Apfel · Malus domestica
Jakob Fischer ist ein Apfel aus Oberschwaben, der seit 1903 bekannt ist und 1998 in Baden-Württemberg zur Streuobstsorte des Jahres gewählt wurde. Er wird Ende August bis Mitte September geerntet und reift nach kurzer Lagerung von Anfang September bis Anfang Oktober. Als Tafel- und Haushaltsapfel gilt er als sehr gut: Das weich-saftige Fleisch ist süßlich-fruchtig mit leicht weiniger Note, säurearm und roh bekömmlich, für Most jedoch zu flach. Wegen seiner geraden Wuchses und Frosthärte hat die Sorte zudem Bedeutung als Stammbildner; sie lässt sich auch aus Steckholz vermehren und als Unterlage verwenden. Die kurzen Stiele führen allerdings dazu, dass reife Früchte zu Fruchtfall neigen, sodass der Baum in dieser Phase windempfindlich ist.
Tafelobst Wirtschaftsobst
#stammbildner#steckhölzer#unterlage
Synonyme: Schöner vom Oberland
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Jakob Fischer wächst sehr stark und bildet große, breit-pyramidale Kronen mit zahlreichen langen, peitschenartigen Ästen. Die Leitäste neigen unter der Fruchtlast zum Ausbrechen und müssen im Schnitt entsprechend kräftig erzogen werden. Auch im Vollertragsalter bleibt der Baum starkwüchsig. Er ist insgesamt sehr robust gegenüber Krankheiten; auf schweren Böden können etwas Schorf und Obstbaumkrebs auftreten. Das Holz ist sehr frosthart, die Sorte eignet sich gut für Höhenlagen und stellt geringe Ansprüche an den Boden, verträgt jedoch keine zu trockenen oder allzu schweren Standorte. Der Ertrag ist mittelhoch und setzt regelmäßig ein. Wegen des geraden, kräftigen Wuchses und der Holzfrosthärte wird Jakob Fischer gerne als Stammbildner verwendet; selbst bei fehlgeschlagener Kronenveredlung liefert die Unterlage noch verwertbare Tafeläpfel. Die Sorte ist triploid, die sehr frühe und lang anhaltende Blüte ist spätfrostgefährdet und als Pollenspender ungeeignet. Jakob Fischer ist eine typische Streuobstsorte und wird vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW für den Streuobstanbau empfohlen; 1998 wurde sie in Baden-Württemberg zur Streuobstsorte des Jahres gewählt.
Die Früchte sind angenehm süßlich-fruchtig mit einer leicht weinigen Note, weich-saftig und aromatisch; das Fruchtfleisch bräunt rasch. Sie sind sofort genussreif, aber nur etwa zwei bis vier Wochen haltbar, weshalb sich ein folgerndes Durchpflücken ab Mitte August empfiehlt. Jakob Fischer ist ein früher Tafelapfel, eignet sich aber auch gut als Haushaltsapfel zum Backen (sehr guter Kuchenapfel), Einmachen, Entsaften und für Kompott.
Die Früchte sind groß bis sehr groß, flachkugelig und oft grobkantig-unregelmäßig geformt. Die Grundfarbe ist hellgelb bis weißlichgelb, sonnenseits leuchtend rot verwaschen mit bläulicher Bereifung und hellen Schalenpunkten. Das Fruchtfleisch ist weiß. Die Stiele sind kurz, weshalb reife Früchte zu Fruchtfall neigen. Die Sorte wurde 1903 von Landwirt Jakob Fischer als Zufallssämling in Rottum bei Biberach in Oberschwaben entdeckt und ab 1914 als Sorte anerkannt. Sie entwickelte sich zur vielseitigen Standardsorte im Königreich Württemberg. (nach H.-J. Bannier/Rolf Meyer, BOGL, Wikipedia, Deutsche Genbank Obst)
Quellen: Jakob Fischer – Bergischer Streuobstwiesenverein · Jakob Fischer – BOGL · Jakob Fischer – Deutsche Genbank Obst · Kreis-Apfelsorte Jakob Fischer – Landratsamt Biberach · Jakob Fischer – 1000 Obstbäume für die Frankenalb
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
#stammbildner #unterlage Kann wohl auch #steckhölzer produzieren. Sehr robust, hervorragender Geschmack, folgernde Reife.
Als Stammbildner hat die Apfelsorte Bedeutung, da sich Jakob Fischer durch geraden Wuchs und Frosthärte auszeichnet. Zudem trägt der Apfelbaum auch bei fehlgeschlagener Kronenveredlung alleine aus der Unterlage noch verwertbare Tafeläpfel.
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| rp7pt | Obst-Arboreum Gut Leidenhausen | ||
| 409 | Streuobstplantage Gartenfeld | 2025 | |
| 502 | Streuobstplantage Spechtsberg | I06 | 2025 |
| 630 | Streuobstwiese der Naturschule Aggerbogen | A03 |
| OSM-Knoten | Cultivar-Tag | Koordinaten |
|---|---|---|
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