Birne · Pyrus communis
Tafelobst Saftobst Kochobst
Synonyme: Linkbirne
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Die Link(s)birne ist eine stark wachsende Birne mit großen Kronen, die durch eine hohe Baumgesundheit auffällt. Der Sortensteckbrief des LVR-Netzwerks Kulturlandschaft stuft sie als robuste, für den Streuobst geeignete Sorte ein und empfiehlt sie wegen ihrer Baumgesundheit auch über ihre westfälische Heimat hinaus; das Birnen-Arboretum Bielefeld (Avenwedde/Bannier, Pflanzung 2023) nahm sie auf, weil Pomologen und Streuobst-Aktive sie zu den im Streuobst besonders robusten Birnensorten zählten. Die Blüte erscheint mittelfrüh; als triploide Sorte ist die Link(s)birne kein guter Befruchter für andere Birnensorten. Das Laub ist mittelgroß, oval, leicht gewellt und kräftig dunkelgrün.
Verwendet wird die Sorte in erster Linie als Tafelbirne; daneben eignet sie sich zum Einkochen und zur Saftbereitung, während ihre Eignung zum Dörren, für den Obstbrand oder sonstige Verwertung laut Steckbrief noch zu prüfen ist. Das Fruchtfleisch ist fest, feinzellig und sehr saftig – der Steckbrief nennt die Sorte deshalb eine „Trinkbirne“ –, mild süß bei geringer Säure, schwach aromatisch und teils leicht herb; geschmacklich erreichen die Früchte nicht ganz das Niveau anderer Tafelbirnen, und die relativ dicke, harte Schale stört beim Verzehr, sodass die Früchte besser geschält werden. Geerntet wird Anfang bis Mitte September, wobei die Früchte wie bei den meisten Birnensorten grün gepflückt werden müssen; genussreif sind sie dann bis Anfang/Mitte Oktober, je nach Witterung auch länger. Im Raum Bonn wurde die Sorte einst als Tafel- und Einkochbirne vermarktet.
Die Frucht ist mittelgroß bis groß, kegelförmig, sackförmig und kelchbauchig, zum Stiel hin verjüngend und öfter asymmetrisch schief. Die Grundfarbe ist trübgrün und reift zu trüb blassgelb; eine Deckfarbe fehlt teils, teils ist die Sonnenseite fahl rötlich bis bräunlich rötlich gehaucht (0–1/5 der Frucht), auffällig sind berostete Schalenpunkte ähnlich wie bei der Köstlichen von Charneux. Der meist lange Stiel (35–50 mm) ist gebogen, der Kelch mittelgroß und offen bis halboffen; die Kerne sind oft taub. Als Verwechselsorten nennt der Steckbrief Diels Butterbirne, Alexander Lucas, Rheinbirne, Vereinsdechantbirne und St. Remy. Die Link(s)birne ist eine im Vorgebirge bei Bonn verbreitete Regionalsorte, die in Bornheim, Alfter, Wachtberg und Königswinter noch als Altbäume gefunden wurde; gesicherte Zeugnisse zu ihrer Herkunft fehlen, der Name geht möglicherweise auf die in Alfter ansässige Familie Link zurück, und ob sie mit der überregionalen Sorte Sucrée de Montluçon übereinstimmt, ist pomologisch noch zu klären. Noch 1950 wurden auf der Obstversteigerung des Bonner Großmarkts 174,5 Zentner (8,7 t) angeliefert – von allen verkauften Birnen brachte sie nach Alexander Lukas, Bunter Julibirne und Boscs Flaschenbirne die höchsten A-Ware-Erlöse („Die Link-Birne bewährt sich auch im Preis als eine spezielle Birne des Vorgebirges“, Rheinische Monatsschrift für Obst-, Garten- und Gemüsebau 1955) –, und um 1950 standen Bäume auch bei Schloss Dyck bei Grevenbroich. Trotz des guten Absatzes geriet sie später völlig in Vergessenheit; im LVR-Projekt „Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland“ (2008–2016) wurden noch Altbäume gefunden und aus Edelreisern nachgezogen. Die Beschreibung beruht auf dem Sortensteckbrief im LVR-Handbuch „Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt!“ (2. Aufl. 2017), ergänzt um Angaben des Birnen-Arboretums Bielefeld.
Quellen: H.-J. Bannier u. a.: Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt! 2. Aufl., Köln 2017 · LVR-Netzwerk Kulturlandschaft: Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt! (2. Aufl., Köln 2017), Gesamthandbuch · Birnen-Arboretum Bielefeld – Projekte des Obst-Arboretums Olderdissen · Linksbirne – Sortenseite (LiKK e.V.)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (z-ai/glm-5.3-flash + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-10-02). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.