Apfel · Malus domestica
Tafelobst Wirtschaftsobst
Synonyme: Horneburger
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Der Horneburger Pfannkuchenapfel wächst stark und bildet große, breitpyramidale, weit ausladende und lichte Kronen; die Sorte ist triploid. Nach dem Porträt von H.J. Bannier ist der Wuchs zuerst stark, dann mittelstark, die Äste sind kräftig, aber weniger gut verzweigt, und der Baum gilt als windfest; der Erhaltungsschnitt soll auf bessere Verzweigung zielen und ein vorzeitiges Vergreisen verhüten. Die Gesundheit ist insgesamt gut: Es tritt wenig Schorf auf; in warmen Lagen zeigt sich etwas Mehltau und die Früchte werden vermehrt wurmig, im Lager kommt Kernhausfäule bzw. Kernhausschimmel vor. Die Blüte ist mittelfrüh, lang anhaltend und witterungsunempfindlich; als triploide Sorte ist der Baum ein schlechter Pollenspender, geeignete Befruchtersorten gelten als nicht bekannt. Der Bodenanspruch ist gering, dennoch stellt die Sorte hohe Ansprüche an Boden- und Luftfeuchtigkeit und wächst auch auf moorigen Standorten; trockene Lagen meidet sie und leidet dort an Mehltau, dagegen ist sie gut für Höhen- und mittlere Lagen geeignet. Sie eignet sich für alle Baumformen und wird vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW als Streuobst-Anbausorte empfohlen. Der Ertrag setzt spät ein und fällt dann hoch und regelmäßig aus; die sehr großen Früchte fallen leicht schon vor der Fruchtreife und müssen gegebenenfalls vorzeitig ausgepflückt werden, zumal der richtige Erntezeitpunkt schwer zu bestimmen ist.
Die Frucht ist eine typische Wirtschafts- und Dauerlagerfrucht: groß bis sehr groß, fest und vorwiegend säuerlich; beim Backen bleibt das Fruchtfleisch fest und bräunt kaum, weshalb die Sorte als guter Back- und Musapfel gilt. Das anfangs feste, dichte Fleisch wird mit fortschreitender Lagerung mürber und milder, dann angenehm mild süßsäuerlich mit etwas Parfum; ab etwa Januar/Februar taugt die Frucht auch als (säuerlich-aromatischer) Tafelapfel. Eine Verkostung notierte würzigen Geruch nach süßen Beeren, ein gutes Säure-Zuckerverhältnis und einen samtigen, himbeerartigen Geschmack; das Fruchtfleisch bräunt wegen seines Vitamin-C-Gehalts langsam. Geerntet wird je nach Quelle Ende September bis Mitte Oktober; die Genussreife reicht von November bis März/April, die Früchte lagern rund sechs Monate.
Pomologisch: groß bis sehr groß (70–100 mm, Angaben um 79 × 86 mm), unregelmäßig und um die Blüte gerippt, kurz stumpfkegelförmig mit auffälliger Ungleichhälftigkeit, Querschnitt oval; Schale glatt, glänzend, am Lager fettig, Grundfarbe weißlichgelb bis gelb, Deckfarbe bis zu 50 % flächig rot, meist aber verwaschen, punktiert und gestreift, von Jahr zu Jahr stark schwankend; große Schalenpunkte, kein Rost; Stiel sehr kurz (meist unter 10 mm) in tiefer, unebener Höhle; Kelch halboffen bis geschlossen; Kernhaus klein mit weit offener Achse und offenen Kammern, meist ohne ausgebildete Samen. Die Sorte stammt aus Horneburg an der Niederelbe; einer Überlieferung zufolge entdeckte sie der Obstbauer Jacob Köpke um 1840 als Zufallssämling und vermehrte sie in Neuenkirchen, nach anderen Angaben entstand sie um 1875 aus einem Samen von 'Riesenboiken'. Sie war an der Niederelbe und den angrenzenden Gebieten stark verbreitet (1939 Spitzenplatz in einer Altländer Erntestatistik) und ist in Österreich zerstreut vor allem in höheren Lagen anzutreffen; 2016 war sie Streuobstsorte des Jahres in Norddeutschland. Die Darstellung beruht im Wesentlichen auf dem Sortenporträt von H.J. Bannier (Bergischer Streuobstwiesenverein) und dem Steckbrief von Roland Gaber (ARCHE NOAH).
Quellen: Horneburger Pfannkuchenapfel – Bergischer Streuobstwiesenverein · Horneburger Pfannkuchenapfel – Sortensteckbrief ARCHE NOAH (PDF) · Horneburger Pfannkuchenapfel – Heimatlexikon, Austria-Forum · Horneburger Pfannkuchenapfel – NABU Dassel-Einbeck · Apfelbaum, Winterapfel 'Horneburger Pfannkuchenapfel' – Schwerdtfeger Obstbaumschulen · Apfel 'Horneburger Pfannkuchenapfel' – Native Plants Pflanzenversand · Winterapfel 'Horneburger Pfannkuchenapfel' – Garten Schlüter · Apfelbaum Horneburger Pfannkuchenapfel – Bioland Baumschule Pflanzlust
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| 35w4t | Eiserwarr |