obstdoc — Parkers Pepping

Parkers Pepping

Apfel · Malus domestica

Herkunft
England
Seit
1809
Wüchsigkeit
mittel bis schwach
Wuchsform
breitkugelig
Ernte
Mitte Oktober – Ende Oktober (10C-10E)
Blüte
mittelfrüh
Genussreife
Anfang Dezember – Ende April (12A-04E)
Wikidata
Q15839548
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Synonyme: Rabau

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum wächst mittelstark bis schwach und bildet kleine, breitkugelige Kronen mit viel kurzem Fruchtholz. Für Hochstämme wird eine Zwischenveredlung auf starkwachsender Unterlage empfohlen; für kleinere Formen (Busch, Kordon) eignet er sich besonders gut, da er selbst bei wenig fachkundigem Schnitt reichlich trägt. Die Sorte ist insgesamt gesund, auf schweren Böden jedoch etwas anfällig für Obstbaumkrebs. Sie verlangt einen ausreichend feuchten, nährstoffversorgten Boden; auf trockenen Standorten bleiben die Früchte klein. Sie ist auch für höhere und rauere Lagen geeignet und gilt als sturmfest. Der Ertrag setzt früh ein, ist regelmäßig und hoch – so hoch, dass der Baum ohne gute Pflege (Wässern, Düngen, regelmäßiger Verjüngungsschnitt) zur Erschöpfung neigt und die Früchte zu klein ausfallen. Zur Verbesserung der Fruchtgröße wird Auspflücken empfohlen. Die Blüte ist mittelfrüh, die Sorte ein guter Pollenspender. Für Streuobst ist sie nur auf guten Böden geeignet, für den Haus- und Siedlergarten hingegen besonders empfehlenswert.

Der Geschmack ist weinsäuerlich, süß und sehr edel gewürzt – Parkers Pepping gilt als einer der wohlschmeckendsten unter den grauen Renetten. Er ist ein ausgezeichneter Tafelapfel, eignet sich aber auch als Wirtschaftsfrucht. Die Ernte erfolgt Mitte bis Ende Oktober, möglichst spät, denn zu früh gepflückte Früchte welken auf dem Lager. Die Genussreife tritt ab Dezember ein; der Apfel hält sich bis in den März oder April, ohne an Geschmack zu verlieren oder mehlig zu werden, und welkt kaum. Selbst im Mai, schon schrumpelig, behält er noch seine Güte.

Die Frucht ist klein bis mittelgroß (etwa 70 mm breit, 50 mm hoch), regelmäßig rundlich bis flachkegelig gebaut. Die feine, raue Schale ist fast vollständig von einem hell zimtfarbenen bis graubraunen, dünnen Rost überzogen, sodass die grünlichgelbe Grundfarbe nur selten durchscheint; auf alten Bäumen kommen auch glatte, gelbe, sonnenseits zart gerötete Früchte vor. Der Stiel ist lang und dünn, die Stielgrube weit und tief, stark berostet. Der Kelch ist geschlossen, die Kelchgrube mittelweit mit einigen Falten. Das Fleisch ist zunächst grünlichgelb, später gelblichweiß, fein, mürb und saftig. Die Sorte wurde erstmals 1809 von Diel beschrieben; sie kam angeblich aus England, ist aber in englischen Pomologien nicht nachweisbar. Im 19. Jahrhundert war sie in Deutschland weit verbreitet, wurde dann durch Boskoop verdrängt. Heute ist sie stark gefährdet und nur noch durch wenige Altbäume und in Sammlungen erhalten. (Nach H.-J. Bannier/R. Meyer, Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt, „Nach der Arbeit“ sowie Engelbrecht und Illustriertem Handbuch der Obstkunde.)

Quellen: Parkers Pepping – Bergischer Streuobstwiesenverein · Parkers Pepping – Nach der Arbeit, Obsttafel Nr. 082 · Parkers Pepping – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt · 562 Parkers Pepping – Engelbrecht: Deutschlands Apfelsorten · Parkers Pepping – Illustriertes Handbuch der Obstkunde · Parkers Pepping – Wikipedia · Parkers Pepping – KOB Bavendorf

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Winterapfel, im bergischen als Rabaue bekannt.

Eigene Beobachtungen

Scheint früh in den Ertrag zu kommen.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

BaumBongertPositionPflanzjahr
DUesZlcObst-Arboreum Gut Leidenhausen

Bilder aus Wikipedia

File:Deutsche Pomologie - Aepfel - 024.jpg
Wilhelm Lauche · Public domain · Commons
File:Apfel 112 Parkers Pepping (fcm).jpg
Photograph: Frank C. Müller , Frankfurt am Main · CC BY-SA 4.0 · Commons
File:Cross section of Parker's Pippin, National Fruit Collection (acc. 1963-035).jpg
National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
File:Parker's Pippin on tree, National Fruit Collection (acc. 1963-035).jpg
National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
File:Parkers Pepping Goethe.jpg
Rudolf Goethe · Public domain · Commons

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