Quitte · Cydonia oblonga
Vranja ist eine säurebetonte Quitte, deren kräftiger Most sich besonders als Verschnitt von Saft eignet. Die Frucht enthält auffällig viel Säure und lässt sich daher auch gut zum Backen verwenden. Gegen die Sorte spricht ihre Empfindlichkeit gegenüber Krankheiten: Sie wird oft von Fleischbräune befallen.
Wirtschaftsobst Brennobst
Synonyme: Riesenquitte aus Vranja
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Vranja ist eine mittelstark wachsende Birnenquitte mit auffallend großen Blättern und hoher ökologischer Anbaubreite. Sie zählt zu den bewährtesten Quittensorten überhaupt: Von 174 im Rahmen der Schweizer FRUCTUS-Inventarisierung untersuchten alten Quittenbäumen gehörten 90 zu dieser Sorte, deutlich mehr als zu jeder anderen. Die Sorte ist selbstfruchtbar, sodass auch ein Einzelbaum ohne Befruchter Früchte ansetzt. Wie alle Quitten blüht sie spät (Mai/Juni) und ist daher kaum spätfrostgefährdet; umso wichtiger ist die Gesundheit: Für Vranja wird auf der Geisenheimer Skala eine Feuerbrand-Befallsstufe von 7–8 angegeben (1 = resistent, 9 = extrem anfällig) und damit eine hohe Anfälligkeit gegen diese Bakterienkrankheit, zudem gilt sie als anfällig für die verbreitete Pilzkrankheit Quittenblattbräune. Deshalb wird ein sonniger, warmer Standort empfohlen – im Schatten befällt die Blattbräune Blätter und Früchte stärker, die Früchte bleiben kleiner und ärmer an Zucker. Wie alle Quitten mag Vranja durchlässige, humusreiche Böden ohne Staunässe; ihre Kalkempfindlichkeit wird als mittel eingestuft, auf kalkhaltigen Böden ab pH 7 reagieren Quitten mit chlorotischen Blättern. Die Frosthärte wird als empfindlich vermerkt, weshalb Quitten erst im ausgehenden Winter geschnitten werden sollten. In Baumschulen wird die Sorte unter anderem als Halbstamm und Hochstamm angeboten.
Die Früchte reifen im Oktober, Pflückreife etwa Anfang bis Mitte Oktober, und sind bis in den November genießbar; wie alle Quitten lassen sie sich insgesamt nur wenige Wochen lagern. Das Fruchtfleisch ist mittelfest und süßsäuerlich; als Birnenquitte hat Vranja weicheres Fleisch und weniger Steinzellen als Apfelquitten. Die FRUCTUS-Fachstelle berichtet gute Erfahrungen bezüglich der Qualität dieser Sorte. Rohe Quitten sind wegen Bitter- und Gerbstoffen kaum genießbar; die Frucht wird deshalb vor allem verarbeitet, typischerweise zu Gelée, Konfitüre, Quittenpästli oder gebrannt.
Die Frucht ist groß und birnenförmig mit goldgelber Schale. Vranja stammt aus Serbien und wurde 1898 eingeführt; sie gehört zu den fünf Quittensorten, die das Obstfachbuch der Eidg. Forschungsanstalt Wädenswil von 1997 aufführt, und ist bei Friedrich/Petzold (Obstsorten, 1993) unter dem Namen „Riesenquitte aus Vranja" gelistet. In der Schweiz ist sie die mit Abstand verbreitetste Quittensorte und wurde von FRUCTUS als „bekannteste und bewährte Sorte" bezeichnet; bekannte Sorten wie Vranja wurden zusammen mit den Neufunden der Inventarisierung in der Erhaltungssammlung in Unterlangenegg BE gesichert. Die Beschreibung stützt sich vor allem auf die FRUCTUS-Veröffentlichungen (Sortenseite, Schlussbericht der Quitten-Inventarisierung, Bulletin Quitten im Hausgarten) und die Hortipendium-Sortentabelle.
Quellen: Quitten – Fructus · FRUCTUS – Schlussbericht Inventarisierung Quitten · FRUCTUS – Die Quitte, Schweizer Obstsorte des Jahres 2017 · Unbekannte Sortenvielfalt – Schweizer Bauer / FRUCTUS · FRUCTUS-Bulletin Nr. 134 (Dez. 2019): Quitten im eigenen Hausgarten · Quittenanbau – Hortipendium · Vranja (wurzelnackt) – Arboterra GmbH i. L. (Shop) · Friedrich/Petzold: Obstsorten – 300 Obstsorten in Wort und Bild (Radebeul 1993), Sortenliste
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Auch Riesenquitte von Vranja. Besonders Säure haltig deswegen zum Verschnitt von Saft geeignet.
Oft von Fleischbräune befallen.
Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.