Birne · Pyrus communis
Die Doppelte Phillippsbirne ist eine alte Birnensorte, die 1847 in Belgien als Zufallssämling bekannt wurde. Sie gilt als windfest und gesund, wird als Zukunftssorte im Klimawandel bezeichnet und war 2006 Streuobstsorte des Jahres. Geerntet wird von Mitte September bis Anfang Oktober, genussreif ist die Frucht ab Anfang Oktober. Als Liebhabersorte ist sie ein schlechter Pollenspender und anspruchsvoll im Standort: Sie bevorzugt warme, leichte Böden.
Tafelobst Wirtschaftsobst
Synonyme: Albertine, Beurré de Mérode, Beurré de Mérode-Westerloo, Beurré de Westerloo, Double Philippe, Doyenné Boussoch, Doyenné de Mérode, Frühe Diel, Gros-Seigneur, Philippe Double, Poire de Mérode, Sommerdiel
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Die Doppelte Philippsbirne ist ein starkwüchsiger, triploider Baum, der auf Sämlingsunterlage eine breitkugelige, gut verzweigte Krone ausbildet und im Alter sehr groß werden kann. Die Kronentriebe sind lang und nehmen bald eine leicht hängende Form an. Sie lässt sich in verschiedenen Formen erziehen und eignet sich auch als Spalierbaum; auf Quitte ist eine Zwischenveredelung nötig. Wegen ihrer Wuchsstärke ist sie gut für Streuobst und Hochstammpflanzungen (Pflanzabstand 10 × 10 m) geeignet, für den Hausgarten dagegen weniger. Die Sorte kommt auch mit raueren Lagen Mitteleuropas bis in die Alpen (bis etwa 800 m Höhe) zurecht und ist windfest. Sie bevorzugt warme, leichte, tiefgründige Böden mit neutralem pH-Wert, stellt insgesamt aber keine hohen Ansprüche. Die Fruchtbarkeit setzt früh ein, die Erträge sind hoch.
Die Sorte ist wenig anfällig für Blatt‑, Trieb‑ und Fruchtschorf sowie die Birnenpockenmilbe, etwas anfällig für Sonnenbrand und die Weißfleckenkrankheit. Gegen Feuerbrand besteht jedoch eine starke Anfälligkeit. Kupferspritzmittel werden schlecht vertragen.
Die Blüte erscheint mittelfrüh bis früh (etwa sieben Blüten pro Blütenstand). Da die Sorte triploid ist, liefert sie keinen brauchbaren Pollen und ist auf Befruchtersorten angewiesen; geeignet sind etwa Clapps Liebling, Gellerts Butterbirne, Gute Luise, Köstliche aus Charneux und Williams Christ.
Die Früchte sind gute Tafelbirnen mit halb‑ bis vollschmelzendem, gelblichweißem, sehr saftreichem Fleisch. Der Geschmack wird in den Quellen unterschiedlich beurteilt: Jahn rühmt ihn als „weinartig, gezuckert, erfrischend“ mit feiner Muskatellernote, während andere ihn als vorwiegend süß mit leichter Säure und ohne besonderes Aroma beschreiben. Neben dem Rohgenuss eignen sich die Birnen für Saft, Kompott und zum Einkochen. Die Pflückreife liegt zwischen Mitte September und Anfang Oktober, je nach Witterung auch bis Anfang November; die Genussreife folgt ab Anfang Oktober. Unreif gepflückte Früchte bleiben sauer. Sie hängen windfest am Baum, sind nach der Ernte aber nur zwei bis vier Wochen lagerfähig und sollten bald verzehrt werden.
Die Frucht ist mittelgroß bis groß (etwa 65–100 mm hoch, 58–85 mm breit), breit kegelstumpfförmig bis dickbäuchig birnförmig, oben und unten abgeflacht, zum Stiel hin etwas eingezogen. Die Schale ist zunächst mattgrün und wird zur Reife hellgelb, gelegentlich einseitig zart gerötet, mit zahlreichen feinen bräunlichen Lentizellen und etwas Rost um Kelch und Stiel. Die Sorte wurde um 1800 in Belgien als Zufallssämling gefunden, von Jean‑Baptiste van Mons kultiviert und dem Grafen von Mérode‑Westerloo gewidmet (daher die Synonyme Beurré de Mérode, Doyenné de Mérode). 1847 wurde sie von Bivort als Philippe Double erstmals beschrieben. Der Name „Doppelte“ bezieht sich vermutlich auf die Unterscheidung von der kleinfrüchtigeren Sorte Philippe le bon. Sie war 2006 Streuobstsorte des Jahres (Verband der Gartenbauvereine Saarland‑Pfalz).
Nach Wikipedia, Jahn/Lucas/Oberdieck (1860), obstsortenerhalt.de und ProSpecieRara.
Quellen: Doppelte Philippsbirne · Doppelte Philippsbirne · Illustrirtes Handbuch der Obstkunde (Jahn/Lucas/Oberdieck 1860) – Doppelte Philippsbirne · Nach der Arbeit – Farbtafel Doppelte Philippsbirne · Doppelte Philippsbirne – Obstsortendatenbank BUND Lemgo
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Die Doppelte Philippsbirne ist #gesund, wächst stark und bildet auf Sämlingsunterlage eine breitkugelige und gut verzweigte Krone. Mag leichte Böden.
Herbstbirne. Von Jan Bade zum weiteren Anbau empfohlen. #zukunftssorte
Die Ernte erfolgt hartreif Anfang bis Mitte September. Sollte kurz vor Fruchtreife gepflückt werden. Mehrfaches Durchpflücken ggf bis in den Oktober. #windfest. Nach der Ernte halten die Früchte nur wenige Wochen. Als Tafelbirne für den Frischverzehr saftig und etwas herb aber nur von mittlerer Güte. Hervorragend für Saft oder Kompott. Beim Einkochen bleiben die Früchte hell. #starkwachsend, #langlebig,# groß, #hochkugelig #dichtVerzweigt. Festes, nicht brüchiges Holz; dominante Stammverlängerung mit steilen Gerüstästen. Blüte mittelfrüh und robust gegen Witterungseinflüsse. Ertrag beginnt früh bis mittelfrüh, dann hoch und regelmäßig. Robust gegen Schorf und breit anbaufähig. Gute Frosthärte, aber anfällig gegen Feuerbrand. Geeignet für Höhenlagen, Geschmacklich ehr Mittelmaß. (Äpfel und Birnen in Luxemburg)
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| 582 | Streuobstplantage Rommelshard | F10 | 2025 |
| 141 | Streuobstplantage Spechtsberg | F05 | 2025 |