Eberesche · Sorbus aucuparia
Wirtschaftsobst Dörrobst
Synonyme: Vogelbeere
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Die Eberesche (Sorbus aucuparia), auch Vogelbeere genannt, ist ein mittelgroßer Baum von 15 bis 20 m Höhe, selten bis 25 m, mit einer auffallend lichten, pyramidalen bis rundlichen Krone. In höheren Lagen wächst sie strauchförmig, oberhalb von 900 m nur noch als Strauch. Der Stamm erreicht Durchmesser von bis zu 40 cm; die Rinde ist hellgrau, glatt und glänzend, im Alter – das maximal etwa 150 Jahre beträgt – wird sie schwärzlich und unregelmäßig längsrissig. Die weißen Blüten erscheinen in breiten, doldigen Blütenständen mit 200 bis 300 Einzelblüten von Mai bis Juni, im Gebirge später; der Baum blüht bereits ab einem Alter von 5 bis 6 Jahren. Die Eberesche ist ein anspruchsloses Pioniergehölz mit hartem Holz und besiedelt ein außerordentlich breites Spektrum an Böden: von nährstoffarmen, humosen Lehmböden über Torf- und Felsböden bis zu Kalkstandorten. Lediglich auf schlecht durchlüfteten, nassen Böden hat sie Probleme. Sie bevorzugt lichte Standorte und ist nur in der Jugend schattentolerant; wegen ihrer begrenzten Konkurrenzkraft wird sie in geschlossenen Beständen an die Waldränder verdrängt. Klimatisch ist die Eberesche äußerst tolerant: Sie gedeiht von der Tiefebene bis ins Hochgebirge – in Tirol bis auf 2400 m – und ist die einzige Baumart, die bei sehr niedriger Wärmesumme noch zufriedenstellendes Wachstum zeigt. Sie ist nicht auf Mykorrhiza angewiesen und dringt von allen Laubgehölzen am weitesten nach Norden vor. Nach dem Laubfall kann sie mit ihrer Rinde weiter Photosynthese betreiben.
Die Wildfrüchte enthalten Parasorbinsäure und schmecken daher bitter; erst nach Frosteinwirkung wandelt sich diese zu Sorbinsäure um, und die Früchte werden mild-süßlich. Reich an Vitamin C – früher als „Zitrone des Nordens" geschätzt – eignen sie sich für Konfitüre, Kompott, Saft und zum Kandieren. Die Edel-Eberesche (Sorbus aucuparia var. edulis) bzw. Mährische Eberesche (var. moravica), um 1810 in Nordböhmen als bitterstoffarme Mutante entdeckt, kann roh verzehrt werden, trägt größere Früchte und weist einen höheren Zuckergehalt von rund 10 % auf. Zwei verbreitete Kultursorten sind 'Konzentra' (zur Entsaftung geeignet) und 'Rosina' (für Kompott oder zum Kandieren), deren Auswahl 1946 am Institut für Gartenbau Dresden-Pillnitz begann und die ab 1954 in den Handel kamen. Die Fruchtreife erstreckt sich von August bis Oktober; die Früchte bleiben oft bis in den Winter am Baum, was sie zu einer wertvollen Vogelnahrung macht.
Die Früchte sind kugelig-apfelartig, 0,8 bis 1 cm groß (bei den Edelsorten größer), orange bis scharlachrot. Die Blätter sind unpaarig gefiedert, 15 bis 25 cm lang, sattgrün und färben sich im Herbst gelb bis orangerot. Das Holz ist relativ schwer, hart, biegsam und elastisch, jedoch schwer spaltbar. Die Art ist in Europa, Kleinasien und Asien weit verbreitet und wurde 1753 von Carl von Linné erstbeschrieben. Die Edel-Eberesche gelangte nach 1900 zunehmend in den Baumschulhandel.
Nach de.wikipedia.org, LWF Bayern, KOB Bavendorf, „Baum des Jahres 1997".
Quellen: Vogelbeere (Eberesche) – Wikipedia · Die Vogelbeere – ein Obstbaum (LWF Bayern) · Edel-Eberesche – Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee · Eberesche – Baum des Jahres 1997 · Essbare Eberesche – Obstsortendatenbank · Vogelbeere – Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft · Wildobstsorten – Die Eberesche, Vogelbeere · Eberesche – Bioobstsaft
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Bei uns vorhandene Sorten:
Auf unseren Flächen vorhandene Bäume:
Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.