obstdoc — Eifeler Rambur

Eifeler Rambur

Apfel · Malus domestica

Herkunft
Rheinland/Eifel
Seit
1904
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
hochkugelig bis kugelig
Gefährdung
gefährdet
Ernte
Anfang Oktober – Ende Oktober (10A-10E)
Blüte
spät
Genussreife
Anfang Oktober – Ende Februar (10A-02E)
Wikidata
Q1302877
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst

#gesund#langlebig#triploid#vital

Synonyme: Breitarsch, Breitauge, Dürener Rambur, Eifeler Rambour, Lanscailler, Ochsenkopf, Rotgestreifter Rambur, Sang de Boeuf

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Eifeler Rambur ist starkwüchsig und bildet alte Bäume mit einer hochstrebenden, eher hochkugeligen bis kugeligen Krone. Die steil aufstrebenden Leitäste kippen außen unter Fruchtbehang stark ab, sodass insgesamt ein hängendes Wuchsbild entsteht; bei unterlassenem Schnitt neigen die Äste zum Verkahlen. Um der Gefahr von Astbruch durch das Abkippen entgegenzuwirken, bedarf es – auch bei Altbäumen – eines gelegentlichen Schnittes. Das Blatt ist auffallend groß und oval. Die Sorte kommt in der Jugend spät in den Ertrag und neigt später zur Alternanz. Dafür sind die Bäume sehr langlebig. Die Blüte erscheint spät; die Sorte ist triploid und kommt daher nicht als Befruchter für andere Apfelsorten in Betracht.

Der Eifeler Rambur wächst insgesamt sehr gesund, ist frosthart und robust gegen Schorf, Mehltau und Krebs. Er stellt wenig Ansprüche an Boden und Klima und gilt als typische „Leitsorte" der westdeutschen Mittelgebirge: Er gedeiht auch dort noch, wo Obstbau mit den üblichen Handelssorten längst nicht mehr möglich ist. Gerade in Höhenlagen entwickelt er sich gut und gesünder als der Rheinische Winterrambur. Nur vereinzelt auf zu nassen Böden ist Obstbaumkrebs zu beobachten. Die Sorte eignet sich hervorragend für Streuobstwiesen und wird vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW als Streuobst-Anbausorte empfohlen.

Der Apfel besitzt kein ausgeprägtes Aroma, weist jedoch ein ausgewogenes Zucker-/Säureverhältnis auf, das ihn für einen Tafelapfel noch ausreichend macht. Er wird heute überwiegend als Wirtschaftsapfel für die Küche sowie für Süßmost und Obstbrand verwendet. Die Pflückreife liegt etwa Mitte Oktober; genussreif bleiben die Früchte bis Februar. Anfangs fest und knackend, werden sie nach Weihnachten allmählich etwas mürbe.

Die Frucht ist groß, typisch stumpfkegelförmig, unregelmäßig rund bis fünfkantig und kelchseitig deutlich gerippt. Die Grundfarbe ist bei Pflückreife grünlich-gelb, bei Genussreife kräftig gelb, die Deckfarbe leuchtend rot und deutlich streifig. Der Kelch ist auffallend groß und offen – daher der Volksname „Breitauge". Das Fruchtfleisch ist grünlich-gelblich-weiß, fest und mittelfeinzellig, mit mittlerem Saftgehalt, bei Lagerung später etwas mürbe werdend. Die genaue Herkunft der im Rheinland schon im 19. Jahrhundert vorkommenden Sorte ist unbekannt. In der Eifel war sie einst als „Winterrambur" weit verbreitet und wurde 1904 – zur Abgrenzung vom Rheinischen Winterrambur – in Eifeler Rambur umbenannt. Heute ist sie im Streuobst des Rheinlandes, besonders in den Höhenlagen von Eifel, Westerwald und Oberbergischem Kreis, sowie in Nordfrankreich, Luxemburg und Belgien verbreitet. (nach H.-J. Bannier)

Quellen: Eifeler Rambur – Pomologen-Verein Sortenportal · Eifeler Rambur – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · Eifeler Rambur – Bergischer Streuobstwiesenverein · Eifeler Rambur – LVR/Biologische Stationen Rheinland (Sortenflyer) · Eifeler Rambur – Wikipedia · Eifeler Rambur – ProSpecieRara · Eifeler Rambur – Obstsortendatenbank BUND-Lemgo

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#langlebig #vital #gesund #triploid

Eigene Beobachtungen

Gedörrt sehr lecker.

