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Gelber Bellefleur

Apfel · Malus domestica

Der Gelber Bellefleur ist ein seit 1800 bekannter Apfel aus Burlington in New Jersey (USA). Er gedeiht anspruchslos auch in leichten Sandböden und trägt ungewöhnlich große Früchte, die an Zwergstämmen, Pyramiden und Palmetten besonders schön ausfallen. Die Sorte gilt als vorzüglicher Tafel- und Wirtschaftsobst; geerntet wird von Mitte bis Ende Oktober, genussreif sind die Früchte nach der Lagerung von Anfang November bis Ende März. In nassen Jahren und auf feuchtem Boden stellen sich jedoch häufig Obstbaumkrebs und Schorfanfälligkeit ein, weshalb die Sorte trockene Lagen bevorzugt. Daneben findet sie als Unterlage Verwendung.

Herkunft
Burlington, New Jersey (USA)
Seit
1800
Wüchsigkeit
mittel bis stark
Wuchsform
überhängend
Gefährdung
in Baumschulen erhältlich
Ernte
Mitte Oktober – Ende Oktober (10C-10E)
Blüte
mittelfrüh
Genussreife
Anfang November – Ende März (11A-03E)
Wikidata
Q1499308
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst

#unterlage

Synonyme: Metzgers Kalvill, Schafsnase

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Gelbe Bellefleur ist im Wuchs mittelstark bis starkwüchsig und bildet eine weit ausladende, buschige, dichte Krone mit zahlreichen schlanken, dünn überhängenden Trieben. Die Sorte stellt hohe Ansprüche an den Standort: Sie benötigt nährstoffreiche, ausreichend feuchte, durchlässige und warme Böden; humose Sand- und Lössböden gelten als ideal. Nur warme, geschützte Lagen sind geeignet, windige und raue Lagen schließen den Anbau aus. In der Jugend ist mehrmaliger Rückschnitt erforderlich, später regelmäßiges Auslichten; der Baum verträgt keinen kurzen Fruchtholzschnitt und ist für Spalierformen ungeeignet. Die Blüte ist mittelfrüh und von kurzer Dauer, der Pollen gilt als guter Pollenspender. Die Sorte ist stark anfällig für Schorf und etwas anfällig für Mehltau; in nassen Jahren und auf feuchtem Boden stellt sich zudem häufig Obstbaumkrebs ein. Der Ertrag setzt früh ein, ist regelmäßig, aber meist nicht reich und wird in der Literatur uneinheitlich beurteilt — er kann alternieren. Die Früchte sitzen an langen, dünnen Fruchtruten und sind zwar windfest, leiden aber durch gegenseitiges Anschlagen und Reiben.

Der Geschmack ist süßweinig, weinig-aromatisch mit einer feinen, an Bananen erinnernden Würze, allerdings nicht stark gewürzt. In warmen Lagen ist der Gelbe Bellefleur ein geschätzter, edler Tafelapfel; in kühleren Lagen bleibt er eher ein Wirtschaftsapfel. Die Pflückreife liegt Mitte bis Ende Oktober; die Früchte sollten nicht zu früh geerntet werden. Die Genussreife beginnt im November und hält bei guter, luftfeuchter Lagerung (2–3 °C) bis März oder April an, die Lagerfähigkeit beträgt 4–5 Monate. Bei zu trockener Lagerung neigen die Früchte zum Welken.

Die Frucht ist mittelgroß bis groß, etwa 75–85 mm hoch und 80–87 mm breit, eikegelförmig, stielbauchig und meist etwas ungleichhälftig, mit fünf flachen, über die Wölbung laufenden Rippen. Die glatte, feine Schale ist zitronengelb, sonnenseits schwach rötlich angelaufen und mit feinen bis stärkeren hellbraunen Punkten besetzt. Der Kelch ist geschlossen oder wenig offen, grünwollig; der Stiel mittellang, dick, grünlichbraun, in einer tiefen, engen, wenig berosteten Höhle. Das gelblichweiße Fleisch ist fein, mürbe und saftreich. Der Gelbe Bellefleur stammt aus Burlington, New Jersey (USA), wurde vor 1800 beschrieben und erhielt seinen Namen nach der schönen Blüte (Bellflower). Synonyme sind Yellow Bellefleur, Metzgers Kalvill, Linnaeus Pippin, Blumenkalvill, Weidenapfel und Schafsnase. Nach H.-J. Bannier, den historischen Sortenbeschreibungen in „Nach der Arbeit" (Obsttafel Nr. 112) und Engelbrechts „Deutschlands Apfelsorten" (1889).

Quellen: Gelber Bellefleur – Bergischer Streuobstwiesenverein · Gelber Bellefleur – Obstsortendatenbank · Gelber Bellefleur – Nach der Arbeit, Obsttafel Nr. 112 · Gelber Bellefleur – Engelbrecht: Deutschlands Apfelsorten (1889) · Gelber Bellefleur – Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft · Gelber Bellefleur – Wikipedia · Gelber Bellefleur – Illustriertes Handbuch der Obstkunde (Lucas/Oberdieck) · Metzgers Kalvill – Illustriertes Handbuch der Obstkunde

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Als #unterlage in der Diskussion.

Eigene Beobachtungen

In der Literatur

Die Sorte wächst mittelstark, ist dünntriebig. Das Fruchtholz sind lange Fruchtruten, die nie zu schneiden sind. Nur auslichten und später verjüngen. Blüht von März bis Mai; gedeiht selbst in leichten Sandböden; verträgt kurzen Fruchtholzschnitt nicht, also nicht ins Spalier. Die Sorte wächst mittelstark, ist dünntriebig. Das Fruchtholz sind lange Fruchtruten, die nie zu schneiden sind. Nur auslichten und später verjüngen. Die Sorte trägt reichlich und zeigt wenig Hang zur Alternanz, blüht spät von Mitte April bis Ende Mai. Der gelbe Bellefleur kann auch da noch zur Anpflanzung empfohlen werden, wo der Boden nur leicht oder mittelmäßig ist. Für Hoch-, Halb- und Niederstämme gut geeignet. An Zwergstämmen, Pyramiden und Palmetten werden die Früchte besonders schön und groß. Für das Spalier besteht keine Eignung, da der Baum einen kurzen Fruchtholzschnitt nicht gut verträgt. Die Sorte ist ein vorzüglicher Tafel- und Wirtschaftsobst, deren Lagerreife im November beginnt und die sich bis März hält. Sie darf nicht zu früh geerntet werden. In nassen Jahren und auf feuchtem Boden stellen sich Obstbaumkrebs und Schorfempfänglichkeit häufig ein. (Wikipedia)

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 3

BaumBongertPositionPflanzjahr
LZ41CG7Obst-Arboreum Gut Leidenhausen
ShkURrUObst-Arboreum Gut Leidenhausen
033Streuobstplantage GartenfeldM152023

Bilder aus Wikipedia

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Sven Teschke · CC BY-SA 3.0 de · Commons
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Schutt, Ellen Isham, 1873-1955 · Public domain · Commons
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Burn, W. L. · Public domain · Commons
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Schutt, Ellen Isham, 1873-1955 · Public domain · Commons
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Krieger, L.C.C. (Louis Charles Christopher), 1873-1940 · Public domain · Commons
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Arnold, Mary Daisy, ca. 1873-1955 · Public domain · Commons
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Royal Charles Steadman · Public domain · Commons
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Strange, M. · Public domain · Commons
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