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Muskatellerbirne

Birne · Pyrus communis

Die Muskatellerbirne ist eine vermutlich aus Frankreich stammende Birne, die bereits Mitte August geerntet wird und vor allem frisch vom Baum gegessen wird; in der Vollreife eignet sie sich außerdem zum Einmachen, als Kompott und als Brennsorte. Der Ertrag setzt früh ein und fällt reich aus. Als Pollenspender liefert die Sorte reichlich Pollen und gilt daher als guter Befruchter für andere Birnen. Dafür ist sie nicht lagerfähig: Die Früchte sollten innerhalb von etwa zwei Wochen verbraucht werden.

Herkunft
Frankreich (vermutlich)
Wüchsigkeit
stark
Wuchsform
hoch, vielbelaubt
Gefährdung
in Baumschulen erhältlich
Ernte
Mitte August (08C)
Blüte
früh
Wikidata
Q140700908
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte

Tafelobst Wirtschaftsobst

Synonyme: Aurate, Parfum d'Août

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Der Baum wächst kräftig, wird auf Wildling stark und hoch und bildet eine vielbelaubte Krone. Er ist gut als Hochstamm, Halbstamm und auf Wildling als Niederstamm für den Kleingarten geeignet, ebenso zum Umpfropfen. Die Sorte gilt als robust gegenüber Krankheiten und Schädlingen. Sie stellt geringe Ansprüche an den Boden – selbst auf armem Boden sind die Erträge noch reich –, für beste Fruchtqualität ist jedoch ein warmer Standort vorteilhaft. Auf nährstoffreichen Böden in warmer Lage fällt der Ertrag höher und regelmäßiger aus. Die Sorte ist bis in höhere Lagen anbaufähig. Der Ertrag setzt früh ein und ist sehr reich, neigt aber zur Alternanz; Ausdünnen der Fruchtansätze nach der Blüte wirkt sich positiv auf die Fruchtgröße aus. Die Blüte ist früh und witterungsunempfindlich, die Sorte ist ein guter Pollenspender.

Die Frucht hat einen ausgeprägten, angenehm süßen Muskatgeschmack; das Fleisch ist halbschmelzend und saftig. Sie eignet sich vor allem als Tafelbirne für den Rohgenuss und zum Einmachen, auch als frühe Marktbirne ist sie gut verkäuflich. Die Pflückreife liegt um Mitte August, dabei sollte sie mindestens acht Tage vor der Vollreife gepflückt werden. Die Haltbarkeit beträgt nur etwa zehn bis vierzehn Tage – danach schrumpfen die Früchte und werden teigig.

Die Früchte sind klein bis mittelgroß, etwa 4 bis 6 cm lang und 35 bis 45 mm breit, länglich birnförmig und zum Stiel hin zugespitzt und leicht eingezogen. Die glatte, helle Schale ist zunächst grünlich und färbt sich bei Vollreife hellgelb, sonnenseitig rötlich mit braunen Schalenpunkten; der Kelch ist leicht berostet. Das Fleisch ist gelblichweiß. Die genaue Herkunft ist unbekannt; vermutlich stammt die Sorte aus Frankreich – wie die meisten Muskatellerbirnen – oder aus Thüringen/Sachsen. Sickler beschrieb sie 1798. Sie kommt hauptsächlich in Thüringen und vereinzelt in allen deutschen Gauen vor, früher wurde sie besonders im Rheinland um Mainz und Koblenz viel gebaut. Nach der Sortenbeschreibung von Kraft („Kleine, lange Sommermuskateller“) und H.-J. Bannier (Kartierung Nordschwaben) sowie dem Illustrierten Handbuch der Obstkunde („Aurate“).

Quellen: Kleine, lange Sommermuskateller – Muskatellerbirne (Nach der Arbeit) · Muskatellerbirne – Besondere Birnensorten in Nordschwaben · Die Aurate – Illustriertes Handbuch der Obstkunde (Diel) · Sortenschilder 2025: Birnen – LWG Bayern

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

BaumBongertPositionPflanzjahr
567Streuobstplantage RommelshardHH112025