In der Literatur

Im Allgemeinen sehr langlebig und sehr vital. Besser als der Rheinische Winterrambur.

Der Eifeler Rambur ist eine typische Streuobstsorte. Die Sorte ist sehr frosthart und robust gegen Schorf, Mehl- tau und Krebs. Sie stellt insgesamt wenig Ansprüche an den Standort. Gerade in Höhenlagen gedeiht der Eifeler Rambur gut. Die genaue Herkunft der Sorte ist unbekannt. In der Eifel war sie als Winterrambur weit verbreitet und wurde im Jahr 1904 in Eifeler Rambur umbenannt. Typisch ist der sehr große, offene Kelch, weshalb die Sorte auch Breitauge genannt wird. Die Sorte ist starkwüchsig und kommt spät in den Ertrag, ist aber sehr langlebig. Sie bedarf eines regelmäßigen Schnittes um Verkahlung und Abkippen der Leitäste zu verhindern

Alte Bäume des Eifeler Rambur haben eine hochstrebende, eher hochkugelige (bis kugelige) Krone mit steil aufstrebenden Leitästen, die außen unter Fruchtbehang stark abkippen, sodass insgesamt ein hängendes Wuchsbild entsteht. Bei unterlassenem Schnitt neigen die Äste etwas zum Verkahlen. Die Sorte ist starkwüchsig und kommt in der Jugend spät in den Ertrag. Dafür sind die Bäume im Allgemeinen sehr langlebig. Er wächst insgesamt sehr gesund, ist frosthart, robust gegen Schorf, Mehltau und Krebs und stellt insgesamt wenig Ansprüche an Boden und Klima. Sehr Vital.

Historie: eine alte Sorte, die 1905 ihren pomologischen Namen erhielt. War früher in der Eifel und in den Ardennen eine Hauptsorte. Ernten: Oktober Reifezeit: Dezember bis März Frucht: sehr großer, hoch und völlig ungleich gebauter, goldgelber, sonnenseits hellrot verwaschener, angenehm gewürzter, süßsäuerlicher Tafelapfel Baum: großkronig, bei feuchten Böden auch in Höhenlagen anbaufähig; früher in Norddeutschland auf Viehweiden angepflanzt (Baumgartner)

Sehr starkwachsende, robuste und großfrüchtige Vielzwecksorte, breit anbaufähig, sehr gut für Mittelgebirgslagen.

BUND Lemgo

Der Eifeler Rambur gehört zu den Apfelsorten die besonders robust sind, selbst in Hochlagen gut gedeihen und für Streuobstwiesen besonders zu empfehlen sind. Der Apfel ist sowohl Tafel- wie Wirtschaftsapfel und gehört zu den Sorten, die von Apfelallergikern meist problemlos vertragen werden.

Historie

Lange vermutete man, dass die Sorte um 1940 irgendwo in der Eifel entstanden sei. Genaue Herkunftsangaben fehlten. Erst mit der Digitalisierung der pomologischen Monatshefte kam dann die Information, dass die alte Sorte Winterrambur im Jahre 1904 in Eifeler Rambur umbenannt wurde "Eine sehr nötige Umbenennung".

Bericht PM zur Umbenennung

Dadurch wurde bekannt, dass die Sorte aus dem 18ten Jahrhundert stammt. Die genaue Herkunft ist unbe­kannt. Beschrieben wurde der Apfel schon 1768 vom franzö­si­schen Botani­ker Henri Louis Duhamel du Monceau als Winter­ram­bur (Rambour d'hiver).

Sortenbeschreibung bei Duhamel

In der Obstsortendatenbank gibt es zur Sorte weitere Abbildungen und Beschreibungen

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 2

BaumBongertPositionPflanzjahr
pMO7SGzObst-Arboreum Gut Leidenhausen
602Streuobstplantage RommelshardG032025

Bilder aus Wikipedia

File:Eifeler Rambour.jpg
Dr. Manfred Aletsee · CC0 · Commons
File:Eifeler Rambur Breitauge.jpg
Bahnmoeller · CC BY-SA 3.0 · Commons

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