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Roter Eiserapfel

Apfel · Malus domestica

Der Rote Eiserapfel ist ein seit 1539 bekannter Apfel, der Mitte bis Ende Oktober geerntet wird. Er gilt als säurearmer Süßapfel, roh bekömmlich; für Most ist er zu flach und wird daher am besten mit sauren Lagersorten kombiniert. Die Sorte ist triploid, starkwüchsig und großfrüchtig, eignet sich als Stammbildner und wurde auch als Unterlage verwendet. Der Ertrag setzt spät ein, und zu Vorerntefruchtfall soll sie allerdings neigen; als Befruchter ist sie unbrauchbar.

Seit
1539
Wüchsigkeit
stark bis sehr stark
Wuchsform
breitkugelig
Ernte
Mitte Oktober – Ende Oktober (10C-10E)
Blüte
frosthart
Wikidata
Q2168370
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte

Tafelobst Wirtschaftsobst

#stammbildner#triploid#unterlage

Synonyme: Drei Jahre dauernder Streifling, Eiserapfel, Mecklenburger Roter, Rother Eiserapfel

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Rote Eiserapfel bildet einen triploiden, stark bis sehr stark wachsenden Baum mit breitkugeliger Krone und gilt als robust: gegenüber Schorf und Mehltau widerstandsfähig, nur gering anfällig für Obstbaumkrebs. Die Blüte wird als frosthart bezeichnet, was die Sorte für ungünstigere, spätfrostgefährdete Lagen interessant macht; zu Vorerntefruchtfall soll sie allerdings neigen. Der Ertrag setzt spät ein – wie bei starkwüchsigen Streuobstsorten üblich –, gepflückt wird Mitte bis Ende Oktober (etwa 15.–30.10.). Die Sorte wird ausdrücklich für die Streuobstwiese empfohlen und ist vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW als Streuobst-Anbausorte gelistet, also für Hochstämme im extensiven Anbau vorgesehen. Konkrete Angaben zu Boden-, Klima- und Höhenlagenansprüchen, zur Befruchtung (die triploide Sorte ist als Pollenspender nur eingeschränkt brauchbar, ein direkter Belegtext dazu fehlt jedoch) und zur Lebensdauer sind in den ausgewerteten Fachquellen nicht ausgeführt; nach Angaben des Bergischen Streuobstwiesenvereins liegen zu Astaufbau und Schnitt weder Hinweise in der Fachliteratur noch eigene Erfahrungen vor.

Der Wert der Sorte lag historisch in der außergewöhnlich langen Haltbarkeit: 7–8 Monate Lagerdauer, früher auch in Erdmieten. Geschmacklich ist der Apfel süßlich und etwas fad und wird mit Note 3–4 (1 = sehr gut) eingestuft; für die Verwertung ist er zu säurearm und daher am besten mit sauren Lagersorten (z. B. Ontario, Horneburger) zu kombinieren. Er ist deshalb heute als Wirtschaftsapfel zu sehen, nicht als Tafelapfel im modernen Sinn; Genussreife tritt nach dem Lager im Winter ein. Als Verwechslersorte gilt der Rote Krieger, der jedoch wesentlich kürzer hält – die extreme Lagerfähigkeit ist also ein Erkennungsmerkmal des Roten Eiserapfels.

Pomologisch fallen am Roten Eiserapfel auffallende rost- oder sternförmige Lentizellen auf; eine Kelchröhre fehlt (Unterscheidungsmerkmale gegenüber dem Roten Krieger). Als Synonyme werden „Eiserapfel“, „Drei Jahre dauernder Streifling“ und „Mecklenburger Roter“ geführt. Die Sorte ist sehr alt und in der pomologischen Literatur breit dokumentiert, u. a. bei Engelbrecht (Deutschlands Apfelsorten), im Illustrierten Handbuch der Obstkunde (Lucas/Oberdieck), bei Lauche (Deutsche Pomologie), bei Goethe/Degenkolb/Mertens sowie im Schweizerischen Obstbilderwerk – ein Hinweis auf ihre einst weite Verbreitung im deutschsprachigen Raum und in der Schweiz. Bemerkenswert für die Sortenklärung: Ab Ende des 19. Jahrhunderts wurde der norddeutsche Rote Krieger wegen einer Verwechslung „in den Topf des Roten Eiserapfels geworfen“ (J. Meyer 2013), was zeigt, dass historische Belege unter dem Namen Roter Eiserapfel nicht immer dieselbe Sorte meinen. Die Sorte wird heute im Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt (Sortenporträt von Jens Meyer, 2014) geführt, mehrere Erhalter geben Edelreiser ab, und sie steht im Sortiment des Obstmuttergartens Rheinland. Grundlage dieser Beschreibung sind vor allem die Sortenangaben von H.-J. Bannier (veröffentlicht beim Bergischen Streuobstwiesenverein, mit Ergänzungen von R. Meyer), die Literatur- und Synonymzusammenstellung der BUND-Lemgo-Obstsortendatenbank sowie die Angaben von Jens Meyer (obstsortenerhalt.de) zur Abgrenzung gegen den Roten Krieger.

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (claude-opus-5 + claude-haiku-4-5, 2026-08-08). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

#stammbildner #triploid #unterlage

In der Literatur

Gerne feucht uns schwer. Winterapfel, extrem lange lagerfähig. robuster Most- u. Dauer-Lagerapfel

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 6

BaumBongertPositionPflanzjahr
r3f6bLöher Wiese
7cuxgObst-Arboreum Gut Leidenhausen
R7IrwAhObst-Arboreum Gut Leidenhausen
586Streuobstplantage RommelshardE132025
e2c3z
e4wth

Weitere OSM-Bäume 5

OSM-KnotenCultivar-TagKoordinaten
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Bilder aus Wikipedia

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File:Apfel 130 Roter Eiserapfel (fcm).jpg
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File:Eiser rouge, Ailly-le-Haut-Clocher, Somme, Fr,Apple festival 03et04-11-2018 (80).jpg
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National Fruit Collection, Brogdale . · OGL 2 · Commons
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