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Berner Rosenapfel

Apfel · Malus domestica

Der Berner Rosenapfel stammt aus Oppligen im Kanton Bern und ist seit etwa 1870 bekannt. Er gedeiht auf feuchten, nährstoffreichen Böden vor allem in etwas höheren Lagen, während er in tieferen Lagen zu Mehltau neigt; zudem ist er anfällig für Apfelschorf. Geerntet wird von Ende September bis Anfang Oktober, genussreif ist die Frucht nach der Lagerung ab Mitte September bis Ende Dezember. Die rosafarbene, mittelgroße Blüte ist ein hervorstechendes Merkmal. Dem stehen ein sparriger, schwer zu erziehender Wuchs gegenüber sowie eine gewisse Kurzlebigkeit: Ohne Schnitt setzt recht bald Vergreisung ein.

Herkunft
Oppligen, Kanton Bern (Schweiz)
Seit
1870
Wüchsigkeit
mittel
Wuchsform
aufstrebend hochkugelig
Ernte
Ende September – Anfang Oktober (09E-10A)
Blüte
mittelfrüh bis mittelspät
Genussreife
Mitte September – Ende Dezember (09C-12E)
Wikidata
Q689898
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst Mostobst

#höhenlagen

Synonyme: Neuer Berner Rosenapfel, Pomme Rose de Berne

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Berner Rosenapfel wächst in der Jugend mittelstark bis stark, später schwach. Er bildet eine aufstrebend hochkugelige, mittelgroße Krone mit schräg aufrechten, später häufig überhängenden Leitästen. Der Baum neigt bei hohen Erträgen zur frühzeitigen Vergreisung; regelmäßige Schnittintervalle – Leitäste mittellang, Fruchtholz kurz – erhalten die Vitalität. Die Sorte ist deutlich schorfanfällig und daher nur für gut durchlüftete, offene Lagen geeignet; in feuchten und dichten Böden neigt sie zudem zu Obstbaumkrebs. Mehltau kann ebenfalls auftreten. Das Holz gilt als frosthart, die Blüte ist wenig witterungsempfindlich und besitzt eine gute Blütenfrosthärte, weshalb sich die Sorte auch für mittlere und höhere Lagen eignet. Sie verlangt einen guten, feuchten Apfelboden; auf trockenen, nährstoffarmen Standorten bringt sie viele kleine Früchte. Der Ertrag setzt früh ein, gilt nach manchen Quellen als reichlich, nach anderen nur als mäßig fruchtbar, und zeigt deutliche Tendenz zur Alternanz. Die Blüte ist mittelfrüh bis mittelspät, langanhaltend und diploid; der Berner Rosenapfel gilt als guter Pollenspender. Er eignet sich für Hoch- und Halbstamm, kleinkronige Formen im Hausgarten und die Streuobstwiese.

Die Frucht ist ein angenehm süßsäuerlicher Tafel- und Wirtschaftsapfel, schwach aromatisch bis würzig, teils mit einem himbeerartigen Gewürz und etwas parfümiertem Anklang. Das Fleisch ist sehr saftig. Die Pflückreife liegt zwischen Mitte September und Anfang Oktober; die Genussreife reicht bis Dezember oder Januar, bei Herkünften aus höheren Lagen auch länger. Der Berner Rosenapfel eignet sich zum Frischverzehr und ergibt einen sehr guten Saft.

Die Frucht ist mittelgroß, walzenförmig bis abgestumpft eiförmig, im Querschnitt fünfkantig. Die Grundfarbe hellt von Grün nach weißlichgelb auf, ist aber meist von einer flächig karmin- bis dunkelroten Deckfarbe überzogen, die durch die starke Bereifung bläulich wirkt. Auffällig sind die in die Schale eingesenkten Lentizellen, auf denen die Bereifung als grauweiße Punkte sichtbar bleibt. Die Stielgrube ist mitteltief, oft mit einem Fleischwulst und hellgelbbraunem Rostklecks; die Kelchgrube mitteltief und mittelweit, ohne Berostung, der Kelch geschlossen und braunwollig. Das Fruchtfleisch ist gelblich- bis weißlich, unter der Haut oft rötlich angelaufen, mürbe und saftig; die das Kernhaus umgrenzenden Gefäßstränge sind rötlich. Die Sorte wurde um 1870 als Zufallssämling von Fritz Baumann auf einem Grundstück in Oppligen im Kanton Bern gefunden und von der Baumschule Adolf Daepp veredelt und verbreitet. Der erste Mutterbaum trug 1888. In Deutschland sorgte das Pomologische Institut Reutlingen für die Verbreitung.

Nach H.-J. Bannier, Rolf Meyer, Jan Bade und historischen Quellen.

Quellen: Berner Rosenapfel – Bergischer Streuobstwiesenverein · Berner Rosenapfel – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · Berner Rosenapfel – Wikipedia · Berner Rosenapfel – BOGL · Berner Rosenapfel – 1000 Obstbäume für die Frankenalb · Neuer Berner Rosenapfel – Nach der Arbeit, Obsttafel Nr. 031 · Berner Rosenapfel – Sortenliste Bitz Streuobst

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Scheint gut geeignet für #höhenlagen

In der Literatur

In der Jugend wächst der Baum kräftig. Das Wachstum wird aber langsamer, wenn der Baum die Ertragsphase erreicht. Die Krone ist aufrecht und hochgewölbt. Die Verzweigung ist sparrig, ohne Schnitt setzt recht bald Vergreisung ein. Die Holztriebe sind sonnenseitig dunkelbraun-rot, schattenseitig grünlich, wenig punktiert und schwach beflaumt. Die Blattknospen sind klein, dreieckig, weiß beflaumt. Die Fruchtknospen sind groß, gestreckt-eiförmig, rot beschuppt und die Spitze ist weiß beflaumt. Die Blätter sind verhältnismäßig klein, schmal-oval, kurz gespitzt, mit doppelt gesägtem Rand. Der Blattstiel ist kurz, kaum so lang als das Blatt breit, rötlich angelaufen. Das dunkelgrüne, schwach glänzende Blatt ist aufgerichtet. Die Blütezeit ist mittelfrüh und hält über einen längeren Zeitraum an. Die Blüte, die Anfang Mai erscheint ist mittelgroß und rosafarbig. Der Ertrag setzt bei dieser Sorte früh ein, er ist dann regelmäßig hoch. Der Berner Rosenapfel ist anfällig für Apfelschorf, für Mehltau vor allem in tieferen Lagen. Gute Erfolge werden auf feuchten, nährstoffreichen Böden in etwas höheren Lagen erzielt. (Wikipedia)

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.

Weitere OSM-Bäume 1

OSM-KnotenCultivar-TagKoordinaten
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Bilder aus Wikipedia

File:Malus-Berner-Rosenapfel.jpg
Sven Teschke · CC BY-SA 2.0 de · Commons
File:Apfel 015 Berner Rosenapfel (fcm).jpg
Photograph: Frank C. Müller , Frankfurt am Main · CC BY-SA 4.0 · Commons
File:Cross section of Berner Rosen, National Fruit Collection (acc. 1947-067).jpg
National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
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joergens.mi · CC BY-SA 3.0 · Commons
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Flachlandtapir at German Wikipedia · CC BY-SA 2.0 de · Commons
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Gartenpflanzen Daepp · CC BY-SA 4.0 · Commons

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