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  "herkunft": "Raum Aachen, „Münsterländchen“ (Kornelimünster, Münsterbusch, Brand, Schleckheim, Breinig); auch deutschsprachiges Belgien nördlich des Hohen Venns und grenznahe niederländische Dörfer",
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    "starkwüchsig",
    "vital"
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  "notiz": "[Münsterbirne auf obstdoc](https://obstdoc.foxel.org/sorte/wm831v5ter/)\n\nSehr #starkwüchsig , sehr #vital\n#Suchliste",
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    "beschreibung": "Die Münsterbirne wächst ausgesprochen stark und wird traditionell als Hochstamm veredelt, der 15 Meter und mehr hoch werden kann. Charakteristisch ist ihre Wuchsform: mächtige, trichterförmige bis hochrunde Kronen mit einem dominierenden Mittelstamm und steil hochstrebenden Leitästen, im unteren Stammbereich oft mit erkennbarem Drehwuchs. Die Bäume können sehr alt werden und bleiben lange tragfähig – ein Baumalter von 200 Jahren ist bezeugt; auch im hohen Alter sind sie meist noch vital und reagieren auf einen Verjüngungsschnitt mit kräftigem Neuaustrieb. Die Sorte gilt als recht robust gegen Krankheiten, ist jedoch nicht völlig frei von Schorf. Sie ist ein typischer Vertreter der Birnensorten, die an die schwierigen klimatischen Verhältnisse am Mittelgebirgsrand und an schwere, lehmig-tonige, häufig staunasse Verwitterungsböden angepasst sind. Die Blüte erfolgt früh bis mittelfrüh. Der Ertrag ist mittelhoch bis hoch, aber alternierend: Auf ein starkes Jahr folgt ein schwaches. Die Bäume eignen sich gut für die Streuobstwiese und prägen besonders zur Blütezeit die Landschaft ihres Heimatgebiets; früher standen sie oft in unmittelbarer Nähe landwirtschaftlicher Gehöfte, auf Viehweiden und in Obstgärten.\n\nDie Pflückreife liegt etwa Ende August bis Anfang September; genussreif bleiben die Früchte danach etwa zwei bis drei Wochen. Baumreif sind sie fest und gut transportfähig, mit beginnender Genussreife werden sie druckanfällig, und am Baum verbleibende reife Früchte fallen meist schnell ab und verderben in kurzer Zeit. Das beige-weiße Fruchtfleisch ist etwas griesig, hat mittleren Saftgehalt und neigt leicht zur Steinzelligkeit; je nach Standort und Jahreswitterung schmeckt die Frucht süß, aromatisch und würzig, kann aber auch ohne ausgeprägtes Aroma sein. Früher wurde die Münsterbirne als Tafelbirne geschätzt, diente aber ebenso als Wirtschaftsbirne zum Einkochen und zum Dörren – die getrockneten Birnen wurden bei Bedarf eingeweicht, gestrichen und unter anderem zum „Spießfladen\" verbacken. Heute wird die kleine, früh reifende, süß-aromatische Frucht wieder gern frisch verzehrt; weil sie relativ klein ist und an den hohen Altbäumen nur beschwerlich zu ernten, wird sie regional jedoch zunehmend seltener verwertet.\n\nDie Frucht ist klein bis mittelgroß (etwa 6–9 cm lang), hochgebaut kegel- bis birnenförmig und kelchbauchig, im Querschnitt etwas unrund. Auf der gelblich-grünen, trüb olivgelbgrünen Grundfarbe zeigt sich auf einem Achtel bis der Hälfte der Frucht eine dunkel- bis blutrote Deckfarbe; sonnenseits treten teils flächige, darauf fein golden bronzierte Berostungen auf. Die Schale ist glänzend und trocken, die großen Schalenpunkte sind auffallend eingesenkt, sodass die Fruchtoberfläche leicht uneben wirkt. Der Kelch ist mittelgroß bis klein und halboffen, der kurze bis mittellange, mitteldicke, holzige Stiel zu beiden Enden verdickt und teils kräftig braun berostet; die Kerne sind öfters taub. Als Verwechsler gelten die Holzfarbige Butterbirne und Clapps Liebling. Die Münsterbirne ist eine Lokalsorte des „Münsterländchens\" im Grenzbereich von Aachen und Stolberg (Kornelimünster, Münsterbusch, Brand, Schleckheim, Breinig) und findet sich darüber hinaus im deutschsprachigen Belgien nördlich des Hohen Venns sowie in grenznahen niederländischen Dörfern; im Aachener Raum ist sie wohl die bekannteste Birnensorte. Herkunft und Entstehungszeitpunkt sind unbekannt – Hinweise wie der 1646 erwähnte Grenzstein „Beirbvm\" bei Kornelimünster deuten ins 17. Jahrhundert oder früher, erstmals gedruckt wird sie 1820 in preußischen Verwaltungsakten erwähnt und vor rund hundert Jahren eindeutig in der Regionalliteratur (U. Dederichs, „Der Obstbau im Kreise Monschau\"). Die von Baumbesitzern teilweise unterschiedene „Doppelte Münsterbirne\" erwies sich in einer molekulargenetischen Untersuchung des LVR-Projekts „Lokale und regionale Obstsorten\" als identisch; als weiterer Name ist „Zuckerbirne\" überliefert. Die Sorte gilt als gefährdet und ist in der pomologischen Fachliteratur so gut wie nicht dokumentiert; im Aachener Raum bestehen noch zahlreiche meist weit über hundertjährige Altbäume (Obstbaumkataster der Biologischen Station: rund 70 Exemplare auf 40 Standorten, nach Recherchen von Slow Food Aachen einige hundert), doch übersteigt die Sterberate derzeit die Rate der Neupflanzungen deutlich. Seit 2017 ist die Münsterbirne Passagier der Arche des Geschmacks von Slow Food. Die Beschreibung beruht auf dem Sortenporträt von Hans-Joachim Bannier im Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt bzw. auf dem LVR-Sortenflyer der Biologischen Stationen im Rheinland („Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland\"), ergänzt durch Angaben von Slow Food.",
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        "title": "Münsterbirne",
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        "title": "Regionale Obstsorten im Rheinland – Münsterbirne (Flyer PDF)",
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  "herotext": "Die Münsterbirne ist eine Lokalsorte, die vor allem durch ihre auffällige Vitalität und ihren besonders starken Wuchs auffällt. Bäume dieser Sorte beanspruchen entsprechend Raum und werden groß, was bei der Wahl des Standorts und beim Abstand zu Nachbarpflanzungen berücksichtigt werden muss; auch der Schnitt richtet sich nach dieser Wuchskraft. Als regional gebundene Sorte ist sie über ihr Herkunftsgebiet hinaus kaum verbreitet.",
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