obstdoc — Paafenapfel

Paafenapfel

Apfel · Malus domestica

Herkunft
Südliches Bergisches Land (Bergische Lokalsorte)
Wüchsigkeit
mittel
Wuchsform
aufrecht
Gefährdung
vom Aussterben bedroht
Ernte
Anfang Oktober – Mitte Oktober (10A-10C)
Blüte
mittelfrüh
Genussreife
Anfang Oktober – Ende Januar (10A-01E)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Tafelobst Wirtschaftsobst

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Paafenapfel wächst mittelstark und aufrecht und bildet eine nur mittelgroße Krone; das Datenblatt des Luthers-Apfelbäumchen-Projekts nennt den Wuchs dagegen stärker und verweist auf den entsprechenden Platzbedarf. Im heimischen Verbreitungsgebiet im Bergischen Land wächst der Baum nach Hans-Joachim Bannier gesund, ist robust gegen Schorf und Krebs und stellt insgesamt wenig Ansprüche an Boden und Klima. Das Blatt ist typischerweise klein, die Blüte erscheint mittelfrüh. Die Sorte kommt mittelfrüh in den Ertrag; dieser ist relativ regelmäßig, mit stärkeren und schwächeren Ernten im Wechsel. Am älteren Baum und ohne Schnittpflege werden die Früchte deutlich kleiner, sodass eine regelmäßige Schnittpflege angezeigt ist. Die Früchte hängen auch bei Wind relativ fest am Baum. Als diploide Sorte gilt der Paafenapfel als guter Pollenspender bzw. Befruchter für andere Apfelsorten. Die bekannten Bäume stehen auf Streuobstwiesen im Oberbergischen; die Sorte ist zudem in Erhaltungssammlungen vertreten (u. a. BSOWV-Sortengarten Kürten-Bechen, Akzession A-15021 des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt).

Das Fruchtfleisch ist grünlich-gelblich-weiß, fest, mäßig saftig und etwas aromatisch; nach längerer Lagerung, etwa ab Weihnachten, wird es mürbe und trocken. Die Pflückreife liegt nach Bannier etwa Anfang bis Mitte Oktober, die Verwendbarkeit reicht bis etwa Januar. Das Datenblatt des Luthers-Apfelbäumchen-Projekts gibt die Pflückreife hingegen mit Mitte bis Ende Oktober und die Genussreife mit Dezember bis März an und empfiehlt die kleinen Früchte vor allem als Lager- und Wirtschaftsapfel für Bratäpfel, wo sie sehr aromatisch seien; insgesamt wird die Sorte als Tafel- und Wirtschaftsobst geführt.

Die Frucht ist typisch klein, hochgebaut und kegelförmig, im Querschnitt deutlich kantig mit Kanten über die ganze Frucht. Die Grundfarbe ist trüb gelblich-grün und wird in der Reife grünlich-gelb; die Deckfarbe ist bräunlich-rot bis dunkelrot, verwaschen streifig, und überzieht ein Drittel bis fast die gesamte Frucht. Die faltige Kelchgrube ist von wulstigen Höckern umgeben, die als Kanten über die Frucht laufen; die Kelchhöhle ist becherförmig und relativ groß, die Kerne kastanienbraun. Über die Herkunft der Sorte ist nichts Näheres bekannt; sie trat nur im südlichen Bergischen Land auf und ist namentlich noch aus Morsbach, Reichshof, Nümbrecht und Waldbröl (Oberbergischer Kreis) bekannt, wo heute nur noch wenige Bäume stehen — Baumschulen haben sie seit vielen Jahrzehnten nicht mehr angeboten. Der Steckbrief stammt von Hans-Joachim Bannier und wurde im LVR-Projekt „Lokale und regionale Obstsorten im Rheinland“ (Handbuch, 2010) veröffentlicht; als mögliche Verwechsler nennt er Keuleman, Strauwaldts Parmäne und Roter Keuleman.

Quellen: Paafenapfel · Paafenapfel – Datenblatt Luthers Apfelbäumchen · Paafenapfel – Hof Großlöderich – Notizen

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Siehe Bergische Lokalsorten.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

BaumBongertPositionPflanzjahr
QWyHHoQSortenerhaltungskultur Bergheimer Dreieck