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  "name": "Roter Boskop",
  "slug": "roter-boskop",
  "url": "https://treedoc.foxel.org/sorten/y3b3veqvt0/",
  "fruchtart": "Apfel",
  "species": "Malus domestica",
  "seit_jahr": 1923,
  "herkunft": "Deutschland, Rheinland",
  "ernte": {
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    "text": "Anfang Oktober – Mitte Oktober",
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  "genussreife": {
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    "text": "Anfang Dezember – Ende März",
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  "bluete": "früh bis mittelfrüh",
  "wuechsigkeit": "sehr stark",
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  "gefaehrdung": "Standardsorte",
  "verwendung": [
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      "name": "Tafelobst",
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  "synonyme": [
    "Roter Boskoop",
    "Schmitz-Hübsch"
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  "links": [
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  "notiz": "[Roter Boskop auf obstdoc](https://obstdoc.foxel.org/sorte/y3b3veqvt0/)\n\nRoter Boskoop:\n\n• hoher Zuckergehalt\n• breit anbaufähig, besser an gut\ndurchlüfteten Standorten\n• etwas schorfanfällig\n• starker Wuchs\n• Ertrag hoch, alternierend\n• verfügbar in Baumschulen\n\nSiehe auch [[Schöner aus Boskoop]]. Vermutlich Verlierer des Klimawandels.",
  "beobachtungen": "![](https://files.foxel.org/obsidian/L\u0026F/image%20197-d6fe484c2d9dee9ffba781693b182f76c1d39db38a82011f9854ccc9d3236ae9.jpg)",
  "literatur": "![](https://files.foxel.org/obsidian/L\u0026F/Pasted%20image%2020250911234405-435b318c03b11ed66b47e3b485f0af010f9a8f84731446081f16746672394056.jpg)",
  "generated": {
    "beschreibung": "Der Roter Boskop wächst sehr stark und bildet große, breitausladende, eher lockere Kronen, die mehr breit als hoch werden; Wuchs und Holz bleiben nach dem ARCHE-NOAH-Sortenblatt bis ins Alter gesund. Die Sorte ist triploid, bildet schlechten Pollen und ist nicht selbstfruchtbar; sie braucht daher zuverlässige Befruchtersorten, etwa Ananasrenette, Baumanns Renette, Boikenapfel, Champagnerrenette, Berner Rosenapfel, Gelben Bellefleur oder Zuccalmaglios Renette. Die Blüte erscheint früh bis mittelfrüh, hält lange an und ist gegen Witterungseinflüsse empfindlich; die Deutsche Genbank Obst verzeichnet die Sorte zudem als spätfrostempfindlich. Auf Sämlingsunterlage stellt sich der Ertrag erst sehr spät ein – er ist dann reich und großfrüchtig, bleibt aber unregelmäßig und neigt deutlich zur Alternanz. Zur Gesundheit liegen gestaffelte Einstufungen vor: Bannier/Meyer nennen nur eine geringe Anfälligkeit für Schorf und Läuse, das DLR Rheinland-Pfalz stuft die Anfälligkeit gegenüber Apfelschorf, Stippe, Mehltau, Feuerbrand und Blutlaus als mittel ein, und ARCHE NOAH erwähnt eine leichte Schorfanfälligkeit sowie Neigung zu Frostplatten an Stamm und Hauptästen. Gegenüber der grünen Stammform gilt die rote Mutante als etwas weniger anfällig. Der Boden soll nährstoffreich und nicht zu trocken sein; trockene, leichte Standorte eignen sich nicht, doch gilt die Sorte als etwas weniger anspruchsvoll als der Schöne von Boskoop. Sie gedeiht in wind- und frostgeschützten, luftfeuchten Lagen, hat keine hohen Wärmeansprüche und wird für Höhenlagen bis etwa 600 m angegeben. Als typische Streuobstsorte ist sie für Streuobstwiese und Garten geeignet, wird vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW als Streuobst-Anbausorte empfohlen und passt als Hoch- und Halbstamm auf Sämlingsunterlage ebenso wie als Niederstamm auf M9 oder M26 (auch für Obsthecken). Beim Schnitt genügt Auslichten; Einkürzen wirkt triebfördernd und fruchtbarkeitshemmend, und der Wuchs lässt sich zusätzlich über Sommerschnitt bremsen.