Zwetsche · Prunus domestica
Die Hauszwetsche ist eine alte Zwetschensorte, die in Deutschland seit dem 17. Jahrhundert verbreitet ist; ihre genauere Herkunft ist unbekannt. Geerntet wird sie von Anfang bis Ende September. Die Früchte lassen sich vielseitig verwenden und eignen sich besonders gut für Mus und Kompott. 2012 wurde sie als Streuobstsorte des Jahres ausgezeichnet.
Tafelobst Wirtschaftsobst Brennobst
Synonyme: Basler Zwetsche, Bauernpflaume, Dro-Zwetsche, Pozegaca, Požegača, Prunus domestica 'Hauszwetsche', Quetsche Commune
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Die Hauszwetsche ist im Wuchs sehr starkwüchsig (Wuchstyp 1). In den ersten Standjahren ist nur ein sparsamer Auslichtungsschnitt empfehlenswert, der sich auf das Entfernen ganzer Äste beschränkt; ab dem Vollertrag wird ein stärkerer Fruchtholzschnitt nötig. Die Sorte ist anspruchslos an Standort und Boden und gedeiht auch in rauen, unkultivierten Böden sowie in feuchten Lagen; weniger geeignet sind trockene Standorte. Aufgrund ihrer guten Anpassungsfähigkeit an Boden und Klima ist sie die in Mittel- und Osteuropa am meisten angebaute Zwetschensorte. Sie vermehrt sich häufig sortenecht durch Wurzelausläufer. Die Blüte erscheint sehr spät und ist selbstfruchtbar. Der Ertrag setzt spät ein – etwa ab dem 6. Standjahr –, ist dann aber hoch und regelmäßig; in den ersten Jahren fällt die Frucht noch etwas kleiner aus.
Die Sorte ist hochgradig scharkaanfällig. Auch von Pflaumenrost, der Narrentaschenkrankheit und der Halswelke wird sie leicht befallen.
Die Frucht schmeckt würzig, süß mit leichter Herbe. Das grünlich- bis goldgelbe, feste Fruchtfleisch hat einen hohen Zuckergehalt (um 20 % Brix) und ist meist gut steinlösend. Die Hauszwetsche eignet sich sowohl als Tafelfrucht als auch zum Backen, Kochen, für Mus und Marmelade, zum Dörren und – wegen ihres hohen Zuckergehalts – zum Brennen. Geerntet wird je nach Typ in den ersten beiden Septemberdekaden (8.–10. Reifewoche) in ein bis zwei Pflückdurchgängen. Die Lagerung sollte vier Wochen nicht überschreiten.
Die Früchte sind klein bis mittelgroß (28–34 mm, bis etwa 30 g), länglich-oval mit aufgeworfenem Rücken und breitgedrückten Seiten. Die dünne Schale ist schwarzblau, stark blau beduftet und auf der Schattenseite rötlich überlaufen, mit zahlreichen feinen grauen Punkten sowie gelegentlichen Rostflecken. Die Sorte ist seit dem 17. Jahrhundert in Deutschland verbreitet; ihre genaue Herkunft ist unbekannt. Es existieren verschiedene Typen (z. B. die frühen Selektionen Gunser und Meschenmoser, die mittleren Wolff und Schüfer, die späten Etscheid, zum Felde und Purpurgold), die sich vor allem in der Reifezeit unterscheiden.
Nach Hortipendium, „Unsere besten Deutschen Obstsorten“ (Bechtholdverlag, ca. 1930) sowie Martin Balmer/Fischer.
Quellen: Hauszwetsche – Unsere besten Deutschen Obstsorten (ca. 1930) · Hauszwetsche – BUND-Lemgo Obstsortendatenbank (Übersicht) · Hauszwetsche – Naturpark Niederlausitzer Heidelandschaft · Hauszwetsche German Prune plum – Orange Pippin
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Für schwere Lehmböden geeignet
Altbekannte, geschmacklich sehr gute, vielseitig verwendbare Spätzwetschge, jedoch extrem scharkaanfällig, nur in scharkafreien Gebieten anpflanzen, selbstfruchtbar. Streuobstsorte 2012 (VdGBV Saar-RLP).
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| 044 | Streuobstplantage Gartenfeld | O12 | 2024 |
| DQOsiErKLCGH |
| OSM-Knoten | Cultivar-Tag | Koordinaten |
|---|---|---|
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