Apfel · Malus domestica
Der Moseleisenapfel ist eine alte Apfelsorte mit Verbreitungsschwerpunkt im Saar-Mosel-Raum, im Rhein-Sieg-Kreis und am Mittelrhein. Er geht relativ bald in den Ertrag und stellt keine Ansprüche an Boden und Standort; die Früchte sind klein, aromatisch und lagern sich von der Ernte Mitte bis Ende Oktober bis weit in den Mai hinein als Genussreife. Der Wuchs bildet eine relativ schmale, hohe Krone. Als leicht schorfanfällig gilt die Sorte als anfällig für Schorf.
Wirtschaftsobst
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Der Moseleisenapfel wächst in der Jugend mittelstark bis stark und typisch dünntriebig. Er kommt relativ bald in den Ertrag, wodurch das Wachstum bald nachlässt; der Baum bildet daher nur eine knapp mittelgroße, relativ schmale, hohe Krone. Ältere, ungepflegte Bäume zeigen häufig einen asymmetrischen Kronenaufbau: ein besonders stark ausgebildeter Leitast auf nur einer Seite lässt die Krone schief erscheinen. Zur Erzielung eines kompakten, stabilen Kronengerüstes ist ein regelmäßiger Rückschnitt der Leitäste und Hauptseitenäste erforderlich. Die Blüte erscheint spät im Frühjahr.
Die Sorte gilt als anspruchslos bezüglich Boden- und Standortverhältnissen. Allerdings ist sie leicht schorfanfällig, weshalb gut durchlüftete Lagen vorzuziehen sind. Als relativ reichtragende, wenngleich kleinfrüchtige Sorte hat der Moseleisenapfel seinen Wert als robuste Sorte für ungünstige Lagen, in denen anspruchsvollere Apfelsorten nicht gedeihen.
Der Geschmack des Moseleisenapfels ist süß-säuerlich bis süß, jedoch ohne besonderes Aroma. Zum Frischverzehr fehlt ihm das Aroma vergleichbarer Tafeläpfel. Früher war die Sorte wegen ihrer langen Haltbarkeit als Tafel- und Wirtschaftsapfel für die häusliche Verarbeitung geschätzt; heute findet sie in erster Linie als Mostapfel Verwendung und eignet sich für Apfelsaft. Die Früchte werden in der zweiten Oktoberhälfte geerntet und halten sich auf dem Lager bis zum Frühjahr (April/Mai).
Die Früchte sind klein bis mittelgroß, die Deckfarbe ist trüb dunkelrot, bräunlich rot bis bläulich rot, flächig und verwaschen streifig, auf zwei Dritteln bis vier Fünfteln der Frucht. Die Frucht ist sehr fest, gut transportfähig und kaum faulend. Das Fruchtfleisch ist grünlich-weiß, gelegentlich unter der Schale etwas gerötet, fest und etwas mittelfeinzellig. Die Stielgrube ist eng bis mittelweit, mitteltief und klecksig-schuppig berostet; der Stiel ist kurz, mitteldick bis dünn und ragt nicht aus der Grube heraus. Der Verbreitungsschwerpunkt der sehr alten, in ihrer genauen Herkunft unbekannten Sorte liegt im Saar-Mosel-Raum, in Luxemburg, Belgien und am Mittelrhein. Im Rheinland ist sie im Rhein-Sieg-Kreis und am Mittelrhein gelegentlich noch in alten Streuobstbeständen zu finden. Der Moseleisenapfel wurde 2019 von den Gartenbauvereinen Saarland/Rheinland-Pfalz zur Streuobstsorte des Jahres gewählt. Er gilt als stark gefährdete Regionalsorte. Verwechslungen sind mit dem Roten Trierer Weinapfel, Roten Fresquin und Purpurroten Zwiebelapfel möglich.
Nach H.-J. Bannier.
Quellen: Moseleisenapfel – Bergischer Streuobstwiesenverein e.V. · Moseleisenapfel – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · Moseleisenapfel ist Streuobstsorte des Jahres 2019 – Pomologen-Verein · Moseleisenapfel – Gartenbauvereine Saarland/Rheinland-Pfalz
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Der Moseleisenapfel gilt als anspruchslos bezüglich Boden- und Standortverhältnissen. Allerdings ist die Sorte leicht schorfanfällig, weshalb gut durchlüftete Lagen vorzuziehen sind. Als relativ reichtragende (allerdings kleinfrüchtige) Sorte hat der Moseleisenapfel seinen Wert als robuste Sorte für ungünstige Lagen, in denen wertvollere Apfelsorten nicht gedeihen.
Ältere ungepflegte Bäume des Moseleisenapfels sind oft schon von weitem an einer sehr eigentümlichen Besonderheit im Kronenaufbau zu erkennen. Häufig haben die Kronen – nur auf einer Seite – einen besonders stark ausgebildeten Leitast, durch den die Krone stark asymmetrisch erscheint. Da der Moseleisenapfel ansonsten recht dünntriebig wächst, seine Äste unter dem Fruchtertrag bald nach unten hängen und der Baum selten starke Leitäste ausbildet, mag diese besondere Wuchserscheinung dadurch hervorgerufen sein, dass die ehemalige Stammmitte des Baumes schon früh unter Fruchtertrag abgekippt ist und nun als (starker) Seitenast erscheint, während ehemalige Oberseitenaustriebe inzwischen die neue Spitze des Baumes gebildet haben. In der Jugend wächst der Moseleisenapfel mittelstark bis stark und typisch dünntriebig. Zur Erzielung eines kompakten, stabilen Kronengerüstes ist ein regelmäßiger Rückschnitt der Leitäste und Hauptseitenäste erforderlich. Die Sorte kommt relativ bald in den Ertrag, wodurch das Wachstum bald nachlässt. Daher bildet der Baum nur eine knapp mittelgroße, relativ schmale, hohe Krone. Die Blüte im Frühjahr zeitigt spät.
Der Moseleisenapfel gilt als anspruchslos bezüglich Boden- und Standortverhältnissen. Allerdings ist die Sorte leicht schorfanfällig, weshalb gut durchlüftete Lagen vorzuziehen sind. Als relativ reichtragende (allerdings kleinfrüchtige) Sorte hat der Moseleisenapfel seinen Wert als robuste Sorte für ungünstige Lagen, in denen wertvollere Apfelsorten nicht gedeihen.
Baum mit typischer, asymmetrischer Krone sowie kleinen, festen und aromatischen Früchten.
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| o9s5Vmf | Obst-Arboreum Gut Leidenhausen | ||
| 481 | Streuobstplantage Rommelshard | C05 | 2025 |