obstdoc — Bouche de Bétizac

Bouche de Bétizac

Kastanie · Castanea sativa

Herkunft
Frankreich, INRA-Station Malemort-sur-Corrèze bei Brive
Wuchsform
aufrecht
Gefährdung
in Baumschulen erhältlich
Blüte
astaminat, pollensteril

Tafelobst

Synonyme: Bouche de Belciac

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Nach allen auffindbaren Quellen handelt es sich um die Edelkastanien-Hybride 'Bouche de Bétizac' (Zuchtnummer CA125). Der Baum wächst ziemlich stark und bemerkenswert aufrecht mit geradem Wuchs; er kommt rasch ins Tragen und liefert dann gute, regelmäßige Erträge (im französischen Anbau durchschnittlich rund 3 t/ha), was ihn zusammen mit 'Marigoule' zur derzeit meistgepflanzten Sorte der französischen Kastanienhaine macht. Der Austrieb ist ziemlich früh, entsprechend wird Empfindlichkeit gegen Frühjahrsfröste angegeben; als weitere Schwächen nennt die Literatur den Kastanienwickler und die Fruchtfäule, während die Sorte gegenüber der asiatischen Kastaniengallwespe Feldresistenz zeigt. Die Blüte ist astaminat, die Sorte bildet keinen Pollen und braucht daher Befruchtersorten, stellt dabei aber wenig Ansprüche an die Bestäubung; geeignet sind langstäublige C.-sativa-Sorten wie 'Belle Épine', 'Marron de Goujounac' und 'Marron de Chevanceaux', schwächer wirken die Hybriden 'Bournette', 'Précoce Migoule', 'Maraval' und 'Marsol'. Als Unterlage werden 'Marsol' oder 'SPR' empfohlen; die früher üblichen Unterlagen 'Ferrosacre' und 'Marlhac' erhöhen die Spätfrostempfindlichkeit. Klimatisch proved sich die Sorte nach US-amerikanischen Erfahrungen ebenso in der Hitze des kalifornischen Zentraltals wie in kühleren Lagen; sie steht verbreitet in Südwesteuropa und im Westen der USA.

Die Früchte reifen früh bis halbfrüh und dienen dem Frischverzehr; als geröstete Maroni ('marron grillé') gelten sie als gut, für einen Hybrid sogar als sehr gut aromatisch, wobei das Sortenblatt nach Breisch den Geschmack nüchtern als mittel einstuft. Die Schale lässt sich leicht lösen, die Lagerfähigkeit wird als mittelmäßig angegeben.

Die Frucht ist groß bis sehr groß (20–25 g), kurz flach-elliptisch und hell rotbraun ('châtain rouge clair'), dunkelt aber schnell zu mattem Dunkelbraun nach; im Inneren finden sich 8–25 % Trennwandbildung, bei großen Kalibern mehr, und je Stacheligel reifen meist drei Früchte, deren mittlere oft flach ausfällt. Die Sorte wurde 1962 vom INRA an der Station Malemort-sur-Corrèze bei Brive aus der kontrollierten Kreuzung 'Bouche rouge' (Castanea sativa) × 'CA04' (Castanea crenata) gezüchtet und 1992 von Craddock und Pellegrino in die USA eingeführt. Die Beschreibung beruht auf dem Sortenporträt der französischen Wikipedia (nach Breisch, "Châtaignes et marrons", CTIFL 1995) und dem Porträt der Chestnut Improvement Network.

Quellen: Bundessortenamt – Gesamtliste Obst: Walnuss (GLO_WAL)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

BaumBongertPositionPflanzjahr
607Streuobstplantage RommelshardD032025