil aufstrebenden Leitäste kippen außen unter Fruchtbehang stark ab, sodass insgesamt ein hängendes Wuchsbild entsteht; bei unterlassenem Schnitt neigen die Äste zum Verkahlen. Um der Gefahr von Astbruch durch das Abkippen entgegenzuwirken, bedarf es – auch bei Altbäumen – eines gelegentlichen Schnittes. Das Blatt ist auffallend groß und oval. Die Sorte kommt in der Jugend spät in den Ertrag und neigt später zur Alternanz. Dafür sind die Bäume sehr langlebig. Die Blüte erscheint spät; die Sorte ist triploid und kommt daher nicht als Befruchter für andere Apfelsorten in Betracht. Der Eifeler Rambur wächst insgesamt sehr gesund, ist frosthart und robust gegen Schorf, Mehltau und Krebs. Er stellt wenig Ansprüche an Boden und Klima und gilt als typische „Leitsorte" der westdeutschen Mittelgebirge: Er gedeiht auch dort noch, wo Obstbau mit den üblichen Handelssorten längst nicht mehr möglich ist. Gerade in Höhenlagen entwickelt er sich gut und gesünder als der Rheinische Winterrambur. Nur vereinzelt auf zu nassen Böden ist Obstbaumkrebs zu beobachten. Die Sorte eignet sich hervorragend für Streuobstwiesen und wird vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW als Streuobst-Anbausorte empfohlen. Der Apfel besitzt kein ausgeprägtes Aroma, weist jedoch ein ausgewogenes Zucker-/Säureverhältnis auf, das ihn für einen Tafelapfel noch ausreichend macht. Er wird heute überwiegend als Wirtschaftsapfel für die Küche sowie für Süßmost und Obstbrand verwendet. Die Pflückreife liegt etwa Mitte Oktober; genussreif bleiben die Früchte bis Februar. Anfangs fest und knackend, werden sie nach Weihnachten allmählich etwas mürbe. Die Frucht ist groß, typisch stumpfkegelförmig, unregelmäßig rund bis fünfkantig und kelchseitig deutlich gerippt. Die Grundfarbe ist bei Pflückreife grünlich-gelb, bei Genussreife kräftig gelb, die Deckfarbe leuchtend rot und deutlich streifig. Der Kelch ist auffallend groß und offen – daher der Volksname „Breitauge". Das Fruchtfleisch ist grünlich-gelblich-weiß, fest und mittelfeinzellig, mit mittlerem Saftgehalt, bei Lagerung später etwas mürbe werdend. Die genaue Herkunft der im Rheinland schon im 19. Jahrhundert vorkommenden Sorte ist unbekannt. In der Eifel war sie einst als „Winterrambur" weit verbreitet und wurde 1904 – zur Abgrenzung vom Rheinischen Winterrambur – in Eifeler Rambur umbenannt. Heute ist sie im Streuobst des Rheinlandes, besonders in den Höhenlagen von Eifel, Westerwald und Oberbergischem Kreis, sowie in Nordfrankreich, Luxemburg und Belgien verbreitet. (nach H.-J. Bannier)
Stand 2026-08-17 · obstdoc: Eifeler Rambur · anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5
Details
- Position
- 51.009009, 6.920136 · Apple · Google · OSM #14121773436
- Standort
- Nordrhein-Westfalen · Köln · Longerich · Bergheimer Weg, 50737 Köln
- Species
- Kultur-Apfel (Malus domestica) · Q18674606
- Sorte
- Eifeler Rambur · obstdoc · Wikipedia · Ecosia · DuckDuckGo · Mojeek
- Pflanzjahr
- 2023
- Bongert
- Sortenerhaltungskultur Bergheimer Dreieck
- Gespeichert
- 2026-08-24 21:28 UTC
- Tree-ID
ven9j
Zeitleiste
- 2026
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1.10.2026Laut Schild "Reinette de Geer", laut Plan "Eifeler Rambur / Lanscailler".Okt
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