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Büttners Rote Knorpelkirsche

Süßkirsche · Prunus avium

Die Büttners Rote Knorpelkirsche ist eine alte Süßkirsche aus Halle an der Saale, die seit 1795 bekannt ist. Geerntet wird sie von Mitte Juli bis Anfang August. Sie gilt als anspruchslos, robust und gesund, erreicht ein hohes Alter und eignet sich besonders für Feld- und Straßenpflanzungen; ihre Blüte ist gegen Frühjahrsfröste widerstandsfähig. Für einen Fruchtansatz benötigt die Sorte jedoch einen Befruchter in der Nähe, etwa Schneiders späte Knorpelkirsche, Kassins Frühe, Hedelfinger Riesenkirsche oder Fromms Herzkirsche.

Herkunft
Halle an der Saale
Seit
1795
Wüchsigkeit
mittel bis stark
Wuchsform
hochkugelig, später breitausladend
Ernte
Mitte Juli – Anfang August (07C-08A)
Blüte
mittelfrüh
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte

Tafelobst Wirtschaftsobst

Synonyme: Altenburger Melonenkirsche, Büttners Späte Rote Knorpelkirsche, Königskirsche, Melonenkirsche

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum der Büttners Roten Knorpelkirsche wächst kräftig und bildet zunächst eine hochkugelige, später eine breitere Krone; er bleibt gesund und erreicht ein hohes Alter. Der Ertrag setzt sehr früh ein und ist reich und regelmäßig – die Sorte setzt mit ihren Ernten kaum je aus –, weshalb sie in der älteren Literatur ausdrücklich für Feld- und Straßenpflanzungen und damit für den Hochstamm-Obstbau empfohlen wird. Die Blüte gilt als widerstandsfähig gegen Frühjahrsfröste; die Blätter erscheinen zugleich mit den Blüten. Die Sorte ist selbstunfruchtbar und braucht einen Befruchter; als Pollenspender werden Schneiders Späte Knorpelkirsche, Kassins Frühe, Hedelfinger Riesenkirsche und Fromms Herzkirsche genannt. Sie gilt als anspruchslos und robust und wird für sonnige Standorte empfohlen.

Die Früchte schmecken süß und sehr wohlschmeckend, mit fester, knorpeliger, ausreichend saftiger Fruchtfleischbeschaffenheit und – je nach Quelle – würziger, nur mäßiger Säure. Sie sind eine gute Tafelkirsche und eine vorzügliche Einmachfrucht; wegen des festen Fleisches lässt sie sich gut versenden. Die Reife fällt in die 5. Kirschwoche (nach Baumschulangaben 5. bis 6. Woche, etwa Mitte Juli bis Anfang August); die Früchte reifen langsam nach. Bei Regen neigt die Sorte zum Aufplatzen.

Die Frucht ist groß bis sehr groß (etwa 19–21 mm hoch, 22–24 mm breit), unregelmäßig gebaut, nach oben und unten stark abgestumpft und in der Mitte am breitesten; die Rückenseite ist stark abgeflacht und mit einer scharfen Linie versehen, die Bauchseite flach gefurcht. Der Stiel ist dünn und lang und sitzt in einer weiten, tiefen, zu den Nahtseiten hin flachgedrückten Einsenkung – ein Sortenmerkmal. Die Haut ist zäh, die Grundfarbe hellgelb mit leuchtend roter, flammenartig marmorierter Deckfarbe, die bei voller Reife fast die ganze Frucht überzieht und feine weiße Pünktchen zeigt; das Fleisch ist hellgelblich mit feinen roten Adern, der Stein klein und schlecht vom Fleisch lösend. Die Sorte gehört zu den ältesten deutschen Kirschsorten: Stiftsamtmann Carl Gottlieb Büttner in Halle an der Saale zog sie um 1795 aus Samen, 1807 gelangte sie an den Kirschenpomologen Christian Truchseß von Wetzhausen zu Bettenburg, der sie weiterverbreitete; Truchseß' „Systematische Klassifikation und Beschreibung der Kirschensorten“ (Stuttgart 1819) führt sie. Gebräuchliche Synonyme sind Büttners Späte Rote Knorpelkirsche, Altenburger Melonenkirsche, Melonenkirsche und (Querfurter) Königskirsche. Der Sorte sehr ähnlich ist die Große Prinzessin, deren Frucht am gleichen Standort etwas dicker ausfällt. – Nach der Sortentafel der Obstsortendatenbank (Illustrierte Wochenzeitung für Garten und Heim, Obsttafel 148), dem Sortenportrait von Annette Braun-Lüllemann auf obstsortenerhalt.de, der Sortenliste Truchseß 1819 (BUND Lemgo) und der deutschen Wikipedia.

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-08-11). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.