obstdoc — Bergischer Herrenapfel

Bergischer Herrenapfel

Apfel · Malus domestica

Herkunft
Bergisches Land (Rösrath)
Seit
1900
Wüchsigkeit
mittel bis stark
Wuchsform
hochrund bis pyramidal
Gefährdung
stark gefährdet
Ernte
Anfang Oktober (10A-10A)
Blüte
mittelfrüh
Genussreife
Anfang Oktober – Ende Dezember (10A-12E)
Wikidata
Q136450333
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst Mostobst

#gesund

Synonyme: Herrenapfel, Herrenapfel (im Rheinland)

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Bergische Herrenapfel wächst mittelstark bis stark. Die Gerüstäste sind schlank, die Krone ist hochrund bis pyramidal und bleibt insgesamt eher schmal; im äußeren Kronenbereich hängt das Fruchtholz stark. Die Sorte ist äußerst gesund — Anfälligkeiten für Krebs, Mehltau oder Schorf sind nicht gegeben. Sie ist diploid und blüht mittelfrüh. Der Ertrag ist hoch und regelmäßig bei nur leichter Alternanz. Der Bergische Herrenapfel ist für Streuobstwiesen sehr gut geeignet und aufgrund seines gesunden Wuchses breit anbaufähig. Lediglich sehr sandige und trockene Standorte sollten vermieden werden. Die Bäume können sehr alt werden; es existieren noch über hundertjährige Exemplare.

Die knackig süß-säuerlichen und verhältnismäßig aromatischen Früchte sind in erster Linie ein hervorragender Tafelapfel, der auch gerne von Kindern gegessen wird. Das Fruchtfleisch ist ausgesprochen saftig und knackig-fest, das angenehme Aroma erinnert an Birne. Die Süße überwiegt bei geringer Säure. Zur Herstellung von Apfelsaft und Apfelmus ist die Sorte ebenfalls geeignet, wobei eine Beimischung säurereicherer Äpfel ratsam sein kann. Pflückreif sind die Früchte Anfang Oktober und direkt vom Baum essbar; gelagert halten sie sich bis November oder Dezember, werden dann aber allmählich mürbe.

Die Frucht ist mittelgroß, leicht hochgebaut sowie kegel- bis fassförmig. Die Grundfarbe ist grün-gelb mit einer gehauchten roten Backe, teils mit leichter Streifung; am Baum sind die Früchte bereift. Die Schale ist zart und mitunter von markanten Rostfiguren gezeichnet. Auffällig sind die schüsselförmige, regelmäßig faltige Kelchgrube (Fleischperlen können vorkommen) sowie die nur gering berostete Stielgrube. Im Schnittbild sticht eine ausgeprägte Kelchröhre hervor, die Kerne sind orange-braun. Die Herkunft der Sorte ist unbekannt; sie wird im Bergischen Land um Rösrath und Overath bei Köln vermutet und dürfte um 1900 oder früher entstanden sein. Ihre lokale Verbreitung beschränkt sich auf Rösrath und umliegende Städte (Bensberg, Overath, Siegburg). Die Sorte galt als verschollen, bis die Pomologin Carina Pfeffer sie wiederentdeckte, beschrieb und durch Vermehrung sicherte. 2025 wurde der Bergische Herrenapfel zur NRW-Regionalsorte des Jahres gewählt. (nach C. Pfeffer, Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt, Pomologen-Verein NRW)

Quellen: Bergischer Herrenapfel - Carina Pfeffer · Bergischer Herrenapfel · LG Nordrhein-Westfalen · Bergischer Herrenapfel Faltblatt (Pomologen-Verein NRW) · Deutsche Genbank Obst – Bergischer Herrenapfel · Neue alte Sorten: Vier Damen pflanzen den Bergischen Herrenapfel

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#gesund

In der Literatur

Ein süßer, knackiger und saftiger  Apfel mit wenig Säure und charakteristischem Aroma. Sehr empfehlenswert! (Carina Pfeffer)

Mittelstark bis starkwüchsig. Schlanke Gerüstäste, Krone hochrund bis pyramidal. Gesund, keine Anfälligkeiten für Krebs, Mehltau oder Schorf. Diploid. Mittelfrühe Blüte

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 3

BaumBongertPositionPflanzjahr
edvCPspObst-Arboreum Gut Leidenhausen
d53jdSortenerhaltungskultur Bergheimer DreieckD13
477Streuobstplantage RommelshardI062025

Bilder aus Wikipedia

File:Bergischer Herrenapfel 00305.jpg
Trollfreie Zone · CC BY-SA 3.0 · Commons

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