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Champagner Bratbirne

Birne · Pyrus communis

Die Champagner Bratbirne ist eine alte Mostbirne aus den Fildern bei Stuttgart, die seit 1802 bekannt ist und als berühmte württembergische Sorte gilt. Geerntet wird sie von Anfang bis Ende Oktober; im Naturlager hält sie sich nur rund zwei Wochen, weshalb sich eine baldige Verarbeitung empfiehlt. Der Baum wächst mittelstark bis stark, aber langsam, stellt vergleichsweise hohe Standortansprüche und ist etwas anfällig für Birnenverfall sowie anfällig für Feuerbrand.

Herkunft
Fildern (Stuttgart), Württemberg, Deutschland
Seit
1802
Wüchsigkeit
mittel bis stark
Wuchsform
eirund, überhängend
Gefährdung
in Baumschulen erhältlich
Ernte
Anfang Oktober – Ende Oktober (10A-10E)
Blüte
mittelfrüh
Genussreife
Ende Oktober (10E)
Wikidata
Q140700888
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Mostobst Brennobst

Synonyme: Brat Birne, Champagner Birne, Champagner Most Birne, Champagner Wein Birne, Ciderbirne, Deutsche Brat Birne, Echte Brat Birne, Glanzlaubige Bratbirne, Kopf Birne

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Champagner Bratbirne wächst mittelstark bis stark, jedoch eher langsam. In der Baumschule kommt sie nur zögerlich in die Höhe, weshalb man sie früher gern auf bereits fertige Kronenbäume pfropfte. Die Krone wird oval und reich verzweigt, die Zweige neigen sich etwas herab. Der Baum stellt höhere Ansprüche an den Standort: Er gedeiht am besten in warmen Lagen auf feuchten, nährstoffreichen Böden und verträgt keine rauen Höhenlagen; die traditionellen Bestände am Albtrauf der Schwäbischen Alb liegen zwischen 300 und 450 m. Gegen Schorf ist die Sorte kaum anfällig, wohl aber anfällig für Feuerbrand (mittel) und besonders für den Birnenverfall. Der Ertrag setzt früh ein, fällt aber nur in guten Lagen und bei guter Pflege zufriedenstellend aus. Die Blütezeit wird in den Quellen unterschiedlich als früh (historisch) bis mittelfrüh angegeben. Der Baum eignet sich für den Streuobstbau; alte Exemplare werden oft über 100 Jahre alt und sind landschaftsprägend.

Die Frucht schmeckt sehr süß, feinherb, weinig und würzig mit mittelhohem Gerbstoffgehalt. Roh ist sie wegen der Adstringenz kaum genießbar, eignet sich aber hervorragend zum Mosten, zur Sektherstellung in traditioneller Flaschengärung, zum Brennen sowie zum Braten. Aus dieser Sorte wurde in Deutschland schon im 18. Jahrhundert ein moussierender Birnenschaumwein gewonnen, früher als Traubensekt. Die Früchte reifen Anfang bis Ende Oktober, werden bei Überreife schnell teigig und müssen zügig verarbeitet werden. Im Naturlager halten sie sich etwa zwei Wochen, im Kühllager bis November.

Die mittelgroße, eher kleine Frucht ist breitgedrückt kreisel- bis bergamottförmig. Die Schale ist glatt, gelblich grün bis hellgelb, später bräunlich, mit zahlreichen Lentizellen und wenig Berostung. Das Fleisch ist fest, grobzellig, um das Kernhaus steinig und weist einen hohen Zucker- und Gerbstoffgehalt auf. Die Sorte stammt aus der Gegend um Stuttgart (Fildern), wurde um 1760 erstmals erwähnt und ist seit 1802 als „Champagner Weinbirne" urkundlich belegt. Herzog Karl Eugen von Württemberg ließ sie verbreiten. Sie ist seit 2005 Passagier der Slow-Food-Arche des Geschmacks.

Nach: Bergischer Streuobstwiesenverein (Jan Bade), FRUCTUS, Deutsche Genbank Obst, Lucas/Oberdieck (Illustriertes Handbuch der Obstkunde, Bd. IV, Nr. 218), BOGL, Slow Food Deutschland.

Quellen: Champagner Bratbirne – Bergischer Streuobstwiesenverein e.V. · Champagner Bratbirne – FRUCTUS · Champagner Bratbirne – Deutsche Genbank Obst · Champagner Bratbirne – Slow Food Deutschland · Champagner Bratbirne – Lucas/Oberdieck: Illustriertes Handbuch der Obstkunde (Nr. 218) · Champagner Bratbirne – Schmeck den Süden · Champagner Bratbirne – BOGL Baden-Württemberg

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

In der Literatur

Wuchs breitoval, etwas anfällig für Birnenverfall, wenig feuerbrandanfällig, wärmeliebend, berühmte württembergische Mostbirne, sehr gute Brennbirne, wurde bereits vor 1760 versektet (Name).

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

BaumBongertPositionPflanzjahr
153Streuobstplantage SpechtsbergH042025

Weitere OSM-Bäume 2

OSM-KnotenCultivar-TagKoordinaten
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