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Bühler Frühzwetschge

Zwetsche · Prunus domestica

Die Bühler Frühzwetschge ist eine alte Zwetschensorte, die um 1850 in Kappelwindeck bei Bühl in Baden entstand und Anfang bis Mitte August geerntet wird, in dem Zeitraum auch genussreif ist. Sie gilt als guter Pollenspender für andere Pflaumenbäume und kommt nach den Angaben kaum mit der Scharka­krankheit in Konflikt, wobei das Bayerische Obstzentrum zugleich Schwierigkeiten der Sorte mit dem Scharkavirus vermerkt. Sie verträgt trockene Standorte und wird daher auch für Trockengebiete empfohlen. Gegen sie spricht, dass es oft etwa acht Jahre dauert, bis die ersten nennenswerten Erträge hängen. Die Sorte gilt als dankbare Liebhabersorte, die sich in vielen alten Gärten bewährt hat.

Herkunft
Kappelwindeck bei Bühl, Baden
Seit
1850
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
aufrecht
Gefährdung
in Baumschulen erhältlich
Ernte
Anfang August – Mitte August (08A-08C)
Blüte
mittelspät
Genussreife
1. August – 15. August (08A-08C)
Wikidata
Q125392826
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst

Synonyme: Bühler, Bühler Frühzwetsche, Bühler Zwetsche, Bühlers Frühzwetsche, Bühlertaler Frühzwetsche, Bühlertaler Frühzwetschge, Ebersweiler Zwetsche, Frühbühler, Frühe aus dem Bühler Tal, Weisenheim, Zwetsche de Bühlertal

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Bühler Frühzwetschge wächst in der Jugend sehr stark und bildet steil aufrechte Leitäste mit einer hoch- bis breitpyramidalen, später kugelförmigen Krone. Der Wuchs bleibt kräftig, weshalb der Ertrag vergleichsweise spät einsetzt. Die Sorte neigt etwas zur Alternanz, liefert dann aber hohe Erträge. Sie gilt als robust und besitzt eine bemerkenswert gute Baumgesundheit; sie ist wenig schorfanfällig. Die Blüte ist selbstfruchtbar und mittelspät, mit recht hoher Widerstandsfähigkeit gegen Blütenfrost. Der Baum verlangt in raueren Lagen wärmere Böden, kommt aber auf Hauszwetschgen- oder St.-Julien-Unterlage auch dort noch gut fort, wo die Hauszwetschge nicht mehr ausreift. Auf Myrobalane veredelt ist er dagegen weniger widerstandsfähig. Die Sorte eignet sich bis in mittlere Höhenlagen (etwa 1000 m) und bevorzugt tiefgründige, gut drainierte Böden, ist aber insgesamt anpassungsfähig. Wegen des steilen Wuchses und der Neigung zur Verkahlung ist regelmäßiger Schnitt ratsam.

Die Früchte schmecken süß mit angenehmer Säure, saftig, mitunter etwas wässrig und nur in voller Reife gut aromatisch. Unter ungünstigen Bedingungen können sie sauer und nur halbseitig reif bleiben. Die Bühler Frühzwetschge ist eine gute Tafelfrucht und eignet sich zum Kuchenbacken, für Konserven, Saft sowie hervorragend für süßsäuerliche Marmeladen und Fruchtaufstriche. Die Backeigenschaften werden unterschiedlich beurteilt (mäßig bis gut). Die Reifezeit liegt je nach Typ und Standort zwischen Ende Juli und Ende August; die Früchte reifen oft ungleichmäßig, sodass mehrere Pflückdurchgänge nötig sind. Die Transportfähigkeit ist gut.

Die Frucht ist mittelgroß (25–32 g, 32–38 mm breit, 40–48 mm hoch), eirund bis länglich oval, stark blau bereift, mit dünnem Stiel. Die Haut ist zäh, lässt sich aber abziehen. Das Fleisch ist grünlichgelb bis hellgelb und löst sich bei Vollreife meist gut vom Stein. Die Sorte wurde um 1840/1854 als Zufallssämling in Kappelwindeck (Ortsteil Riegel) bei Bühl in Baden entdeckt, 1891 erstmals in den Pomologischen Monatsheften beschrieben und durch den Obstzüchter G. W. Uhink verbreitet. Im 20. Jahrhundert war sie im Erwerbsobstbau weit verbreitet, hat dort aber zugunsten neuerer Sorten an Bedeutung verloren. Von Walter Hartmann wurden in den 1980er Jahren verschiedene Typen selektiert (u. a. Ringwald, Schofer, Bechthold), die sich in Reifezeit, Fruchtgröße und Ertrag unterscheiden. 2024 war sie Streuobstsorte des Jahres des LOGL Baden-Württemberg. Nach H.-J. Bannier, der Obstsortendatenbank, Wikipedia, ProSpecieRara und dem LOGL.

Quellen: Bühler Frühzwetschge – Obstsortendatenbank (Illustrierte Wochenzeitung für Garten und Heim, Obsttafel 151) · Bühler Frühzwetschge · Bühler Frühzwetschge – Wikipedia · Streuobstsorte des Jahres 2024 – Bühler Frühzwetschge (LOGL Baden-Württemberg) · Fruchtaufstrich von der Bühler Frühzwetschge – Bergischer Streuobstwiesenverein (Newsletter H.-J. Bannier)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

In der Literatur

Blaue, stark bereifte Frucht, Baum starkwüchsig und robust, kaum scharkaanfällig, selbstfruchtbar, guter Pollenspender, auch für Trockengebiete.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 2

BaumBongertPositionPflanzjahr
576Streuobstplantage RommelshardJJ07a2025
mwCmgzU

Bilder aus Wikipedia

File:Buehler-zwetschgen-1898.jpg
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File:Altschweier- Zwetschgenernte; Frau mit Karren - LABW - Staatsarchiv Freiburg W 134 Nr. 022681b.jpeg
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File:Bühl- Obstmarkthalle - LABW - Staatsarchiv Freiburg W 134 Nr. 022671a.jpeg
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File:Bühl- Verladen der Zwetschgen in Güterwagen - LABW - Staatsarchiv Freiburg W 134 Nr. 022684a.jpeg
Willy Pragher · CC BY 4.0 · Commons
File:Bühl- Verladen der Zwetschgen in Güterwagen; nahe - LABW - Staatsarchiv Freiburg W 134 Nr. 022685b.jpeg
Willy Pragher · CC BY 4.0 · Commons
File:Bühl- Zwetschgenhandel; in der Markthalle - LABW - Staatsarchiv Freiburg W 134 Nr. 022682a.jpeg
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