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Goldrenette von Blenheim

Apfel · Malus domestica

Die Goldrenette von Blenheim ist ein seit 1740 aus Woodstock in Oxfordshire bekannter großfruchtiger Tafelapfel. Geerntet wird von Anfang bis Mitte Oktober, genussreif ist die Frucht nach der Lagerung von Ende November bis Ende April. Der triploide Baum wächst stark, bildet eine breite ausladende Krone und trägt erst spät; als Pollenspender ist er unbrauchbar. Er ist windanfällig und neigt zu Fruchtfall, benötigt eine ausreichende, aber keine staunasse Wasserversorgung und gilt als etwa anfällig für Obstbaumkrebs.

Herkunft
Woodstock, Oxfordshire, England
Seit
1740
Wüchsigkeit
sehr stark
Wuchsform
breitgewölbt, ausladend
Gefährdung
Standardsorte
Ernte
Anfang Oktober – Mitte Oktober (10A-10C)
Blüte
mittelfrüh
Genussreife
Ende November – Ende April (11E-04E)
Wikidata
Q1331071
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst

Synonyme: Blenheim, Blenheim Orange, Blenheim Pippin, Blenheimer Goldrenette, Goldreinette von Blenheim, Goldrenette aus Blenheim, Kempster's Pippin, Woodstock Pippin

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Goldrenette von Blenheim wächst vor allem in der Jugend sehr stark und bildet eine breit ausladende, dicht verzweigte, große Krone mit fast waagrecht abstehenden Seitenästen. Sie kann sehr alte, mächtige Bäume hervorbringen. Der Ertrag setzt spät ein und wird als nicht immer zuverlässig, teils launisch beschrieben. Die Sorte stellt Ansprüche an den Standort: sie benötigt warme, windgeschützte Lagen, nährstoffreiche, kräftige Böden und eine ausreichende Wasserversorgung. Zu schwere oder staunasse Böden verträgt sie nicht und neigt dort zu Krebs. Gegenüber Mehltau und Schorf gilt sie als relativ robust, jedoch ist eine gewisse Schorf- und Krebsempfindlichkeit zu beachten; historische Quellen heben zudem eine geringe Blutlausempfindlichkeit und gute Widerstandsfähigkeit gegen Fusikladium hervor. Die Blüte ist mittelfrüh, frostempfindlich, und die Sorte gilt als schlechter Pollenbildner. Die großen Früchte sind windfällig. Sie wird vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW als Streuobst-Anbausorte empfohlen; für den Hausgarten eignet sie sich nur bei reichlich Platz.

Der Apfel ist ein vorzüglicher Tafelapfel und zugleich ein guter Wirtschaftsapfel. Das Fruchtfleisch ist süßweinig, fein gewürzt, aromatisch mit einem typisch nussartigen Unterton und ausgewogenem Zucker-Säure-Verhältnis; es wird rasch mürbe. Die Ernte erfolgt Anfang bis Mitte Oktober, die Genussreife reicht von November bis Januar, bei guter Lagerung bis Februar oder darüber hinaus. Auch zum Kochen eignet sich die Sorte bereits ab September, wobei die Früchte vergleichsweise viel Struktur behalten. Die Früchte sind wenig druckempfindlich und gut transportfähig.

Die Frucht ist groß bis sehr groß, plattrund bis flachkugelig und sehr regelmäßig gebaut. Die glatte, glänzende Schale hat eine gelblichgrüne Grundfarbe, die zur Reife goldgelb aufhellt; sonnenseits ist sie zu 30 bis 50 Prozent mit trüb gelbrotem bis karmesinrotem, verwaschenem und gestreiftem Deckrot überzogen. Der Stiel ist kurz, dick und tief eingesenkt, die Stielgrube geräumig und etwas berostet. Der Kelch ist weit offen mit kurzen, breiten Blättchen und sitzt in einer weiten, schüsselförmigen Einsenkung. Das gelblich-weiße bis cremefarbene Fleisch ist feinzellig, saftig und mürbe. Die Sorte wurde um 1740 von George Kempster in Woodstock (Oxfordshire, England) als Zufallssämling entdeckt und zunächst Kempster's Pippin genannt; ab 1804 erhielt sie den Namen nach dem nahe gelegenen Landsitz Blenheim Palace. Größere Verbreitung fand sie ab 1818. Nach H.-J. Bannier, J. Bade, ProSpecieRara, FRUCTUS sowie historischen Quellen (Lucas/Oberdieck, „Unsere besten Deutschen Obstsorten", „Nach der Arbeit").

