Apfel · Malus domestica
Nimmermür ist ein säurebetonter Wirtschaftsapfel aus dem Kreis Heinsberg in Rheinland, der seit 1829 bekannt ist. Die starkwüchsigen, gesunden Bäume tragen reich und regelmäßig und verlangen feuchten Boden, sind sonst aber anspruchslos. Die Früchte sind sehr lange lagerfähig und werden erst nach längerer Lagerung milder; vor allem eignen sie sich als kräftiger Most und zum Backen.
Wirtschaftsobst
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Nimmermür ist eine alte Apfelsorte aus dem Kreis Heinsberg (Rheinland), die bereits 1829 erwähnt wurde. Der Baum gilt als mittelstark wüchsig und wurde als Wirtschaftsobst genutzt. Weitere Angaben zu Wuchsform, Gesundheit, Ertragsverhalten oder Standortansprüchen liegen aus den verfügbaren Quellen nicht vor.
Die Früchte werden im pomologischen Vergleich als eher flach gebaut beschrieben, jedoch „zumeist höher gebaut" als etwa die des Schönen aus Pontoise; die Kerne sind vergleichsweise schmal. Über Geschmack, Reifezeit, Lagerfähigkeit oder konkrete Verwertungseignung geben die ausgewerteten Quellen keine Auskunft.
Die Sorte ist in mehreren Erhaltergärten des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt gesichert und wird dort als Edelreiser abgegeben. Historisch erscheint Nimmermür bei Theodor Engelbrecht („Bisher noch nicht beschriebene Apfelsorten", 1884–1889) sowie in Rudolf Kolocs „Obstsortenhandbuch" von 1948. Das LVR-Netzwerk Kulturlandschaft führt die Sorte in seiner Zusammenstellung „Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt!" (2017). Nach den vorliegenden Quellen.
Quellen: Engelbrecht: Bisher noch nicht beschriebene Apfelsorten (1884–1889) · LVR-Netzwerk Kulturlandschaft: Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland – neu entdeckt! (2017) · Schöner aus Pontoise – Sortenporträt (Pomologen-Verein) · Koloc: Obstsortenhandbuch – Äpfel und Birnen (1948)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Verlangt feuchten Boden, sonst anspruchslos, der Baum wächst anfangs stark, dann mittelstark und sehr gesund.
Die Sorte stammt möglicherweise aus Frankreich, die weiteren Namen Französischer Sauer oder Franse Sure deuten darauf hin. In der Literatur wird von einer ersten Anpflanzung der Sorte um 1840 durch den Botaniker Joseph zu Salm-Reifferscheidt-Dyck im Park seines Wohnbesitzes bei Jüchen im Rhein-Kreis Neuss berichtet. Die Sorte wurde nach 1840, vom Niederrhein ausgehend, überall verbreitet und ist daher überregional anzutreffen. In Schwaben wurden bisher nur einzelne Bäume gefunden. Der stark säuerliche Wirtschaftsobst ist sehr lange lagerfähig und wird erst nach längerer Lagerung milder. Die Früchte sind sehr druckfest. Die Bäume sind starkwücsig, gesund und sehr ertragsstabil.
Traditionelle Sorte im nördlichen RLP. Frucht bleibt lange fest und saftig (Nimmermür = nicht mürbe werdend).
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| 601 | Streuobstplantage Rommelshard | H03 | 2025 |