Apfel · Malus domestica
Die Graue Herbstrenette ist ein Apfel alter Herkunft, der seit etwa 1670 bekannt ist; ob er aus England, Frankreich oder den Niederlanden stammt, ist ungewiss. Geerntet wird er von Ende September bis Anfang Oktober, genussreif wird die Frucht nach einer Lagerung von Anfang Oktober bis Ende Dezember. Sie gilt als sehr wohlschmeckend, saftig süß-säuerlich und mit bestem Aroma. An den Standort stellt die Sorte eine klare Anforderung: Staunässe wird nicht vertragen, feuchte Standorte sind zu meiden.
Tafelobst Wirtschaftsobst
Synonyme: Graue Herbst-Reinette
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Der Baum der Grauen Herbstrenette wächst mittelstark bis stark und bildet eine hochrunde, sparrige Krone mit relativ steilen Leitästen; im Alter entsteht eine breitgewölbte Kronenform. Die Sorte ist sehr robust und gilt als resistent gegenüber Schorf und Mehltau. Auf schweren, nassen Böden ist sie jedoch anfällig für Obstbaumkrebs, weshalb solche Standorte gemieden werden sollten. Auch zu trockene Böden sind ungünstig, da der Baum dann viele Früchte abwirft. Ansonsten stellt er keine hohen Ansprüche an Lage und Boden und ist allgemein anbaufähig, auch für Höhenlagen. Die Frosthärte des Holzes ist mäßig. Der Ertrag setzt früh ein und ist reich sowie regelmäßig; die Früchte sind allerdings nicht windfest. Die Blüte erscheint mittelfrüh, etwa zeitgleich mit der Goldparmäne; als Befruchter ist die Sorte wegen schlechten Pollens wenig geeignet. Der Baum wird für Streuobstwiese und Garten empfohlen, auch als Niederstamm lässt er sich ziehen.
Die Früchte schmecken süß mit feiner Säure und aromatischer Würze; die Schale bringt eine charakteristische Herbheit mit, die der Süße eine besondere Note gibt. Das Fruchtfleisch ist saftig, anfangs mittelfest, später weicher und stark verbräunend. Die Graue Herbstrenette ist ein sehr guter Tafelapfel, der direkt vom Baum gegessen werden kann, und eignet sich hervorragend für Apfelsaft, zum Backen und für Apfelmus. Die Pflückreife liegt zwischen Mitte September und Anfang Oktober, die Genussreife reicht von Oktober bis Dezember; die Lagerfähigkeit beträgt etwa zwei Monate, wobei die Früchte auf dem Lager leicht welken.
Die mittelgroße, in der Gestalt unregelmäßige Frucht ist rundlich, schwach kegelförmig und im Querschnitt oft kantig. Die ledrige Schale ist von gelbgrüner Grundfarbe, die auf dem Lager zu trübem Grüngelb aufhellt; eine Deckfarbe fehlt meist, sonnenseits kann ein goldgelber oder bräunlichroter Hauch auftreten. Typisch ist die unregelmäßige, fleckig graubraune Berostung. Das Fruchtfleisch ist grünlichweiß bis gelblich, fein, mürbe und saftreich. Die sehr alte Sorte wurde erstmals 1670 von Claude Saint-Étienne beschrieben; ihre genaue Herkunft ist ungewiss (England, Frankreich oder Niederlande). In Westfalen war sie Ende des 19. Jahrhunderts eine Hauptsorte und in fast jedem Obstgarten zu finden.
Nach H.-J. Bannier, C. Pfeffer und historischen Sortenbeschreibungen.
Quellen: Graue Herbstrenette – Bergischer Streuobstwiesenverein · Graue Herbstrenette · Graue Herbstrenette – Deutsche Genbank Obst (Passport) · Graue Herbstrenette – Wikipedia · Graue Herbstrenette – NABU Münster · Graue Herbstrenette – Nach der Arbeit (Obsttafel Nr. 162, 1935–1956) · Graue Herbstrenette – Engelbrecht: Deutschlands Apfelsorten · Graue Herbstrenette – Unsere besten Deutschen Obstsorten (Tafel Nr. 22)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Identisch mit Graue Renette? Feuchte Standorte meiden.
Eine steht bei L&B.
Sehr wohlschmeckend, saftig süß-säuerlich mit bestem Aroma. Früher unter dem Namen Lederapfel oder Rabaue bekannt. Reife: Ende September/Anfang Oktober (Carina Pfeffer)
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| 541 | Streuobstplantage Rommelshard | JJ04 | 2025 |
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