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    "Abbe Fetel",
    "Calebasse Abbé Fetel"
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  "notiz": "[Abate Fetel auf obstdoc](https://obstdoc.foxel.org/sorte/wfem12p7em/)\n\nWird als #unterlage erwähnt.",
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    "beschreibung": "Abate Fetel wächst schwach bis mittelstark und bleibt klein: Der Baum wird nach dem Sortenporträt des Bergischen Streuobstwiesenvereins nicht höher oder breiter als rund fünf Meter und eignet sich nur für kleine Baumformen wie Busch und Spalier – die historische Beschreibung empfiehlt ihn ausdrücklich für Busch, Spalier und Kleinformen im Hausgarten, während das heutige Porträt die Sorte wegen ihrer hohen Standortansprüche vor allem im gewerblichen Intensivanbau sieht; für den Hochstamm-Streuobstanbau taugt sie damit nicht. Die Wärmeansprüche sind sehr hoch: Benötigt wird eine warme, windgeschützte Lage, Höhenlagen werden nicht vertragen; nach einer Baumschulangabe gedeiht die Sorte oberhalb etwa 400 m ü. NN nur noch in Südlagen am Hang. Am Boden stellt sie geringere Ansprüche und nimmt auch mit magerem, sandigem Boden vorlieb – allerdings nur, wenn sie auf Wildling veredelt ist, denn auf Quitte ist der Baum nur kurzlebig. Die Anfälligkeit gegenüber Krankheiten wird als gering beschrieben, im Tabellenteil des Porträts werden jedoch Schorf (S) und Chloroseempfindlichkeit angegeben. Die Früchte sind windanfällig und neigen zum Fruchtfall, weshalb ein windgeschützter Standort empfohlen und die Ernte trotz Fallneigung möglichst spät durchgeführt werden sollte. Der Ertrag setzt früh ein und ist reich und regelmäßig; die Blütezeit liegt mittelfrüh bis mittelspät, und die Sorte gilt als guter Pollenbildner. Beim Schnitt werden Leitäste und Fruchtholz kurz gehalten, lange Fruchtruten sollen geschont und herabgebunden werden.\n\nDie Frucht ist eine edle Herbst-Tafelbirne: sehr saftig, süß, säurearm, edelaromatisch und feinwürzig. Geerntet wird je nach Quelle ab September bis Mitte Oktober; zu frühes Pflücken mindert die Qualität. Genussreif sind die Früchte von Oktober/November bis in den Dezember und lassen sich gut lagern – im Naturlager rund vier Monate, nach anderer Angabe bis Januar.\n\nPomologisch ist die Frucht groß bis sehr groß, lang ausgezogen flaschen- bis keulenförmig und erreicht etwa 12 cm Länge bei rund 7 cm Durchmesser. Die raue Schale zeigt eine unreif gelbgrüne, reif goldgelbe Grundfarbe, die meist großflächig braun berostet ist; die Punkte laufen teils zu kleinen Rostfiguren zusammen, Rost findet sich auch um Kelch und Stiel, sonnenseits tritt mitunter eine schwache Rötung auf. Der Kelch ist groß und offen, der Stiel kurz, dick und holzig-fleischig und sitzt durch einen Fleischwulst seitlich gedrückt. Das gelblichweiße Fleisch ist feinzellig, schmelzend und sehr saftig. Die Sorte entstand als Zufallssämling, den der namengebende Abbé Fétel 1866 nahe Chessy-les-Mines im französischen Département Rhône fand; erstmals beschrieben wurde sie 1886 in der Revue Horticole. Heute zählt Abate Fetel zu den Hauptsorten des Erwerbsanbaus, insbesondere in Italien, Chile und Argentinien, und ist nach der Conference die zweitwichtigste Sorte des gewerblichen Anbaus. Die Darstellung stützt sich vor allem auf das Sortenporträt von Jan Bade beim Bergischen Streuobstwiesenverein, die historische Beschreibung aus der Beilage „Nach der Arbeit“ (PDF der Obstsortendatenbank BUND Lemgo), das Passdatenblatt der Deutschen Genbank Obst und den Wikipedia-Artikel.",
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