\n\nDie Frucht ist säuerlich-aromatisch: Anfangs sauer, wird sie bald milder, süßer und aromatischer; die Säure fällt milder aus als bei grünschäligen Boskoop-Typen, das Fleisch ist weinsäuerlich und würzig. Im Geschmacksurteil von Bannier/Meyer erreicht die Sorte Note 2 (Skala: 1 = sehr gut). Sie gilt als bekannter Tafelapfel für die Winterlagerung und zugleich als Wirtschaftsapfel und ausgezeichnete Haushaltssorte; das DLR Rheinland-Pfalz nennt Backfrucht und Saftherstellung unter den Verwendungen, das Projekt 1000 Obstbäume hält sie für den Frischverzehr und alle Verwertungsarten geeignet. Geerntet wird Anfang bis Mitte Oktober (03.10.–17.10.), für volle Qualität möglichst spät; die Genussreife setzt je nach Standort im Dezember ein und reicht bis Februar, vereinzelt bis Ende März. Rund fünf Monate lagerfähig, reift die Sorte früher als die grünen Typen und hält sich entsprechend etwas kürzer; im Lager reagiert sie empfindlich auf Kälte und CO₂ und neigt zur Fleischbräune.\n\nPomologisch zählt der Roter Boskop zur Familie der Lederäpfel. Die Frucht ist groß bis sehr groß (80–90 mm breit, 60–73 mm hoch), flachkugelförmig, mittelbauchig, im Querschnitt teils kantig und sanft gerippt; auf gelber bis gelbgrüner Grundfarbe liegt eine flächige, karmesin- bis ziegelrote, teils dunkel- bis rotbraune Deckfarbe, in der noch Streifen sichtbar sind, und die raue Schale trägt wenig bis schuppige Berostung. Der Kelch ist geschlossen, der starke, holzige Stiel sitzt in tiefer, enger, stark berosteter Höhle; das hellgelbliche bis gelblichweiße Fleisch ist mittelmäßig saftig, bleibt bis November ziemlich fest und wird danach mürbe. Entstanden ist die Sorte 1923 im Rheinland als Knospenmutation des Schönen von Boskoop, die vom Züchter Schmitz-Hübsch aufgefunden und verbreitet wurde (Synonym: Schmitz-Hübsch). Die historische Obsttafel der Gartenzeitschrift „Nach der Arbeit“ (Nr. 258, 1935–1956) berichtet, dass der Pomologe Anton Kroneder der roten Spielart den Charakter einer eigenen Sorte zunächst absprach; heute führen sie unter anderem die Deutsche Genbank Obst und die Sortentabelle des DLR Rheinland-Pfalz als eigene Sorte. Die Beschreibung beruht vor allem auf dem Sortenporträt von H. J. Bannier beim Bergischen Streuobstwiesenverein, dem ARCHE-NOAH-Sortenblatt, der Sortentabelle des DLR Rheinland-Pfalz, dem Passport der Deutschen Genbank Obst und dem Porträt des Projekts 1000 Obstbäume für die Frankenalb.",
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        "title": "ARCHE NOAH – Sortenblatt „Roter Boskoop“ (PDF)",
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        "title": "DLR Rheinland-Pfalz – Sortentabelle Boskoop / Roter Boskoop",
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        "title": "Deutsche Genbank Obst – Sortenpass Roter Boskoop",
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      {
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        "title": "Historische Obsttafel Nr. 258 „Roter Boskoop“, Gartenzeitschrift „Nach der Arbeit“ (1935–1956), BUND-Lemgo-Datenbank",
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        "title": "Arboterra GmbH – Roter Boskoop (wurzelnackt)",
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  "herotext": "Roter Boskop ist eine deutsche Apfelsorte aus dem Rheinland, die seit 1923 bekannt ist. Geerntet wird sie von Anfang bis Mitte Oktober; nach einer Lagerung ist sie von Anfang Dezember bis Ende März genussreif. Im Anbau trägt der Baum hoch, alterniert dabei jedoch stark, und er gilt als etwas schorfanfällig.",
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      "kurz": "schorfanfällig",
      "titel": "Schorfanfällig · belegt mit: „etwas schorfanfällig“",
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