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Haferschlehe

Haferschlehe

Herkunft
Mitteleuropa
Wüchsigkeit
stark
Gefährdung
nicht mehr leicht erhältlich
Ernte
Mitte August – Ende August (08C-08E)
Blüte
Mitte April
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte

Wirtschaftsobst Brennobst

Synonyme: Haferpflaume, Kricke, Krieche, Kriechele

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Haferschlehe (Prunus domestica subsp. insititia) ist ein altes heimisches Wildobst, das regional auch als Haferpflaume, Hofschlehe oder Kriechele bekannt ist. Ihr Name leitet sich von der Reifezeit ab, die mit der Haferernte im August zusammenfällt und damit vor der Reife der gewöhnlichen Schlehe liegt.

**Wuchs und Baum:** Die Haferschlehe wächst stark und erreicht eine beachtliche Höhe; sie ist höherwüchsig als die gewöhnliche Schlehe und weist weniger Dornen sowie größere Blätter auf. Sie gilt als anspruchslos und frosthart und ist an den mitteleuropäischen Klimarhythmus gut angepasst. Die Pflanze treibt im April aus und blüht ab Mitte April. Angaben zu Krankheitsanfälligkeit, Schnittverträglichkeit oder spezifischen Standortansprüchen liegen in den verfügbaren Quellen nicht vor.

**Geschmack und Verwendung:** Die etwa kirschgroßen Früchte besitzen ein typisches, süß-säuerliches Aroma, das kaum bittere Beimischungen zeigt. Sie können ab der zweiten Augusthälfte direkt vom Strauch genascht werden und eignen sich hervorragend zur Verarbeitung zu Marmelade, Gelee, Säften, Likören und Obstbränden. Die Früchte sollten nach der Reife zügig verarbeitet werden, da sie sonst von Vögeln oder Würmern gefressen werden oder faulen. Zur Lagerfähigkeit finden sich keine näheren Angaben.

**Frucht und Herkunft:** Die Früchte sind rundliche, dunkelblaue bis violett-schwarze Steinfrüchte mit weißer Bereifung und kurzem Stiel, etwa 1,5 bis 3 cm im Durchmesser. Das Fruchtfleisch ist fest und hell bis gelb, der Kern an beiden Enden spitz zulaufend und schlecht steinlösend. Die Haferschlehe ist in Deutschland schon lange heimisch und wurde bereits in der jüngeren Steinzeit genutzt. Der Pomologe Walter Hartmann unterscheidet innerhalb der Kriechen (Prunus insititia) die „Haferpflaume" (süßliche Früchte, kaum Gerbstoffe) von der „Haferschlehe" (bittere Früchte), wobei die Abgrenzung im Einzelfall schwierig sein kann und möglicherweise Verwilderungen alter Kulturformen oder Rückkreuzungen mit Zwetschgen vorliegen.

Nach Pflanzenwiki (susanna-komischke.de), Welterbe Mittelrheintal, ProSpecieRara, Heckentag und Walter Hartmann.

Quellen: Haferschlehe · Krieche, Haferschlehe aggr. · 1_11 Haferschlehe · Hartmann: Wildpflaumen – Vielfalt alter Landrassen · Schlottmann: Von Schlehen, Kricken, Kreeken, Bunten Pflaumen und Spillingen

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

BaumBongertPositionPflanzjahr
552Streuobstplantage RommelshardCC05a2026