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Dülmener Herbstrosenapfel

Apfel · Malus domestica

Der Dülmener Herbstrosenapfel stammt aus Dülmen in Westfalen und ist seit 1870 bekannt. Er trägt auffallend große, schöne Früchte mit süß-säuerlichem Geschmack und ist roh bekömmlich. Geerntet wird von Anfang bis Mitte September; die Frucht reift unmittelbar danach und hält sich nur bis Ende September. Für die Mostbereitung gilt sie als zu flach, eignet sich aber als Tafelapfel für den direkten Verzehr im Herbst.

Herkunft
Dülmen (Westfalen)
Seit
1870
Wüchsigkeit
mittel
Wuchsform
pyramidal, später breitrund ausladend
Ernte
Anfang September – Mitte September (09A-09C)
Blüte
früh
Genussreife
Anfang September – Ende September (09A-09E)
Wikidata
Q1249717
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst

Synonyme: Dülmener Rose, Dülmener Rosenapfel

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum wächst kräftig, in der Jugend aufrecht und bildet mit Einsetzen des Ertrags eine breitrunde, ausladende Krone aus. Nach neueren Beobachtungen ist der Wuchs mittelstark und eher „krautig", was die Baumerziehung etwas erschweren kann. Die Leitäste stehen zunächst schräg aufrecht, später geneigt bis hängend; in der Ertragsphase genügt ein mäßiger Rückschnitt alle drei bis vier Jahre. Der Baum gilt als gesund, das große Laub wird selten von Schädlingen befallen. Die Sorte ist relativ schorffest, jedoch anfällig für sogenannte Topaz-Spots. An den Boden stellt sie keine hohen Ansprüche; auch auf leichten sandigen Böden entwickeln sich die Früchte gut und bleiben gesund. Die Blüte erscheint früh, ist von langer Dauer und gilt als wenig empfindlich gegen nasskalte Witterung, was die regelmäßige Tragbarkeit begünstigt. Auf Sämlingsunterlage setzt der Ertrag etwa im 7. bis 8. Standjahr ein; der Ertrag ist mittelhoch, die Sorte neigt zur Alternanz – ein Ausdünnen der Früchte wird daher empfohlen. Der Baum ist windanfällig. Vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW wird die Sorte als Streuobst-Anbausorte empfohlen, bei eingeschränkter Eignung für Garten und Streuobstwiese.

Der Dülmener Herbstrosenapfel ist ein saftiger, fruchtig-aromatischer Tafelapfel mit ausgewogenem Zucker-Säure-Verhältnis, gut gewürzt und von blumigem, teils pfirsichartigem Aroma. Er eignet sich auch als Wirtschaftsapfel. Geerntet wird ab Anfang bis Mitte September (nach der historischen Beschreibung bereits Ende August bei heller Schalenfärbung); die Genussreife tritt im September ein. Die Lagerfähigkeit beträgt etwa zwei Monate, in kühlen Höhenlagen auch bis in den Dezember. Die Früchte sind druckempfindlich und müssen sorgfältig behandelt werden; bei voller Genussreife sollten sie bald verbraucht werden, da sie leicht mehlig werden.

Die Frucht ist groß bis sehr groß, etwas breiter als hoch und durch breite Erhebungen unregelmäßig geformt. Die glatte, feste, fettige Schale ist am Baum grünlich-gelb und hellt zur Pflückreife auf; auf dem Lager wird sie goldgelb mit breiten rötlichen Streifen, Rostpunkten und Rostfiguren. Das Fruchtfleisch ist weißlich-gelb bis cremefarben, locker, feinzellig und saftig. Der Kelch sitzt offen in tiefer, von Rippen umgebener Einsenkung; der Stiel ist mittellang, dünn und holzig; die Stielhöhle eng und tief, schwach berostet. Die Sorte entstand wahrscheinlich um 1870 in Dülmen (Westfalen) als Zufallssämling der Sorte „Weißer Astrachan". — Nach der historischen Sortenbeschreibung der Obstsortendatenbank sowie H.-J. Bannier / Rolf Meyer (Bergischer Streuobstwiesenverein).

Quellen: Dülmener Herbstrosenapfel – Historische Sortenbeschreibung (Obstsortendatenbank) · Dülmener Rosenapfel (Bergischer Streuobstwiesenverein) · Dülmener Herbstrosenapfel – Wikipedia · Dülmener Herbstrosenapfel – Deutsche Genbank Obst · Dülmener Rosenapfel – GPO Gesellschaft für Pomologie und Obstsortenerhaltung Bayern · Dülmener Herbstrosenapfel – Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Druckempfindlich, nicht lange haltbar.

Eigene Beobachtungen

In der Literatur

Schöner, großer Apfel mit süß-säuerlichem, saftigem Fruchtfleisch und einem angenehmen Duft. Reife: September (Carina Pfeffer)

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

BaumBongertPositionPflanzjahr
edvCfsYObst-Arboreum Gut Leidenhausen

Bilder aus Wikipedia

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