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Kruitwiehnbirne

Birne · Pyrus communis

Die Kruitwiehnbirne stammt aus dem Selfkant im Kreis Heinsberg und wurde 2008 dokumentiert. Die kleine, fast runde, gelblich-rot gefärbte Frucht wird Mitte August geerntet und eignet sich besonders zur Herstellung von Birnenkraut sowie für Mus und Kompott; Krautbirnen dieser Art hatten im Rheinland den Vorzug, im Kupferkessel verarbeitet zu werden. Die wenigen bekannten Altbäume tragen reich und regelmäßig große Mengen der kleinen Früchte. Die Sorte bildet sehr große Birnenbäume und gilt als für Streuobstbestände geeignet.

Herkunft
Kreis Heinsberg, Selfkant-Saeffelen
Seit
2008
Ernte
Mitte August (08C-08C)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte

Mostobst

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Kruitwiehnbirne bildet nach Angaben der NABU-Naturschutzstation Haus Wildenrath große Birnenbäume, die reiche Erträge bringen – die wenigen bekannten Altbäume tragen große Mengen kleiner Früchte. Sie gehört damit zu den typischen hochstämmigen Krautbirnen des Rheinlands und ist für Streuobstbestände geeignet. Edelreiser werden im Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt des Pomologen-Vereins geführt (Akzessionen B-4122 und B-4123, Reiserabgabe über die NABU-Naturschutzstation Haus Wildenrath); daneben ist die Sorte im Baumschulhandel wieder verfügbar.

Die Früchte reifen bereits Mitte August, zur Kräuterweihe (Maria Himmelfahrt) – daher der Sortenname. Genutzt wurden sie zur Herstellung von Birnenkraut; Krautbirnen dieser Art hatten im Rheinland den Vorzug, im Kupferkessel nicht anzubrennen. Als Frischobst spielt die Sorte keine Rolle.

Pomologisch handelt es sich um eine kleine, fast runde, gelblich-rot gefärbte Birne. Die Sorte ist eine Lokalsorte des Kreises Heinsberg; sie wurde aus Selfkant-Saeffelen mit noch drei bekannten Bäumen nachgewiesen und im Rahmen der seit 2008 laufenden, vom Landschaftsverband Rheinland unterstützten Suche der NABU-Naturschutzstation nach lokalen Obstsorten im Rheinland identifiziert. Beschreibung und farbige Abbildung finden sich in der LVR-Publikation „Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt!“ (2. Aufl., Köln 2017, Birnen Nr. 015); außerdem wurde die Sorte in die molekulargenetischen Untersuchungen rheinisch-westfälischer Birnensorten des NABU NRW einbezogen (Probe „Py 29“). Angaben nach NABU Kreisverband Heinsberg / NABU-Naturschutzstation Haus Wildenrath, Pomologen-Verein (Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt) und LVR-Netzwerk Kulturlandschaft.

Quellen: LVR-Netzwerk Kulturlandschaft – Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland neu entdeckt (2. Aufl., Köln 2017), Sortenliste (PDF, BUND Lemgo) · Molekulargenetik Birnen – Herkunft/Sorten Birnen NRW (Tabelle 4, PDF) · Regionale Obstsorten neu entdeckt – Rheinische Anzeigenblätter (Königswinter)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-08-11). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.