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Rote Goldparmäne

Apfel · Malus domestica

Ein würziger Tafelapfel mit dem für die Goldparmäne typischen leicht nussigen Aroma, dessen Fruchtfleisch als fest, knackig und saftig beschrieben wird. Die Frucht bleibt mittelgroß und ist rundlich bis stumpf kegelförmig geformt; wer große Früchte erwartet, findet sie hier nicht. Geerntet wird sie von Ende September bis Anfang Oktober, gegessen nach der Lagerung von Oktober bis Ende Januar. Die Sorte stammt aus der Normandie und ist seit 1510 bekannt.

Herkunft
Normandie
Seit
1510
Wüchsigkeit
mittel bis stark
Wuchsform
breit, hochgewölbt
Gefährdung
Standardsorte
Ernte
Ende September – Anfang Oktober (09E-10A)
Blüte
mittelfrüh
Genussreife
1. Oktober – 31. Januar (10A-01E)
Wikidata
Q41781122
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst Mostobst

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Zum Baum der 'Roten Goldparmäne' gibt es keine eigenständige pomologische Beschreibung; die verfügbaren Sortentexte (durchweg Baumschulbeschreibungen) stimmen darin überein, dass sich die Rote Goldparmäne von ihrer Muttersorte Goldparmäne einzig in der Fruchtfarbe unterscheidet und ihr in Form, Geschmack und Anbaueignung gleicht. Für die Goldparmäne wird ein mittelstarker, steil aufrechter Wuchs angegeben, dessen steil hochziehende Leitäste regelmäßige Schnittmaßnahmen erfordern. Die Sorte gilt als Baum für milde bis mittlere Lagen. Die Blüte liegt im April/Mai (für die Goldparmäne wird Ende April bis Anfang Mai genannt), sie wird als mittelfrüh und diploid beschrieben, ist also selbst ein brauchbarer Pollenspender und braucht eine geeignete Befruchtersorte. Der Ertrag wird als hoch bezeichnet; für die Goldparmäne ist eine Neigung zu plötzlichem Vorerntefruchtfall dokumentiert, was auch für die Farbmutante zu erwarten ist.

Geschmacklich gilt die Rote Goldparmäne wie die Muttersorte als aromatischer Tafelapfel: süß bis süßsäuerlich, würzig, mit dem für die Goldparmäne typischen leicht nussigen Aroma; das Fruchtfleisch wird als fest, knackig und saftig beschrieben. Verwendet wird sie in erster Linie zum Frischverzehr, daneben für Mus, Kompott, Saft, Most und Cidre. Die Pflückreife liegt je nach Quelle Ende September bis Oktober, die Genussreife reicht von Oktober bis Januar, vereinzelt bis Februar; die Früchte sollten nach der Ernte einige Wochen nachlagern. Zur Lagerdauer schwanken die Angaben zwischen „bis Ende Dezember" und „bis Januar/Februar". Der in obstdoc hinterlegte Verwendungszweck „Wirtschaftsobst" deckt sich nicht mit den Quellen, die die Sorte übereinstimmend als Tafelapfel führen.

Die Frucht ist mittelgroß, rundlich bis stumpf kegelförmig, teils etwas unregelmäßig gebaut; die gelbe Grundfarbe geht im Sommer in Orange über und wird bis zur Reife großflächig rot überzogen, oft mit Streifen und einzelnen orangefarbenen Marmorierungen – hierin, nicht in Bau oder Geschmack, liegt der Unterschied zur gestreift gefärbten Goldparmäne, deren rote Mutation als „flächig rot" beschrieben wird. Die Muttersorte Goldparmäne zählt zu den ältesten Kultursorten; ihre Entstehung wird verbreitet um 1510 in der Normandie vermutet, gesichert ist die Verbreitung über England („King of the Pippins") und die Einführung nach Deutschland durch den Pomologen A. F. A. Diel um 1800. Wann und wo die rote Knospenmutation entstand, geht aus den geprüften Quellen nicht hervor; im Umlauf sind mehrere rote Goldparmänen-Typen (u. a. der sächsische Klon 'Rogo'), deren Verhältnis zur handelsüblichen „Roten Goldparmäne" ungeklärt ist. Erhalten wird die Sorte u. a. als Akzession A-5271 im Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt (Reiserabgabe möglich) und im Obstmuttergarten Rheinland, wo sie getrennt von der Goldparmäne geführt wird. Grundlage dieser Darstellung sind die Akzessionsliste des Erhalternetzwerks, das Sortiment des Obstmuttergartens Rheinland sowie – für die inhaltlichen Angaben – mehrere übereinstimmende Baumschulbeschreibungen und eine museale Sortendarstellung zur Muttersorte Goldparmäne.

Quellen: Akzessionen · Obstmuttergarten Rheinland: Apfel · Apfelbaum Rote Goldparmäne – biobaumversand.de · Apfelbaum Rote Goldparmäne · Rote Goldparmäne – Historische Apfelsorte · Rote Goldparmäne kaufen · Apfelbaum Rote Goldparmäne – Grüner Garten Shop · Goldparmäne – museum-digital rheinland · Apfelsorte Rogo (Rote Goldparmäne) – Forum Kraut und Rosen · Winterapfel 'Rote Goldparmäne' – gardify.de

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-07-28). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

BaumBongertPositionPflanzjahr
059Streuobstplantage SpechtsbergJ032024

Weitere OSM-Bäume 2

OSM-KnotenCultivar-TagKoordinaten
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Bilder aus Wikipedia

File:Cross section of Rote Goldparmane, National Fruit Collection (acc. 1967-093).jpg
National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
File:Cross section of King of the Pippins, National Fruit Collection (acc. 1972-030).jpg
National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
File:Flowers of King of the Pippins, National Fruit Collection (acc. 1972-030).jpg
National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
File:FranceNormandieSouleuvreEnBocagePommesReineDesReinettes.jpg
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File:King of the Pippins on tree, National Fruit Collection (acc. 1972-030).jpg
National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
File:The Pomological magazine (Pl. 117) (8744826294).jpg
Lindley, John · Public domain · Commons
File:Tuinbouw-flora van Nederland en zijne overzeesche bezittingen (Pl. 6) (7138912481).jpg
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