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Karcherbirne

Birne · Pyrus communis

Die Karcherbirne ist eine alte Birnensorte aus Gaildorf in Baden-Würtürttemberg, die seit 1854 bekannt ist und 1999 zur Streuobstsorte des Jahres in Baden-Württemberg gewählt wurde. Sie gedeiht auch in rauhen Extremlagen und bringt dort hohe Erträge, im Alter entwickelt sie große, breit ausladende Kronen. Das herbe, säurebetonte Fruchtfleisch mit deutlicher Gerbsäure ergibt einen kräftigen Most und eignet sich zum Backen; geerntet wird von Ende September bis Mitte Oktober. Als triploide Sorte ist sie starkwüchsig und großfrüchtig, ihr Pollen ist für Befruchtersorten nur eingeschränkt brauchbar.

Herkunft
Gaildorf (Baden-Württemberg)
Seit
1854
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
breit
Ernte
Ende September – Mitte Oktober (09E-10C)
Blüte
mittelfrüh
Wikidata
Q1729056
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte

Mostobst Brennobst

Synonyme: Karchenbirne, Kargenbirne

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Karcherbirne wächst als triploide Sorte sehr stark und bildet im Alter mächtige, breite bis hochovale Kronen von eichenartigem Habitus. Sie ist wenig krankheitsanfällig und gilt als feuerbrandresistent; an den Blättern kann etwas Schorf auftreten, insgesamt ist sie aber eine gesunde, robuste Sorte. Die Karcherbirne stellt geringe Ansprüche an Boden und Lage und eignet sich auch für rauere Lagen und Höhenlagen. Der Ertrag setzt zuverlässig ein und ist hoch. Die Blüte erscheint mittelfrüh mit neun einzelnen Blüten je Knospe. Als triploide Sorte ist sie kein guter Pollenspender. Die Karcherbirne ist eine klassische Streuobstsorte, die für den extensiven, landschaftsprägenden Anbau auf der Streuobstwiese gut geeignet ist.

Die Früchte reifen von Ende September bis Mitte Oktober und haben ein kurzes Verarbeitungsfenster; sie sind nicht lange lagerfähig. Das grobzellige, cremefarbene Fruchtfleisch läuft nach dem Anschneiden schnell braun an und wird teigig. Der Geschmack ist herbsüß, saftig und würzig mit einer adstringierenden, herben Komponente – typisch für eine Mostbirne. Der hohe Zuckergehalt von etwa 17,5 % (66–80° Oechsle) macht sie wertvoll für die Most- und Obstbrandherstellung sowie zum Brennen und Dörren; sie eignet sich auch für die Sektherstellung. Als Tafelobst ist sie nicht geeignet.

Die Frucht ist klein bis mittelgroß (50–100 g), kreisel- bis kugelig-birnenförmig, oft mit einer schwachen Einschnürung um den Stiel („Kragen“), worauf wahrscheinlich der Name zurückgeht. Die Schale ist rau, von grüner Grundfarbe, sonnenseits gelbgrün, und hellt auch bei Vollreife nicht gelb auf. Auffällig sind die großen, graubraunen, fühlbar aufsitzenden Lentizellen. Um den Stiel zeigt sich oft eine Rostkappe. Der Stiel ist bis 3 cm lang, dünn und hellbraun. Der Kelch ist offen und leicht berostet. Die Sorte ist ein Zufallssämling aus Gaildorf bei Schwäbisch Hall und wurde 1854 von Eduard Lucas erstmals unter dem Namen Kargenbirne beschrieben. 1999 wurde sie in Baden-Württemberg zur Streuobstsorte des Jahres ernannt. Sie kommt heute noch in Altbeständen Süddeutschlands und Österreichs vor, besonders im Hohenloher Land.

Nach Jan Bade (Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt), Wikipedia, KOB Bavendorf und BOGL.

Quellen: Karcherbirne – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · Karcherbirne – Wikipedia · Karcherbirne – Kompetenzzentrum Obstbau-Bodensee · Karcherbirne – BOGL

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

In der Literatur

Gesunder, starker Wuchs.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.

Weitere OSM-Bäume 1

OSM-KnotenCultivar-TagKoordinaten
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