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Grünapfel

Apfel · Malus domestica

Der zwischen Koblenz und Bonn beheimatete Grünapfel, seit 1884 bekannt, ist ein außergewöhnlich vitaler und starkwüchsiger Baum mit hoher Regenerationsfähigkeit. Er trägt reich und regelmäßig, die Früchte lassen sich von Dezember bis Ende Mai lagern. Die Sorte ist allerdings schorfanfällig, was sie für den erwerbsmäßigen Anbau ohne Pflanzenschutz weniger geeignet macht. Geerntet wird von Mitte bis Ende Oktober.

Herkunft
rechtsrheinischer Bereich zwischen Koblenz und Bonn
Seit
1884
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
hochkugelig
Gefährdung
gefährdet
Ernte
Mitte Oktober – Ende Oktober (10C-10E)
Blüte
spät
Genussreife
Anfang Dezember – Ende Mai (12A-05E)
Wikidata
Q106398789
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Wirtschaftsobst Mostobst Brennobst

#regenerationsfähig#starkwüchsig#vital

Synonyme: Westerwälder Grünapfel

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum des Grünapfels ist starkwüchsig und bildet große, im Alter meist hochkugelige, manchmal auch breitkugelige Kronen. Auffallend sind die stark wachsenden, zunächst steil und peitschenförmig stehenden Leitäste, die bei Fruchtbehang allmählich abkippen. Die Sorte besitzt eine außerordentliche Vitalität und Regenerationsfähigkeit – Leitäste, im Extremfall ganze Kronen, können nach Astbruch oder Rückschnitt komplett neu aufgebaut werden. Der Ertrag setzt spät ein, danach trägt die Sorte relativ reich und regelmäßig bei nur geringer Alternanz. Die Blüte erscheint spät, etwa zeitgleich mit der des Rheinischen Winterramburs.

Der Grünapfel gedeiht sehr robust und ist breit anbaufähig: Er kommt sowohl in Weinbergslagen als auch auf lehmig-tonigen, teils staunassen Böden in feucht-schattigen Bachtälern zurecht. An keinem Standort konnten Krankheiten wie Krebs oder Mehltau beobachtet werden, allerdings ist die Sorte etwas anfällig für Schorf, weshalb auf gute Durchlüftung des Standortes geachtet werden sollte. Alles in allem gilt der Grünapfel als robuste und lohnende Streuobstsorte gerade für schwierige Standorte, an denen andere Obstsorten versagen. Der Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW empfiehlt ihn als Streuobst-Anbausorte.

Geschmacklich ist der Grünapfel vorwiegend säuerlich ohne besonderes Aroma. Er wird in erster Linie als Wirtschaftsapfel für den Winter oder als Mostapfel genutzt, eignet sich aber auch sehr gut zum Brennen und ergibt einen qualitativ hochwertigen Apfelbrand. Die Pflückreife liegt etwa bei Mitte bis Ende Oktober; auch nach dem ersten Frost liegendes Fallobst ist noch verwertbar. Genussreif bleiben die Früchte bis weit ins Frühjahr hinein (April/Mai), wobei sie ab Januar etwas mürbe werden.

Die Frucht ist mittelgroß bis groß, abgerundet kegelförmig bis hochrundlich und relativ ebenmäßig. Die Grundfarbe ist bei Pflückreife trüb flaschengrün bis olivgrün, auf dem Lager hellt sie sehr spät zu einem trüben olivgrünlichen Gelb bis freundlichen Gelb auf. Die Deckfarbe ist kurz-streifig und marmoriert, baumfrisch trüb bräunlichrot, später orangerot bis rot, auf etwa einem Fünftel bis zwei Dritteln der Frucht. Das Fruchtfleisch ist grünlich-weiß, fest, mittelfein bis grobzellig und mittelstark verbräunend. Der Grünapfel wurde 1884 im Vereinsblatt des Deutschen Pomologen-Vereins erstmals beschrieben und war bereits im 19. Jahrhundert im rechtsrheinischen Bereich zwischen Koblenz und Bonn verbreitet. In den Streuobstbeständen des Westerwalds und des rechtsrheinischen Rhein-Sieg-Kreises findet er sich noch relativ häufig, außerhalb dieser Regionen ist er dagegen selten.

Nach H.-J. Bannier.

Quellen: Grünapfel R – Pomologen-Verein Sortenportal · Grünapfel (Syn. Westerwälder) – Bergischer Streuobstwiesenverein · Grünapfel – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#vital #regenerationsfähig #starkwüchsig #unterlage

Bei Rittaler im September 2024 als Hochstamm bestellt. Wurde nie geliefert.

Etwas anfällig für Schorf, aber ansonsten sehr gesund.

Starkwüchsig. Die Sorte besitzt eine außerordentliche Vitalität und Regenerationsfähigkeit.

durchlüftete Standorte

HB hat viele Bäume auf Grünapfel veredelt.

Kann nasse, schwere Standorte.

In der Literatur

Traditionelle Sorte im rechtsrheinischen Bereich zwischen Bonn und Koblenz sowie im Westerwald. Baum sehr regenerationsfähig und vital.

Der Baum des Grünapfels ist starkwüchsig und bildet große, im Alter meist hochkugelige, manchmal auch breitkugelige Kronen. Auffallend sind die stark wachsenden, zunächst steil und peitschenförmig stehenden Leitäste, die bei Fruchtbehang allmählich abkippen. Die Sorte besitzt eine außerordentliche Vitalität und Regenerationsfähigkeit. Leitäste (im Extremfall ganze Kronen) können (z.B. nach Astbruch oder Rückschnitt) komplett neu aufgebaut werden. Die Blüte des Grünapfels im Frühjahr zeitigt spät, etwa zeitgleich mit der des Rheinischen Winterrambur. Die Sorte trägt relativ reich und regelmäßig, bei nur geringer Alternanz zwischen höheren und niedrigeren Erträgen.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

BaumBongertPositionPflanzjahr
600Streuobstplantage RommelshardI022025