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Paulsbirne

Birne · Pyrus communis

Die Paulsbirne fällt vor allem durch ihren gesunden, starken Wuchs auf und bringt damit die Wüchsigkeit mit, die kräftige Bäume und ausreichend Standraum voraussetzt. Dem steht eine deutliche Anfälligkeit für Birnenverfall gegenüber, die bei der Wahl des Standorts und der Unterlage ebenso zu berücksichtigen ist wie die spätere Pflege des Baumes.

Herkunft
unbekannt
Seit
1847
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
ausladend, in die Breite gehend
Gefährdung
in Baumschulen erhältlich
Ernte
Mitte Oktober – Ende Oktober (10C-10E)
Blüte
spät
Genussreife
Anfang Dezember – Ende März (12A-03E)
Wikidata
Q128795029
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

#birnenverfall#gesund

Synonyme: Michelsbirne

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Die Paulsbirne wächst stark und bildet ausladende, in die Breite gehende Kronen, die sich gut verzweigen und willig Fruchtholz ansetzen; das Laub ist groß und dunkelgrün. Der Baum gilt als langlebig und landschaftsprägend, ist anspruchslos und stellt keine großen Anforderungen an den Standort. Er ist wenig krankheitsanfällig; nach dem Erhalternetzwerk sind Laub wie Früchte meist sehr gesund. Die Blüte erscheint spät, was die Sorte auch für Spätfrostlagen interessant macht. Der Ertrag setzt hohe, regelmäßige Erträge ab, und die Sorte wird für den extensiven Streuobstanbau ausdrücklich empfohlen.

Geerntet wird Mitte bis Ende Oktober; genussreif ist die Frucht ab Dezember bis Ende März, wobei sich während der Lagerung ein Teil der Säure abbaut. Das Fruchtfleisch schmeckt süß mit wenig Säure und einer leichten herben Note; es enthält viel Zucker und wenige Gerbstoffe. Die Paulsbirne ist eine klassische Kochbirne – großfrüchtig und arm an Gerbsäure, wie es für diese Gruppe typisch ist – kann aber auch frisch verzehrt werden, wenn auch nicht in erster Linie als Tafelbirne; im Spätwinter ist sie für eine im freien Stand ausgereifte Frucht gut genussfähig. Als Most- und Dörrbirne ist sie ebenfalls geeignet; insgesamt handelt es sich um eine vielseitig nutzbare Wirtschaftssorte.

Die Frucht ist groß, klobig und kreisel- bis birnenförmig, zum Stiel hin eingeschnürt und verjüngt, kelchbauchig und im Querschnitt etwas kantig. Der bis 4 cm lange, holzige braune Stiel sitzt stumpf in einer leichten Grube, über der sich meist ein Wulst mit hellbrauner Rostkappe bildet; die Kelchgrube ist mitteltief und fast schüsselförmig, der Kelch offen. Die Schale hellt gelblich auf und trägt bis zu zwei Drittel der Fruchtfläche eine streifige bis dunkelrote karminrote Deckfarbe, dazu teils fleckige bis netzförmige hellbraune Berostung; das Fruchtfleisch ist gelblich bis grünlichweiß, die Kernhausachse geöffnet. Die Herkunft der Sorte ist unbekannt; sie ist seit der Mitte des 19. Jahrhunderts belegt und wurde 1847 von Metzger und 1854 von Lucas beschrieben, wonach sie in Württemberg ziemlich häufig war. Ihren Verbreitungsschwerpunkt hat sie im nördlichen Baden-Württemberg, etwa in Nordbaden und im Raum Brackenheim, Besigheim und Weinsberg; darüber hinaus ist sie in Deutschland kaum anzutreffen, wird aber in Sammlungen gesichert und ist in gut sortierten Baumschulen erhältlich. Sie gilt als stark gefährdet und wurde 2013 zur Streuobstsorte des Jahres in Baden-Württemberg gewählt. Gelegentlich wird sie mit der Michelsbirne verwechselt, die jedoch eine eigene Sorte ist. Zur Literatur zählen das Illustrierte Handbuch der Obstkunde (Band 5, Birnen, Nr. 521, 1866), die Pomologischen Monatshefte (Band 48, 1902) sowie der Farbatlas Alte Obstsorten (Hartmann, 6. Auflage 2019, S. 282). Die Beschreibung beruht vor allem auf dem Sortenporträt des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt, dem Infoblatt des LOGL Baden-Württemberg zur Streuobstsorte des Jahres 2013 und dem Wikipedia-Artikel.

Quellen: Paulsbirne · Streuobstsorte des Jahres 2013 – Paulsbirne (Infoblatt) · Paulsbirne – Wikipedia

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Resistenz bzw. Toleranz gegen #birnenverfall, gesunder, starker Wuchs. #gesund

Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.