Birne · Pyrus communis
Die Luxemburger Mostbirne ist eine seit 1890 bekannte Birnensorte aus Luxemburg, die mit Fruchtgewichten von etwa 90 bis 160 g zu den großfrüchtigen Mostbirnensorten zählt. Sie gilt als Massenträger und liefert einen sehr gerbstoffhaltigen, säurebetonten Most; daneben eignet sie sich gut zum Dörren. Geerntet wird Ende September bis Anfang Oktober, genussreif ist die Frucht nach kurzer Lagerung von Anfang Oktober an. Als Nachteile gelten eine gewisse Frostanfälligkeit des Holzes und eine verhältnismäßig geringe Lebensdauer der Bäume.
Mostobst Dörrobst Brennobst Stammbildner
#Suchliste
Synonyme: D'Anger, Mostbirne von Angers, Schnapsbirne
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Die Luxemburger Mostbirne wächst stark und bildet große, hochpyramidale Kronen mit betonter Stammverlängerung. Die Blätter sind groß, junge Triebe wollig-filzig behaart. Aufgrund ihres geraden Wuchses wurde sie früher oft als Stammbildner verwendet. Die Sorte ist robust gegenüber Schorf und anderen Krankheiten und gilt als widerstandsfähig. Sie ist eine Hochstammsorte für den extensiven Streuobstanbau und eignet sich auch als Feld- und Straßenbaum. Ihre Standortansprüche sind anspruchslos; sie gedeiht in allen Lagen, auch in Gebirgslagen über 350 m, die beste Fruchtqualität bringt sie jedoch auf nährstoffreicheren Böden. Der Ertrag setzt sehr früh ein; später ist die Sorte reichtragend und gilt als Massenträger, ohne dass die Früchte klein ausfallen.
Das Fruchtfleisch ist sehr hell, grobkörnig und sehr saftig. Der Geschmack ist herb-süß mit geringer Säure und sehr hohem Gerbstoffgehalt — zum Rohgenuss ist die Sorte ungeeignet. Sie zählt zusammen mit der Metzer Bratbirne zu den herbsten Mostbirnen überhaupt. Die Luxemburger Mostbirne ist in erster Linie eine Sorte für die Obstwein- und Branntweinbereitung; der hohe Gerbstoffgehalt macht sie zudem zu einer Trennbirne, die die Klärung des Mostes begünstigt und die Haltbarkeit von Fruchtweinen im Verschnitt verlängert. Auch für Saft, auch als Beimischung zu Apfelsaft, und zum Dörren ist sie geeignet. Die Pflückreife liegt Mitte bis Ende Oktober; die Früchte lassen sich einige Wochen lagern und sind wenig druckempfindlich und gut transportfähig.
Die Früchte sind mit 90 bis 160 g für eine Mostbirne groß, kugelig bis leicht flachkugelig, am Kelch stärker abgeplattet und zum Stiel hin etwas abgerundet. Die Grundfarbe ist grün bis graugrün und hellt sich reifend gelbgrün auf. Auffällig sind die großen, verkorkten Schalenpunkte, die auf der Sonnenseite rot umhöft sind und der Sorte ein charakteristisches Aussehen verleihen. Die Schale ist rau und trocken. Der Kelch sitzt in einer leicht vertieften, höckrigen und oft leicht berosteten Kelchgrube; die Kelchblätter sind relativ groß, aufrecht und weißgrau befilzt. Der Stiel ist 24 bis 40 mm lang, oft knospig, und sitzt in einer flachen, wulstigen Stielgrube. Die Sorte soll aus Luxemburg stammen; sie wurde von der Baumschule Mousel in Sandweiler ab etwa 1890 zunächst als „Schnapsbirne“ verbreitet und 1907 von Lucas erstmals beschrieben. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt in der Region Trier, im Saarland und in Luxemburg. (Nach Richard Dahlem, obstsortenerhalt.de, sowie dem Bergischen Streuobstwiesenverein.)
Quellen: Luxemburger Mostbirne · Luxemburger Mostbirne – Bergischer Streuobstwiesenverein e.V. · Luxemburger Mostbirne – ProSpecieRara · Luxemburger Mostbirne – KV Gartenbauvereine Bamberg
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Große Mostbirne, Stammbildner. #Suchliste
Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.
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