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Gräfin von Paris

Birne · Pyrus communis

Die Gräfin von Paris, seit 1898 aus Dreux westlich von Paris bekannt, ist eine Winterbirne, die Ende Oktober vom Baum kommt und erst nach der Lagerung von Anfang Dezember bis Ende Februar zum Verzehr taugt. An warmen Standorten wird das Fleisch halbschmelzend bis schmelzend; auf kälteren Lagen reift die Frucht nicht aus. Der Ertrag setzt relativ früh ein und ist gut, die Fruchtqualität wechselt jedoch von Jahr zu Jahr stark. Schorf tritt kaum auf, und die Sorte gilt als Zukunftssorte im Klimawandel.

Herkunft
Dreux, Frankreich
Seit
1898
Wüchsigkeit
mittel
Wuchsform
breit
Ernte
Ende Oktober – Anfang November (10E-11A)
Blüte
früh
Genussreife
Anfang Dezember – Ende Februar (12A-02E)
Wikidata
Q2991069
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst

#gesund#zukunftssorte

Synonyme: Comtesse de Paris

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Sorte wächst mittelstark, verzweigt sich jedoch eher schlecht und neigt zu breiter als hoher Krone. Sie kommt früh in den Ertrag, der dann hoch und ziemlich regelmäßig ausfällt. Bei starkem Fruchtbehang ist eine Ausdünnung empfehlenswert, damit die Früchte ausreichende Größe und Geschmack erreichen; ein regelmäßiger Verjüngungsschnitt ist nötig. Die Gesundheit gilt allgemein als gut: Die Sorte ist kaum schorfanfällig, wenig anfällig für Birnengitterrost und Sonnenbrand. Sie eignet sich sowohl für Streuobst als auch für Garten und Hausverwertung. Die Blütezeit ist früh bis mittelfrüh; die Blüte reagiert etwas empfindlich auf Spätfrost. Die Früchte bleiben bis zur späten Ernte windfest.

Die Sorte stellt hohe Ansprüche an den Standort: Sie benötigt sehr warme, windgeschützte Lagen mit nährstoffreichem, ausreichend feuchtem, durchlässigem Boden. Bei entsprechend warmem Klima kann sie auch in mittleren Höhenlagen (bis etwa 350 m) überraschend gute Fruchtqualitäten hervorbringen. Auf kälteren Standorten reift sie nicht aus; für kalte und sehr nasse Lagen ist sie ungeeignet. In Mecklenburg wird sie nur für sandige, leichtere Böden empfohlen – auf Lehmböden reift sie dort in der Regel nicht aus. Während Trockenperioden sollte gewässert werden.

Das Fruchtfleisch ist an warmen Standorten halbschmelzend bis schmelzend, saftig süß mit geringer Säure und typisch würzigem Aroma; an kalten Standorten bleibt es eher rübig und ohne besonderes Aroma. Die Fruchtqualität schwankt von Jahr zu Jahr – in Jahren mit schlechter Witterung schmecken die Früchte nur rübig. Die Sorte ist in guten Jahren eine Tafelbirne, eignet sich aber auch für Kompott und Saft. Pflückreife Ende Oktober bis Anfang November, Genussreife Dezember bis Februar. Im Naturlager hält sie sich 2 bis 3 Monate; auf warmen Standorten kaum bis Weihnachten, auf kälteren und in kühleren Jahren auch bis Februar.

Die Frucht ist mittelgroß bis groß, länglich eiförmig, zum Stiel meist leicht eingezogen. Der dünne, etwa 20 mm lange Stiel sitzt auf und ist mit vielen hellen Lentizellen besetzt. Die Grundfarbe ist grünlich und hellt nach hellgelb auf; eine schwache hellorange Deckfarbe ist möglich. Vom Rostklecks am Kelch kann sich ein Netzrost über die Frucht ziehen. Die Schale ist dick und hart. Das Kernhaus ist klein mit geschlossener Achse. – Gezüchtet wurde die Sorte von W. Fourcine, einem Gärtner aus Dreux westlich von Paris, um 1884; erstmals beschrieben 1898 in der Revue Horticole. Die erste deutsche Beschreibung erschien 1913 in der Deutschen Obstbauzeitung. Seit den 1930er Jahren war sie in kaum einem Baumschulkatalog zu finden und gilt bis heute als Standardsorte. Sie ist in der offiziellen Vorschlagsliste für alte Streuobstsorten in Nordrhein-Westfalen enthalten.

Nach Jens Meyer (obstsortenerhalt.de), Jan Bade (bergischer-streuobstwiesenverein.de), Kerngehäuse e.V. (essbarer-naturpark.de) sowie der historischen Beschreibung der WUR.

Quellen: Gräfin von Paris · Gräfin von Paris - Bergischer Streuobstwiesenverein e.V. · Gräfin von Paris – Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft · Comtesse de Paris – WUR Speccol · Gräfin von Paris – Wikipedia · Comtesse de Paris – Deutsche Genbank Obst

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#gesund

gering bis mittelstark anfällig gegen Gitterrost. Guter und relativ früher Ertrag. Winterbirne. Funktioniert, schmeckt. Lagerfähig. Von Jan Bade zum weiteren Anbau empfohlen. "Bessere Rübe." #zukunftssorte

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 2

BaumBongertPositionPflanzjahr
XXIStreuobstplantage GartenfeldQ161930
0222024

Weitere OSM-Bäume 3

OSM-KnotenCultivar-TagKoordinaten
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Bilder aus Wikipedia

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File:Comtesse de Paris, Ailly-le-Haut-Clocher, Somme, Fr,Apple festival 03et04-11-2018 (60).jpg
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