Birne · Pyrus communis
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Die Hopfenbirne ist eine alte, in Deutschland besonders in Thüringen verbreitete Sommerbirne, die vor allem von Diel beschrieben wurde. Der Baum wächst groß und schön, trägt früh und reichlich. In der Gegend von Saalfeld war die Sorte unter dem Namen ‚Stieglitzbirne‘ weit verbreitet und bildete einen Hauptgegenstand des dortigen Obsthandels – laut den Autoren des Illustrierten Handbuchs pflanzte dort jeder am liebsten einen Stieglitzbirnbaum. Die Sommertriebe sind gelbbraun bis rötlichgelb und nur wenig punktiert. Die Blätter sind eiförmig mit meist langer, auslaufender oder aufgesetzter, oft scharfer Spitze, an jungen kräftigen Bäumen bis 2 Zoll breit und 3½ Zoll lang, meist etwas wollig, ganzrandig, langgestielt, schiffförmig, die Endspitze stark nach unten gekrümmt, ziemlich dunkelgrün und glänzend.
Die Frucht ist kreiselförmig bis abgestumpft kegelförmig, zuweilen etwas birnförmig, in schönster Ausbildung 1½ bis 2 Zoll breit und ebenso hoch, oft aber kleiner und schmaler. Die Schale ist gelbgrün, später grünlichgelb, bisweilen mit etwas trübem, fast streifenartigem Rot oder nur rötlichen Punkten, mit vielen feinen gelbgrauen Punkten und etwas Rost, besonders um Kelch und Stiel. Der Kelch ist klein, graublättrig, oft unvollständig und hornartig, offen, flach. Der Stiel ist dünn, 1 bis 1½ Zoll lang, obenauf oder in schwacher Vertiefung. Das Fleisch ist mattweiß, nicht zu saftreich, etwas fest, fast brüchig, bei voller Reife fast halbschmelzend, im Kauen rauschend, mit einem angenehm rosenartigen Zuckergeschmack. In Menge riecht die Frucht stark muskirt.
Die Hopfenbirne reift Ende August bis Anfang September und hält sich etwa 14 Tage. Sie eignet sich außer zum Rohgenuss besonders zum Kochen und Mosten und findet auf den Märkten guten Absatz. Diel bewertet sie als sehr gute Sommerbirne für Tafel und Wirtschaft. Synonyme sind Rosenbirne, Stieglitzbirne, Zuckerbirne und Zeder. Bereits 1766 führt Knoop eine ‚Bergamotte d'Été‘ unter dem Namen Hopfenbirne.
Nach Lucas, Oberdieck: Illustriertes Handbuch der Obstkunde; Knoop/Huth: Pomologia (1766).
Quellen: Hopfenbirne – Illustriertes Handbuch der Obstkunde (PDF) · Hopfenbirne – Obstsortendatenbank BUND Lemgo · Huth/Knoop: Pomologia (1766) – Hopfenbirne als Bergamotte d'Été · Hinkert: Handbuch der Pomologie Band II – Birnen (1836) · Kleine lange Sommermuskateller – IH (mit Hinweis auf Hopfenbirne)
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Beschrieben bei Lucas, Oberdieck: Illustriertes Handbuch der Obstkunde, Stuttgart 1859-1875](http://obstsortendatenbank.de/osdb/ih/hopfenbirne_ih.pdf)
Früh tragend.
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| 463 | Streuobstplantage Rommelshard | E07 | 2025 |