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  "fruchtart": "Apfel",
  "species": "Malus domestica",
  "seit_jahr": 1880,
  "herkunft": "Korbach, Nordhessen (Hessen)",
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    "text": "Mitte August – Ende August",
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    "bis": 23
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  "synonyme": [
    "Fliegenschisser",
    "Jagdapfel",
    "Mückenpisser",
    "Schmierlätzchen",
    "Schmärlätzchen"
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  "notiz": "[Korbacher Edelrenette auf obstdoc](https://obstdoc.foxel.org/sorte/vbqvhf53y0/)",
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    "beschreibung": "Der Baum wächst stark, mit lockerem Aufbau und guter Verzweigung; Altbäume zeigen meist einen ausgeprägten Drehwuchs (nach obstgarten.biz linker Drehwuchs). Im Alter bilden sich große, aufstrebende Kronen, die willig Fruchtholz ansetzen. Die Sorte gilt als sehr gesund und widerstandsfähig: Das Erhalternetzwerk beschreibt sie als ohne nennenswerte Krankheitsanfälligkeiten, die Deutsche Genbank Obst bewertete den Schorfbefall am Blatt als keine und an der Frucht als schwach, lediglich für Mehltau am Blatt wurde eine mittlere Anfälligkeit vermerkt. Sie ist frosthart, neigt jedoch zu Sonnenbrand. Bevorzugt werden kühlere und Höhenlagen; trockene und warme Lagen eignen sich nicht, und an windigen Standorten ist wegen Fruchtfall Vorsicht geboten – im Übrigen ist der Baum anspruchslos. Der Ertrag setzt mittelfrüh ein und fällt dann regelmäßig aus. Für die Streuobstwiese wird die Sorte als frühe und gesunde Tafelapfelsorte empfohlen, sie eignet sich auch für Straßenpflanzungen. Als nachteilig gelten die Kleinfrüchtigkeit und das kurze Reifefenster.\n\nDie Frucht ist ein Tafel- und Wirtschaftsapfel: festes, saftiges Fruchtfleisch von süßsaurer, aromatischer Art, das laut Steffen Kahl „den Namen Edelrenette verdient“; das Faltblatt nennt den Geschmack süßsauer, schwach aromatisch, bei hohem Polyphenolgehalt. Rudolph Goethe hatte den Apfel um 1880 als „guten Tafelapfel von reinem, edlem Geschmack“ beurteilt. Die Pflückreife beginnt Mitte bis Ende August (durchpflücken mit folgender Reife), die Haltbarkeit ist kurz mit rund drei bis vier Wochen im Kühllager.\n\nPomologisch handelt es sich um eine kleine bis mittelgroße, flachrunde bis flachkegelige, unregelmäßig geformte und mittelbauchige Frucht mit oft ungleichen Hälften und leicht kantigem Querschnitt. Die Schale wird fettig bis klebrig (daher der Name „Schmierlätzchen“), hellt von Hellgrün nach Gelb auf, trägt meist keine Deckfarbe, kann aber schwach rot gehaucht sein; markant sind die wenigen, großen rostartigen Lentizellen, denen die volkstümlichen Namen „Mückenpisser“ und „Fliegenschisser“ entstammen. Die Stielgrube ist mitteltief und mittelweit und trägt einen grobschuppigen, hellbraunen Rostklecks; der Stiel ist höchstens 1 cm lang, teils nur knospig. Die Kelchhöhle ist groß, trichter- bis becherförmig; das Kernhaus sitzt mittig, ist leicht geöffnet, mit breiten bogenförmigen Wänden und großen, voll ausgebildeten dunkelbraunen Kernen. Zur Verwechslung besteht mit dem Gelben Münsterländer Borsdorfer, der jedoch viel später reift. Die Herkunft der Sorte ist unbekannt; erstmals erwähnt wurde sie um 1880 unter dem Namen „Corbacher Edelreinette“ durch den Korbacher Lehrer Heinrich Münch, der den Baum im Garten seines Schwiegervaters fand. Bis 1891 erhielt der Apfel zwölf verschiedene Namen; die endgültige Benennung geht auf Rudolph Goethe an der Königl. Lehranstalt Geisenheim zurück, nachdem die Frucht auf der Internationalen Obstausstellung in Düsseldorf begutachtet worden war. Möglicherweise ist die Sorte älter und französischen Ursprungs – Hinweise deuten auf eine Verbreitung durch Hugenotten und auf den Korbacher Franzosen Marret, der die „Renette, die Corbachs Namen trägt“, verbreitet haben soll. Im benachbarten Wittgensteiner Land ist die gleiche Sorte als „Jagdapfel“ bekannt, was pomologisch-genetisch bestätigt wurde. Lange vom Aussterben bedroht (1995 waren noch 17 Bäume bekannt), konnte sie durch Pomologen wie Robert Jäger erhalten werden und wird seit etwa 25 Jahren erneut angepflanzt und in Baumschulen angeboten. 2024 wurde sie zur Hessischen Lokalsorte des Jahres gekürt; das Erhalternetzwerk führt sie als stark gefährdete Regionalsorte, hält den Bestand durch die Nachpflanzungen aber derzeit für gesichert. Die Beschreibung beruht vor allem auf dem Faltblatt der Landesgruppe Hessen (Text Steffen Kahl), dem Sortenportrait des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt (Jan Bade, nach Kahl/Scheibel 2023) und den Passdaten der Deutschen Genbank Obst; Literatur: Münch 1906, Kahl 2002, Kahl/Scheibel 2023.",
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        "title": "Deutsche Genbank Obst – Passdatensatz Korbacher Edelrenette",
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        "title": "Biobaumversand – Apfelbaum Korbacher Edelrenette (Verkaufsseite)",
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