Quellen: Goldrenette von Blenheim – Bergischer Streuobstwiesenverein · Goldrenette aus Blenheim – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · Goldrenette von Blenheim – Deutsche Genbank Obst · Goldrenette von Blenheim – Wikipedia · Goldreinette von Blenheim – ProSpecieRara · Goldrenette aus Blenheim – FRUCTUS · Goldrenette von Blenheim – Obstsortendatenbank (BUND Lemgo) · Goldrenette von Blenheim – Unsere besten Deutschen Obstsorten (UBD, ca. 1930) · Goldrenette von Blenheim – Illustriertes Handbuch der Obstkunde (Lucas/Oberdieck, 1859–1875) · Goldrenette von Blenheim – Nach der Arbeit (NDA, 1935–1956)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Wird vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW als Streuobst-Anbausorte empfohlen.

Eigene Beobachtungen

Toller Saft für Leute, die Säure nicht gut vertragen. Sehr elastisch, kann sehr breit werden.

In der Literatur

Der Baum erfordert sonnige Lagen mit nährstoffreichen Böden und guter Durchlüftung im Boden. Bei zu trockenen oder zu feuchten Böden bringt der Baum nur wenig Ertrag, bei hoher Luftfeuchte neigt er zudem zu Obstbaumkrebs. Der Baum ist triploid, und damit ein schlechter Pollenspender. Er ist windanfällig und stark anfällig für StippeFleischbräune, Welke, Schwarzfäule, Krebs, Blutlaus und Apfelblattmosaikvirus. Weniger empfindlich ist er für Schorf. (Wikipedia)

Großfrüchtiger Tafelapfel mit festem, mäßig saftigem Fruchtfleisch und typisch nussartigem Aroma. Baum sehr stark wachsend, breite ausladende Krone, benötigt ausreichende Wasserversorgung, andererseits keine zu schweren oder staunassen Böden (etw. krebsanfällig). Gegenüber Mehltau u. Schorf relativ robust. Später Ertragsbeginn. Wird vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW als Streuobst-Anbausorte empfohlen.( Bergischer Streuobstwiesenverein)

Baum sehr starkwachsend, robust, großer, typisch nussartig schmeckender Tafelapfel.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

BaumBongertPositionPflanzjahr
069Streuobstplantage SpechtsbergI052024

Weitere OSM-Bäume 3

OSM-KnotenCultivar-TagKoordinaten
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Bilder aus Wikipedia

File:Malus Blenheim 4588.jpg
Sven Teschke · CC BY-SA 3.0 de · Commons
File:Blenheim Orange (LA 62A) on tree, National Fruit Collection (acc. 1973-133).jpg
National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
File:Cross section of Blenheim Orange (LA 62A), National Fruit Collection (acc. 1973-133).jpg
National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
File:Blenhein Orange Apple cultivars as grown at Priorwood Garden in 2020.jpg
Victuallers · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Deutsche Pomologie - Aepfel - 036.jpg
Wilhelm Lauche · Public domain · Commons
File:Goldrenette von Blenheim jm55192.jpg
joergens.mi · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Malus Blenheim Orange 5.jpg
Qweasdqwe · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Malus goldrenette von blenheim.jpg
Hwman · CC BY-SA 2.5 · Commons
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unbekannt · CC BY-SA 2.0 de · Commons
File:Pomological Watercolor POM00001630.jpg
Arnold, Mary Daisy, ca. 1873-1955 · Public domain · Commons
File:Pomological Watercolor POM00001631.jpg
Heiges, Bertha · Public domain · Commons
File:Pomological Watercolor POM00001632.jpg
Royal Charles Steadman · Public domain · Commons
File:Pomological Watercolor POM00001633.jpg
Arnold, Mary Daisy, ca. 1873-1955 · Public domain · Commons
File:The gardener's assistant; a practical and scientific exposition of the art of gardening in all its branches (1910) (14598166467).jpg
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