obstdoc — Gelbmöstler

Gelbmöstler

Birne · Pyrus communis

Der Gelbmöstler ist eine alte Birnensorte aus Bernhardzell im Kanton St. Gallen, die seit etwa 1800 bekannt ist. Der Baum wächst besonders stark und gilt als gesund; er wird auch für Gebirgslagen über 350 m empfohlen. Geerntet wird von Ende September bis Anfang Oktober, in derselben Zeit ist die Frucht auch genussreif. Ihr Fruchtfleisch ist ziemlich sauer und herb und ergibt einen kräftigen Most; die Sorte eignet sich als Brennobst für Wein und Obstbrand sowie als Verschnitt mit süßem Birnen- oder Apfelsaft. Gegen ihren Anbau spricht eine sehr starke Anfälligkeit für Feuerbrand.

Herkunft
Bernhardzell, Kanton St. Gallen, Schweiz
Seit
1800
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
rechtsdrehend
Ernte
Ende September – Anfang Oktober (09E-10A)
Genussreife
Ende September – Anfang Oktober (09E-10A)
Wikidata
Q15811550
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Mostobst Brennobst

#gesund#starkwüchsig

Synonyme: Gelbmostler, Gälmöstler, Helleger Mostbirne, Möstler, Tropfbirne, Welsche Bergbirne

Web-Suche: Wikipedia · Ecosia · DuckDuckGo · Mojeek

Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum der Sorte Gelbmöstler ist sehr starkwüchsig, gesund und wird ziemlich groß sowie hochgehend. Die Äste sind schlank und gerade und dicht mit kurzem Fruchtholz besetzt. Die Sommertriebe sind hellbraun mit vielen weißen Punkten, die Augen stark abstehend. Charakteristisch sind zwei Merkmale: nahezu alle Bäume zeigen einen ausgeprägten Rechtsdrehwuchs des Stammes, und die Rinde ist aus vielen kleinen Quadrätchen mit abgerundeten Ecken aufgebaut – ein Muster, das eine schnelle Bestimmung der Sorte erlaubt. Der Ertrag setzt mittelfrüh ein und ist anschließend sehr hoch und fast jährlich; die Sorte gilt als Massenträger. An den Standort stellt sie keine besonderen Ansprüche und eignet sich auch für Höhenlagen (über 350 m, nach ProSpecieRara bis 800 m). Sie ist jedoch sehr stark anfällig für Feuerbrand. Durch den Feuerbrand ist die Sorte in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet in der Ostschweiz fast vollständig verschwunden, und es wird heute empfohlen, sie nicht mehr zu pflanzen, da sie die Ausbreitung der Krankheit begünstigt.

Die Früchte werden ausschließlich zur Mostherstellung verwendet, teils auch zum Brennen. Der Most fällt reichlich und klar aus, ist reinsortig gepresst aber recht herb, weshalb sich ein Verschnitt mit süßeren Birnen- oder Apfelsäften empfiehlt. Die Reife erfolgt ab Mitte September bis in den Oktober; die Früchte werden nach und nach reif und fallen vorzeitig vom Baum – daher die Bezeichnung „Tropfsorte“ oder „Tropfler“. Sie müssen vollkommen reif und einige Tage gelagert sein, ehe sie gemostet werden, und werden sehr rasch teigig. Die Lagerfähigkeit beträgt nur etwa zwei Wochen.

Die Frucht ist klein bis mittelgroß, flach kugelig bis schwach stumpfkreiselförmig, mittelbauchig, 40–55 mm hoch und 45–60 mm breit, gegen den Kelch abgerundet. Die Grundfarbe ist grüngelb bis goldgelb, eine Deckfarbe fehlt meist oder ist selten leicht rotbraun verwaschen. Die Haut ist glatt und leicht wachsig. Der Stiel ist lang, schwach gekrümmt und an der Wurzel leicht fleischig; um den Stielansatz und den Kelch zeigt sich eine mehr oder weniger ausgeprägte Berostung. Das Fleisch ist gelblichweiß, grobkörnig und außerordentlich saftreich. Meist sind nur wenige, schwach ausgeprägte Kerne vorhanden. Die Sorte stammt vermutlich aus Bernhardzell im Kanton St. Gallen (Schweiz). Ab 1800 fand sie stärkere Verbreitung, anfangs vor allem in der Nordschweiz, später auch in der Bodenseeregion und der restlichen Schweiz; um 1870 war sie in den Kantonen St. Gallen, Appenzell und Thurgau stark verbreitet. In Österreich wurde sie 1885 eingeführt und besonders in den Bezirken Amstetten und Scheibbs stark vermehrt. Nach Wikipedia, BSOWV (J. Bade), ProSpecieRara und dem Austria-Forum/Heimatlexikon.

Quellen: Gelbmöstler – Wikipedia · Gelbmöstler – Bergischer Streuobstwiesenverein · Gelbmöstler – ProSpecieRara · Gelbmostler – Austria-Forum Heimatlexikon · Birne Gelbmöstler – Obstarche Reddelich

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#starkwüchsig #gesund

Die Sorte ist sehr stark anfällig für Feuerbrand.

In der Literatur

Die Reife erfolgt Mitte September bis Oktober. Die Früchte werden nach und nach reif und fallen vorzeitig vom Baum (sog. Tropfsorte). Daher rührt auch der Name „Tropfler“. Die Früchte müssen vollkommen reif und einige Tage gelagert sein, ehe sie gemostet werden. Sie werden sehr rasch teigig. (Wikipedia)

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.

Weitere OSM-Bäume 2

OSM-KnotenCultivar-TagKoordinaten
13910659323%!f(*float64=0xc00072d638), %!f(*float64=0xc00072d640)
4299026030Gelbmöstler%!f(*float64=0xc00072d668), %!f(*float64=0xc00072d680)

Bilder aus Wikipedia

File:Früchte Gelbmöstler.JPG
Joris Egger · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Gelbmöstler Baum-2.JPG
Joris Egger · CC BY-SA 3.0 · Commons
File:Gelbmöstler Freilichtmuseum Roscheider Hof Blüte H7.jpg
Helge Klaus Rieder · CC0 · Commons
File:Gelbmöstler Freilichtmuseum Roscheider Hof Blüte H8.jpg
Helge Klaus Rieder · CC0 · Commons
File:Gelbmöstler Freilichtmuseum Roscheider Hof Frucht H4.jpg
Helge Klaus Rieder · CC0 · Commons
File:Gelbmöstler Freilichtmuseum Roscheider Hof Frucht H6.jpg
Helge Klaus Rieder · CC0 · Commons
File:Gelbmöstler Freilichtmuseum Roscheider Hof Ganzer Baum H1.jpg
Helge Klaus Rieder · CC0 · Commons
File:Gelbmöstler Freilichtmuseum Roscheider Hof Ganzer Baum H2.jpg
Helge Klaus Rieder · CC0 · Commons
File:Gelbmöstler Freilichtmuseum Roscheider Hof Ganzer Baum H3.jpg
Helge Klaus Rieder · CC0 · Commons
File:Rindenbild Gelbmöstler.JPG
Joris Egger · CC BY-SA 3.0 · Commons

Gefunden über das Wikidata-Objekt und die Wikipedia-Artikel. Die Bilder liegen bei Wikimedia Commons; Rechte und Bedingungen stehen auf der jeweiligen Dateiseite.