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Weinling

Apfel · Malus domestica

Der Weinling ist ein spät geerntetes Wirtschaftsobst: Die Früchte kommen von Ende Oktober bis Mitte November vom Baum und halten sich anschließend sehr lange im Lager. Ihr Geschmack ist säuerlich, was sie zum kräftigen Most und zum Backen empfiehlt, für den Verzehr aus der Hand aber wenig geeignet macht. Die Bäume erreichen ein hohes Alter, tragen ihre Ernte jedoch erst am Ende der Apfelsaison.

Herkunft
Bezirk Weißenburg (Elsass); Verbreitungsschwerpunkt Südpfalz und nördliches Elsass
Seit
1930
Wüchsigkeit
stark
Gefährdung
nicht mehr leicht erhältlich
Ernte
Anfang Oktober – Ende Oktober (10A-10E)
Genussreife
Anfang November – Ende Mai (11A-05E)
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte Genussreife

Wirtschaftsobst

#langlebig

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Weinling ist ein sehr starkwüchsiger, robuster Apfelbaum, der große Kronen entwickelt, fruchtbar ist und recht alt werden kann – in der Südpfalz stehen in der Gemarkung Büchelberg im Bienwald Altbäume, deren Alter teilweise auf bis zu 100 Jahre geschätzt wird. Die Sorte ist in der Streuobst-Sortenempfehlungsliste für Rheinland-Pfalz enthalten, die nur Sorten für den Streuobstanbau auf stark wachsender Unterlage aufnimmt; der Kronenumfang wird dort als groß angegeben. Konkrete Angaben zu Krankheitsempfindlichkeiten, Blütezeit und Befruchtung machen die Quellen nicht.

Das mittelfeste, saftige, weißliche Fruchtfleisch schmeckt süßsäuerlich bis süßlich mit leichter Weinsäure. Geerntet wird ab Oktober; die Früchte sind Winteräpfel und lagern gut bis weit ins Frühjahr (in der Sortenliste als haltbar von November bis Mai geführt). Der Weinling ist vor allem ein Wirtschaftsapfel, der sich gut zur Herstellung von Apfelsaft oder Most und zum Backen eignet, wird aber auch als Tafelapfel genannt.

Die recht großen Früchte sind kugelig bis leicht kegelförmig und schwach kantig. Die glatte Schale ist hell grünlich und färbt sich bei Genussreife grünlichgelb; eine Deckfarbe fehlt meist, einzelne Früchte sind auf der besonnten Seite schwach rosa bis orangerot angehaucht. Der geschlossene Kelch sitzt in einer engen, leicht gerippten Kelchgrube, der Stiel ist kurz, teils knopfig oder fleischig. Der genaue Ursprung der Sorte ist unbekannt; nach französischen Quellen handelt es sich um eine Lokalsorte des Bezirks Weißenburg im Elsass. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt beidseits der deutsch-französischen Grenze von Schweigen bzw. Weißenburg bis Lauterburg – im Elsass trägt die Sorte den Namen Weinling, auf deutscher Seite wird sie in der Bevölkerung Weißapfel genannt. Um 1930 wurde sie als „Weissapfel“ im pfälzischen Obstsortiment für den Bezirk Germersheim/Kandel gelistet und zum Anbau empfohlen; 2011 war sie noch selten und wurde seither wieder stärker vermehrt. Die Landesgruppe Rheinland-Pfalz des Pomologen-Vereins wählte den Weinling zum Pfälzer Obstbaum des Jahres 2011. Die Beschreibung beruht auf dem Porträt von Dr. Philipp Eisenbarth (Landesgruppe Rheinland-Pfalz des Pomologen-Vereins) sowie auf dem Steckbrief der Gartenakademie Rheinland-Pfalz und der Streuobst-Sortenempfehlungsliste Rheinland-Pfalz.

Quellen: Weinling – Pfälzer Obstbaum des Jahres 2011 (Landesgruppe Rheinland-Pfalz des Pomologen-Vereins) · Streuobst-Sortenempfehlungsliste für Rheinland-Pfalz 2018 (Pomologen-Verein, LG RLP) · Pfälzer Obstbaum des Jahres 2011: Weinling (apfelsorten.de) · Weisser Winter-Taffetapfel (Obstsortendatenbank, Textquelle: Unsere besten Deutschen Obstsorten)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-24). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#langlebig

Dokumentierte Bäume (treedoc) 0

Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.