Apfel · Malus domestica
James Grieve ist ein Apfel aus Edinburgh, der seit 1890 bekannt ist. Die Sorte ist selbstfruchtend, trägt schon früh und reichlich und gilt geschmacklich als besonders gut. Geerntet wird von Ende August bis Anfang September; die Früchte sind von Anfang September bis Ende Oktober genussreif und damit nur kurz lagerfähig.
Tafelobst Wirtschaftsobst Mostobst Dörrobst Brennobst
#lecker#selbstfruchtbar
Synonyme: Frühe Cox's Orangenrenette
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Der Baum des James Grieve wächst in der Jugend kräftig, später nur mittelstark bis schwach, und baut eine zunächst aufrechte, dann mehr rundliche bis breite, offene Krone auf. Er trägt oft schon in der Baumschule und setzt reichlich Fruchtholz mit auffallend geformten Quirlholz an. Der Ertrag setzt früh ein, ist hoch und regelmäßig. Der Baum eignet sich als Halbstamm, für Kleinformen und den Hausgarten; für Streuobst-Hochstämme ist er weniger geeignet, in Feuerbrandgebieten für Hausgarten und Streuobstwiese nur mit Einschränkung zu empfehlen. In Kleinformen ist Doucin-Unterlage günstiger als Paradies, auf der er sich zu schnell erschöpft. Der Schnitt der Leitäste und des Fruchtholzes sollte kurz gehalten werden.
James Grieve ist anfällig für Obstbaumkrebs und Blutläuse sowie für Feuerbrand. Die Früchte gelten als schorffest, zeigen aber eine gewisse Anfälligkeit für sogenannte Topaz-Spots. Auf nassen Böden wird der Baum frostempfindlich und krebsig. Er gedeiht am besten in kalkhaltigen Lehmböden und allen nicht sauren Apfelböden, bewährt sich in sonniger Lage auch noch in Höhenlagen und ist breit anbaufähig bis in kühlere Lagen. Die Blüte ist mittelspät bis mittelfrüh, langanhaltend und wenig witterungsempfindlich; die Sorte ist ein guter Pollenspender. Die Früchte sind nicht sturmfest, und der Baum ist nicht sehr langlebig.
Die Frucht schmeckt würzig, aromatisch mit feiner Fruchtsäure – anfangs eher fest und säuerlich, bei voller Reife mürbe, saftig und angenehm süßsäuerlich. James Grieve eignet sich als Tafelapfel, wird aber auch zum Backen, für Mus und Kompott, zum Keltern sowie zum Brennen genutzt. Früher wurde er in Deutschland kommerziell zur Saftgewinnung angebaut. Die Pflückreife liegt je nach Region zwischen Mitte August und Anfang September; die schönsten Früchte können schon früher ausgepflückt werden, die übrigen reifen dann nach. Die Genussreife reicht von September bis Oktober. Die Früchte sind nur kurz lagerfähig, etwa drei bis vier Wochen.
Die Frucht ist mittelgroß bis groß, breiter als hoch, von gedrungen bis hochkugeliger Form. Die Schale ist glatt und glänzend, die Grundfarbe grünlichgelb, später zitronengelb, sonnenseits kräftig kirschrot verwaschen, geflammt und gestreift. Das Fleisch ist gelblichweiß, feinzellig und locker. James Grieve stammt aus Edinburgh: Der Obergärtner James Grieve zog den Zufallssämling – vermutlich aus einer Cox' Orangenrenette – heran; die Baumschule Dickson brachte ihn ab den 1890er Jahren in den Handel und beschrieb ihn 1893 erstmals. 1897 erhielt die Sorte den Award of Merit der Royal Horticultural Society. Es existieren mehrere rotfarbigere Mutanten, darunter Roter James Grieve (ca. 10 Tage später reifend) und Lired (Roosje). Nach H.J. Bannier, der Obstsortendatenbank („Nach der Arbeit“), WUR/Speccol und Wikipedia.
Quellen: James Grieve – Bergischer Streuobstwiesenverein · James Grieve – WUR/Speccol Fruitteelt · James Grieve – Obsttafel 'Nach der Arbeit' (PDF) · James Grieve – 1000 Obstbäume für die Frankenalb · James Grieve – BOGL · James Grieve – Obstsortendatenbank (Übersicht)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Angeblich #selbstfruchtbar. Bisschen empfindlich. #lecker
Schon früh sehr Ertragsstark.

| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| sTCtlQb | Obst-Arboreum Gut Leidenhausen |
| OSM-Knoten | Cultivar-Tag | Koordinaten |
|---|---|---|
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