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Bopparter Krächer

Süßkirsche · Prunus avium

Die Bopparter Krächer ist eine alte Knorpelkirsche aus Boppard im Mittelrheintal, die bereits 1848 bekannt war. Sie zählt zu den Massenträgern und trägt reich und regelmäßig, wobei sie spät reift. Die rotbunten, mittelgroßen bis großen Früchte haben aromatisches, knackiges Fruchtfleisch und eignen sich sowohl für den Frischgenuss als auch zum Einkochen für Mus und Kompott.

Herkunft
Boppard, Mittelrhein
Seit
1848
Wüchsigkeit
mittel bis stark
Wuchsform
kugelig bis hochkugelig
Ernte
5.-6. Kirschwoche

Tafelobst Wirtschaftsobst

Synonyme: Helle Knorpel, Kräscher

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Bopparter Krächer (häufig auch „Bopparder Krächer" geschrieben) ist eine mittelstark bis stark wachsende Süßkirsche, die kugelige bis hochkugelige Kronen bildet. Sie gilt als Massenträger, trägt also reich. Als traditionelle Lokalsorte stand sie beiderseits des Rheins vor allem um Boppard und überdauerte dort nach dem Ende des Erwerbsanbaus in Hausgärten und kleinen Nebenerwerbsplantagen.

Die Früchte reifen spät, in der 5. bis 6. Kirschwoche. Sie schmecken süß und aromatisch und haben ein festes, knackiges Fruchtfleisch – beim Hineinbeißen „kracht" es, worauf der mundartliche Name zurückgeht. Die Sorte eignet sich mit guten Geschmacksqualitäten zum Frischverzehr, ihre Hauptverwendung ist aber das Einkochen; gemeinsam mit der Geisepitter gilt sie als DIE Einkochkirsche am Mittelrhein, wobei sie eingekocht noch besser zur Geltung kommt. In Beratungslisten ist sie zusätzlich als Verarbeitungssorte vermerkt, für Verarbeitungszwecke wie Einkochen und Brennen zu prüfen.

Pomologisch handelt es sich um eine Knorpelkirsche (Bigarreau): Die Frucht ist mittelgroß bis groß, breitrund bis herzförmig, auf weißgelber Grundfarbe rotbunt – die Deckfarbe ist leuchtend- bis dunkelrot marmoriert, auffallend hell gestrichelt, die Punkte oft rot umhöft; das Fruchtfleisch ist fest, knorpelig und weißgelb. Die Sorte entstand im 19. Jahrhundert im Mittelrheintal; neben dem Mittelrhein ist sie laut Deutscher Genbank Obst im Saarland sowie vereinzelt in Südniedersachsen, Hessen und Luxemburg verbreitet. Synonyme sind „Helle Knorpel" und mundartlich „Kräscher". Nach dem Verschwinden der kleinen Konservenfabriken und des Einheitssorten-Anbaus wurde die Sorte als regionale Spezialität unter dem Label „Mittelrhein-Kirsche" wieder vermarktet und liegt innerhalb des seit 2002 bestehenden UNESCO-Welterbes Mittelrheintal; der Sortengarten Filsen versorgt als einer von neun deutschen Kirsch-Standorten die Deutsche Genbank Obst mit pflanzengenetischem Material, die die Sorte als „Sorte der DGO" führt. Die Beschreibung beruht im Wesentlichen auf dem Sortenporträt des Welterbe-Managements Mittelrheintal (Projekt „Mittelrhein-Kirschen") und dem Passdatensatz der Deutschen Genbank Obst.

Quellen: Sortenerläuterung Bopparder Krächer – Mittelrhein-Kirschen (Welterbe Mittelrheintal) · Deutsche Genbank Obst – Passport Bopparder Krächer (ID 2814) · Empfehlenswerte Süßkirschen – Beratungstabelle auf wetter-bw.de (Baden-Württemberg) · Notizen Hof Großlöderich – Bopparter Krächer

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Einkochkirsche, Direktverzehr Regionalsorte, Synonym: Helle Knorpel

In der Literatur

Die Bopparder Krächer ist eine traditionelle Lokalsorte des Mittelrheintals aus dem 19 Jahrhundert. Diese hübsche rotbunte Knorpelkirsche ist insbesondere um Boppard aber auch auf der rechten Rheinseite verbreitet. Sie ist zusammen mit der Geisepitter DIE Einkochkirsche am Mittelrhein. Mittelstark bis starkwachsend, bildet kugelige bis hochkugelige Kronen Rotbunte, mittelgroße bis große und spätreifende Knorpelkirsche mit aromatischem, knackigem Fruchtfleisch Zum Frischgenuss wie zum Einkochen geeignet. Massenträger.

Rotbunte Knorpelkirsche mit aromatischem, knackigem Fruchtfleisch, Baum mittelstark bis stark wachsend, ähnlich Büttners, jedoch weniger verbreitet, traditionelle Sorte im Mittelrheintal (sortenecht im RMG Bonn). 5./6. KW.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

BaumBongertPositionPflanzjahr
133Streuobstplantage GartenfeldJ172025