Birne · Pyrus communis
Die Herrenhäuser Christbirne wurde 1860 von der Lübecker Baumschule Heinrich Behrens in Travemünde eingeführt. Sie bringt gute Erträge, gilt als breit anbaufähig und war früher auch als Straßenbaum empfohlen. Die Mitte Oktober geernteten Früchte sind ab Anfang Dezember bis Ende Januar genussreif und lassen sich aus dem Kühllager noch länger halten. Als Wintertafelbirne geschätzt, ist sie zudem eine gute Kochbirne für Mus und Kompott; allerdings ist das Fruchtfleisch nicht schmelzend.
Synonyme: Herrenhäuser Winterchristbirne, Johantorp, Tönninger Birne
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**Der Baum**
Die Herrenhäuser Christbirne wächst in der Jugend starkwüchsig; mit Ertragsbeginn lässt die Wuchskraft nach. Der Baum gilt als wenig anspruchsvoll. Sie bringt gute Erträge und wurde als Massenträger empfohlen. Die Blüte ist mittelfrüh, mit 7 Blüten je Blütenstand. Die Blätter sind mittelgroß, länglich-eiförmig, der Blattrand ist ganzrandig, die Basis gerade. Die Sorte ist diploid. Sie ist nicht schorfempfindlich, aber etwas anfällig für Birnengitterrost. Die Sorte ist breit anbaufähig, streuobsttauglich und wurde früher auch als Straßenbaum empfohlen. Sie wurde insbesondere für Lagen empfohlen, in denen sonst Winterbirnen nicht mehr ausreifen. Sie ist gut für die Selbstversorgung im Hausgarten geeignet.
**Geschmack und Verwendung**
Das Fleisch ist körnig und wird manchmal halbschmelzend; es schmeckt weinsäuerlich mit leichter Würze und Süße. Obwohl nicht schmelzend, gilt sie als gute Wintertafelbirne, außerdem ist sie eine gute Kochbirne. Pflückreife ist Mitte Oktober, die Genussreife reicht von Anfang Dezember bis Ende Januar; aus dem Kühllager hält sie bis April.
**Fruchtbeschreibung, Herkunft und Geschichte**
Die Früchte sind recht variabel: auf Sämlingsunterlage kreiselförmig, auch eiförmig, oft schief oder ungleichhälftig, zum Stiel schwach eingezogen. Der 20–30 mm lange Stiel sitzt in einer kleinen Grube wie eingesteckt, an der Basis häufig mit einem Fleischringel. Typisch ist die berostete, mitteltiefe Kelchgrube mit dem sehr kleinen Kelch, der von sternförmig aufliegenden, an der Basis verwachsenen Blättern umgeben ist. Die Frucht wirkt düster und schmutzig. Die grünliche Grundfarbe hellt beim Reifen kaum auf; manchmal bildet sich eine schwache braunrote Deckfarbe, meist finden sich einzelne Rostfiguren oder Rostnetze.
Der Name taucht erstmals 1898 im Verzeichnis der Obstsorten für die Provinz Hannover auf. Die Sorte stammt vermutlich nicht aus der Baumschule Hannover-Herrenhausen, sondern ist älter; der ursprüngliche Name ging verloren. In Schweden ist sie als Johantorp bekannt. Dahl gibt an, dass sie 1860 aus einer Lübecker Baumschule (vermutlich Heinrich Behrens, Travemünde) ohne Namen bezogen wurde. Die Sorte wurde auch als Tönninger Birne geführt, die 1897 in Schleswig-Holstein erstmals erwähnt wurde. Einst für Schleswig-Holstein und Niedersachsen empfohlen, wurden Altbäume bisher nur in Hessen, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gefunden. Die Sorte gilt als stark gefährdet. (Nach Jens Meyer / Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt)
Quellen: Herrenhäuser Christbirne · Herrenhäuser Christbirne – LiKK e.V. (oEmbed) · FRUCTUS-Sortenliste Feldobstbau Robuste Birnensorten
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (deepseek/deepseek-v4-flash + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-10-09). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Noch kein dokumentierter Baum dieser Sorte.