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  "species": "Pyrus communis",
  "seit_jahr": 1820,
  "herkunft": "Kapuzinergarten von Mons, Belgien",
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    "text": "Mitte Juli – Ende Juli",
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  "synonyme": [
    "Doyenné de Juillet",
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    "beschreibung": "Der Baum wächst anfangs kräftig, beruhigt sich aber bald selbst, weil er früh mit dem Tragen beginnt, und bleibt insgesamt nur mittelgroß. Bereits das Illustrirte Handbuch der Obstkunde (1860) hebt hervor, dass er kräftig wächst, früh tragbar wird, in jedem Boden auf Quitte und Wildling gleich gut gedeiht und nicht empfindlich ist; eine Veredelung auf Quitte ist danach ebenso möglich wie auf dem Wildling. Der Ertrag setzt früh ein und ist nach dem Merkmaldatenblatt bei obstgarten.biz hoch und regelmäßig. Die Anfälligkeit für Krankheiten ist gering: Die Sorte gilt als wenig schorfempfindlich, ist jedoch etwas anfällig für Birnengitterrost. Die Blüte erscheint mittelfrüh, ist kräftig und trägt sechs Blüten je Blütenstand; die Sorte ist diploid. Charakteristisch sind ihre schmal lanzettlichen Blätter. Das Porträt des Erhalternetzwerks empfiehlt sie für Selbstversorger im Garten und hält sie für eventuell streuobsttauglich, wobei dann regelmäßig verjüngt werden müsste.\n\nDie Früchte reifen Mitte bis Ende Juli und werden direkt vom Baum gegessen; die Reife muss täglich kontrolliert werden, weil die Frucht schnell durchreift — nach der historischen Beschreibung ist sie zu pflücken, sobald die Schale gelblich wird, und reift etwas vor Sparbirne und Giffards Butterbirne. Das gelblichweiße Fleisch ist saftig und halb- bis völlig schmelzend, süß mit etwas Säure und angenehm, leicht muskiert gewürzt; Meyers Konversationslexikon ordnet die Sorte als Sommerbirne in die Familie der Halbbergamotten ein und bewertet sie mit doppelter Sternzahl als gehobenes Tafelobst. Sie dient ausschließlich dem Frischverzehr als Tafelbirne und hält sich höchstens zwei bis drei Tage.\n\nDie Frucht ist klein (rund 50 mm breit und hoch), kreiselförmig bis kegelförmig-abgestumpft, rundlich und schwach kantig, zum Stiel kaum eingezogen; der kräftige Stiel sitzt in einer kleinen, deutlichen Stielgrube. Der kleine Kelch ist halboffen und schwach faltig, die Kelchgrube mittelweit bis weit und abgeplattet. Die glänzende Schale ist reif hellgelb bis zitronengelb und zeigt bis zu zwei Dritteln der Fläche eine kräftige rote Deckfarbe, dazu zahlreiche Punkte und ziemlich häufig Rostflecken. Das Kernhaus ist hohlachsig mit kleinen, nasenlosen Kammern; nach heutiger Beschreibung sind die Kerne bei der Ernte meist noch weiß, während das Handbuch von 1860 kurz zugespitzte, schwarzbraune Samen nennt. Entstanden ist die Sorte vor 1820 — nach der älteren Überlieferung gegen Ende des 18. Jahrhunderts im Kapuzinergarten von Mons in Belgien aus dem Samen der Weißen Herbstbutterbirne, nach anderer Deutung eventuell bei van Mons gezogen oder französischen Ursprungs —, verbreitete sich rasch, erschien 1845 bereits in Amerika und wurde 1860 von Oberdieck erstmals sicher in Deutschland beschrieben (Illustrirtes Handbuch der Obstkunde Bd. 2, Nr. 176). Unter den Namen Doyenné de Juillet, Poire de Juillet, Sommerdechantsbirne u. a. war sie früher überall häufig, weil sie als früheste gute Tafelbirne zur Versorgung mit Frühbirnen unverzichtbar war; heute wird sie als stark gefährdet eingestuft und findet sich wohl noch hauptsächlich in Sammlungen und bei Liebhabern. 1896 diente sie in Geisenheim als Kreuzungseltern (mit der Giffards Butterbirne) bei der Züchtung der Birne 'Rudolf Goethe'. Von der zur selben Zeit reifenden, meist etwas größeren und höher gebauten Bunten Julibirne unterscheidet sie sich unter anderem durch die Kerne ohne Nase. Die Beschreibung beruht im Wesentlichen auf dem Sortenporträt des Erhalternetzwerks Obstsortenvielfalt, dem historischen Porträt nach dem Illustrirten Handbuch der Obstkunde (via library.wur.nl), dem Datenblatt auf obstgarten.biz sowie den Meyersschen Lexika.",
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