obstdoc — Roter Ziegler

Roter Ziegler

Herkunft
Riedhausen bei Saulgau, Baden-Württemberg
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
hochkugelig bis hängend

Unterlage Stammbildner

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Synonyme: Zieglerapfel

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Rote Ziegler ist ein stark wachsender Apfel, der große, hochkugelige, teils hochpyramidale und auch hängende Kronen bildet; Jungbäume entwickeln gerade, kräftige Stämme und Triebe und zeigen die typische langschuppige Rinde der Sorte (nach KOB Bavendorf). Er war als klassischer Stammbildner für Hochstämme in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Baden-Württemberg weit verbreitet. Das Kompetenzzentrum Obstbau Bodensee stuft die Sorte als schorfanfällig und besonders auf schweren, kalten Böden als krebsgefährdet ein; der Krebsbefall tritt überwiegend am Astwerk und an den Veredlungsstellen auf und hat dazu geführt, dass sie seit rund 50 Jahren kaum noch vermehrt wird. Demgegenüber führt Christoph Schulz (Hochstamm Deutschland e. V.) den Roten Ziegler unter den vitalen, bis ins hohe Alter leistungsfähigen „Methusalem“-Starkwüchsigkeiten mit besonders kräftigem Wurzelwerk: Altbäume der Sorte wurden genetisch untersucht, und Nachzuchten werden mit Hilfswurzel auf M9 aufgebaut. Nach Schulz eignet sich die Sorte als klassische, seit Langem bewährte Unterlage beziehungsweise für wurzelechte Bäume insbesondere auf trockenen, steinigen Extremstandorten wie Weinbergslagen; ihr Klimaanspruch wird vom KOB als mittel eingestuft.

Die Früchte haben weißes, mürbes Fleisch von kräftiger, unangenehmer Säure (KOB Bavendorf). Eine Nutzung als Essobst ist daraus nicht abgeleitet; historisch geschätzt und verbreitet wurde die Sorte als Stammbildner, nicht als Obstsorte – bereits 1932 wurde sie in diesem Sinne erwähnt. Nach KOB-Einordnung gehört sie zum mittleren Reifetyp.

Pomologisch handelt es sich um mittelgroße, unregelmäßig geformte Früchte, meist kugelförmig und wenig abgeflacht, teils hochgebaut. Die Grundfarbe ist grünlichgelb und wird vollreif dunkelgelb; die Deckfarbe ist ein kräftiges, abgesetzt gestreiftes bis geflammtes Rot, dessen Flammung häufig bis in die Stielgrube reicht – je nach Wachstumsverlauf können die Früchte auch vollflächig dunkelrot ohne jede Streifung ausgereift sein. Die Stielgrube ist mitteltief, mittelweit und innen fein berostet, der Stiel mittellang; die Kelchgrube flach bis mitteltief mit kleinen Falten und schwachen Rippen, der Kelch überwiegend geschlossen, selten halboffen und leicht flaumig befilzt. Das große Kernhaus besitzt breite, halbmondförmige Wände; die Kerne sind groß, lang zugespitzt und rehbraun. Die Sorte geht auf Pfarrer Ziegler aus Riedhausen bei Saulgau in Baden-Württemberg zurück, durch den sie verbreitet wurde; als Synonym wird „Zieglerapfel“ genannt. Die Beschreibung beruht auf dem Sortenporträt des Kompetenzzentrums Obstbau Bodensee (KOB Bavendorf), ergänzt um die Projektergebnisse von Hochstamm Deutschland e. V.

Quellen: KOB Bavendorf – Sortendatenbank: Roter Ziegler · Hochstamm Deutschland e. V. – Vortrag C. Schulz „Von der Wurzel her für die Zukunft denken“ · grundschulmaterial.de – Fotoeintrag Roter Ziegler · KOB Bavendorf – Newsletter SEZ 09/2023

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Soll sehr alt werden. Fruchtart noch ungeklärt. #Suchliste

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.