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Roter Berlepsch

Apfel · Malus domestica

Herkunft
Rheinland (Grevenbroich am Niederrhein), Deutschland
Seit
1880
Wüchsigkeit
mittel bis stark
Wuchsform
breitkugelig
Gefährdung
Standardsorte
Ernte
Ende September – Mitte Oktober (09E-10C)
Blüte
mittelfrüh
Genussreife
Anfang Dezember – Ende März (12A-03E)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

#Apfel

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Roter Berlepsch ist ein wüchsiger Apfel: Der Wuchs wird als mittelstark bis stark beschrieben, lässt im Alter nach und führt zu einer breiten, kugelförmigen, gut verzweigten Krone. Die Blüte erscheint mittelfrüh (etwa im April) und hält lange an; sie ist stark blütenfrostempfindlich, weshalb die Sorte nicht in Spätfrostlagen gepflanzt werden sollte. Verlangt wird eine geschützte, warme Lage mit ausreichend feuchtem, nährstoffreichem Boden und guter Wasserführung; Staunässe ist zu meiden, und auf ungünstigen Standorten neigt der Baum zu kleinen Früchten. Als gering anfällig gelten Schorf und Mehltau; anfällig ist er dagegen für Obstbaumkrebs und Kragenfäule sowie für Feuerbrand, zudem treten Blatt- und Blutläuse auf. Der Ertrag setzt mittelfrüh ein und erreicht mittelhohe bis hohe Ernten; die Beurteilung der Regelmäßigkeit geht auseinander – der Lehrgarten des OGV Leutenbach beobachtete regelmäßigen Ertrag, andere Angaben nennen ihn schwankend bis alternierend. Die Sorte gilt als für alle Baumformen geeignet und wird als Busch, Halb- und Hochstamm angeboten; ein Halbstamm eignet sich laut Native Plants auch für größere Gärten und Streuobstwiesen. Als Befruchtersorten werden u. a. Cox Orange, Goldparmäne, James Grieve, Klarapfel, Ontario und Zuccalmaglios Renette genannt; nach einer Handelsangabe ist die Sorte diploid.

Geschmacklich gilt der Roter Berlepsch als ausgewogen mit edler Säure und kräftigem, würzig-edelaromatischem Geschmack; das anfangs knackige Fruchtfleisch ist sehr saftig und vitaminreich. Er ist in erster Linie Tafelapfel, taugt daneben aber auch für Kompott, Kuchen- und Backobst sowie für Saft und Most. Geerntet wird Ende September bis Mitte Oktober; als Winterapfel ist er je nach Quelle von November/Dezember bis März genießreif. Im Naturlager hält er sich bis Februar, im Kühllager bis April; wegen seiner dünnen Schale schrumpft er bei zu trockener Lagerung und kann gegebenenfalls in perforierten Folienbeuteln aufbewahrt werden.

Die Frucht ist klein bis mittelgroß, plattrund bis flachkugelig gebaut und trägt um die Kelchgrube fünf typische Rippen. Die Grundfarbe ist grünlichgelb; die Deckfarbe erscheint leuchtend bis dunkelrot, gestreift und marmoriert, und zur Vollreife ist die gesamte Frucht intensiv übergerötet. Die dünne, leicht aufgerauhte, lederartige Schale zeigt deutliche Schalenpunkte; das Fruchtfleisch ist hellcremefarben bis weiß, feinzellig, mittelfest bis fest und sehr saftig. Der Rote Berlepsch ist eine Knospenmutation der Goldrenette Freiherr von Berlepsch, die Diedrich Uhlhorn junior um 1880 in Grevenbroich am Niederrhein züchtete; wann und wo die rote Farbmutante selbst auftrat, geben die Quellen nicht wieder. Als wohlschmeckende Liebhabersorte gilt er als beliebt und weit verbreitet. Die Beschreibung beruht vor allem auf dem mehrjährigen Beobachtungsporträt des Lehrgartens des OGV Leutenbach, ergänzt durch das Datenblatt des DLR Rheinland-Pfalz und Angaben mehrerer Obstbaumschulen.

Quellen: Roter Berlepsch – Lehrgarten des OGV Leutenbach · 'Roter Berlepsch' – Obstsortendatenbank DLR Rheinland-Pfalz · Berlepsch (Goldrenette Freiherr von Berlepsch) – Wikipedia · Apfelbaum, Winterapfel 'Roter Berlepsch' – Schwerdtfeger Obstbaumschulen · Roter Berlepsch (wurzelnackt) – Arboterra GmbH · Apfel 'Roter Berlepsch' – Native Plants · Apfelbaum Roter Berlepsch – Biobaumversand (Baumschule Pflanzlust) · Roter Berlepsch – Herzapfelhof · Roter Berlepsch: Pflege & Anbau – Plantura

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#Apfel

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

BaumBongertPositionPflanzjahr
057Streuobstplantage SpechtsbergH032024

Weitere OSM-Bäume 1

OSM-KnotenCultivar-TagKoordinaten
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