Apfel · Malus domestica
Der Welschisner ist ein alter Apfel aus Oberösterreich, der bereits um 1600 bekannt war. Geerntet wird er von Mitte bis Ende Oktober, genussreif wird die Frucht nach der Lagerung ab Januar und hält sich bis Ende Mai. Daneben findet die Sorte auch Verwendung im Obstbau selbst, da sie sich als Unterlage nutzen lässt und als Stammbildner geeignet ist. Auf schweren Böden gilt der Welschisner allerdings als anfällig für Obstbaumkrebs, was bei der Standortwahl zu bedenken ist.
Wirtschaftsobst Mostobst Dörrobst
Synonyme: Großer Böhmischer Brünnerling, Isnyer Jahrapfel, Steiner, Welsch Weinling, Welschecker
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Der Welschisner ist ein stark bis sehr stark wachsender Baum mit dichter Verzweigung, dessen Wuchskraft nach einer Darstellung bis ins hohe Alter anhält. Er gilt als typische Streuobstsorte und als außergewöhnlich robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Ansprüche an den Boden stellt er kaum: Auch auf armen Böden trägt er noch gut, trockene Standorte werden gut vertragen, während zu feuchte Standorte nur geringfügig toleriert werden. Als breit anbaufähige, klimarobuste Sorte eignet er sich besonders für raue Höhenlagen und wird dafür ausdrücklich empfohlen. Die späte, unempfindliche Blüte öffnet im Mai; da die Sorte triploid ist und nur schlechten Pollen bildet, benötigt sie Befruchtersorten (genannt werden u. a. Goldparmäne, Ontario, Weißer Klarapfel) und kann ihrerseits nicht als Befruchter dienen. Der Ertrag setzt spät ein und wird als mittelhoch bis hoch beschrieben; über seine Regelmäßigkeit gehen die Angaben auseinander (wechselnd bis regelmäßig). Die Früchte sitzen windfest am kurzen Stiel, können sich bei vollem Behang aber gegenseitig abdrücken.
Verwertungsseitig handelt es sich um einen klassischen Wirtschaftsapfel für Küche und Backofen sowie für Saft und Most; auch als Dörrobst taugt er gut, da sein Saftanteil recht niedrig ist. Frisch geerntet schmeckt er deutlich säuerlich mit geringem, wenig ausgeprägtem Aroma und wird erst nach monatelanger Lagerung genussreif, etwa ab Januar; dann hält er sich bis in den Mai. Bei Banniers Verkostungsskala (1 = sehr gut) erreichte er die Note 3−. Geerntet wird je nach Quelle Anfang bis Ende Oktober, überwiegend in der Monatsmitte bis zum Monatsende; im Lager welken die Früchte nicht und bleiben rund sieben Monate haltbar.
Die Frucht ist mittelgroß bis groß, flachrund bis kugelig und deutlich fünfrippig; auf der gelbgrünen Grundfarbe liegt eine verwaschen rote, flächige Deckfarbe mit „roten Bäckchen“. Der Kelch ist geschlossen, die Kelchgrube flach und weit, der Stiel sehr kurz, die enge Stielgrube berostet; das Fruchtfleisch ist fest und nur gering saftig. Entstanden ist die Sorte als Zufallssämling in Oberösterreich um 1600 (gesichert bekannt vor 1659); von dort breitete sie sich über Österreich und Süddeutschland aus und wurde früh in württembergischen Empfehlungslisten geführt. Neben dem Namen Welschisner laufen die Synonyme Großer Böhmischer Brünnerling, Welschecker, Welsch Weinling, Steiner und Isnyer Jahrapfel; möglicherweise existieren zwei Typen, ein kugelfrüchtiger in Baden-Württemberg und ein höher gebauter in Bayern. Heute ist die Sorte zerstreut verbreitet; Reiser bzw. Bäume sind über Baumschulen, die Deutsche Genbank Obst und den Pomologen-Verein erhältlich. Die Beschreibung stützt sich vor allem auf H.-J. Bannier (Bergischer Streuobstwiesenverein), die Merkmalsliste nach Richard Dahlem (obstgarten.biz), den Foliensatz der LWG Bayern sowie ergänzende Sortenporträts.
Quellen: Bergischer Streuobstwiesenverein – Welschisner (H.J. Bannier) · LWG Bayern – Empfehlung zu Apfelsorten für Cidre (Gleißner) · Wikipedia – Welschisner · selbstversorger.de – Apfel ‚Welschisner‘ · Plantura Magazin – Apfel ‚Welschisner‘ · Alte Obstsorten im Alpenvorland – Steckbrief Welschisner (G_2017_RO_13)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
#unterlage #stammbildner Kann wohl als Unterlage verwendet werden, gilt aber auf schweren Böden als krebsempfindlich.
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| 597 | Streuobstplantage Rommelshard | GG07a | 2025 |
| OSM-Knoten | Cultivar-Tag | Koordinaten |
|---|---|---|
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| 13910659334 | %!f(*float64=0xc00052e2d8), %!f(*float64=0xc00052e2e0) | |
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