obstdoc — Echter Spilling

Echter Spilling

Spilling · Prunus domestica

Herkunft
österreichischer Raum
Ernte
Anfang August – Mitte August (08A-08C)
Wikidata
Q126766468
MaiJunJulAugSepOktNovDezJanFebMärApr
Ernte

Tafelobst Wirtschaftsobst Brennobst

Synonyme: Spengling, Spenling, Spilling

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Zusammenfassung der verfügbaren Literatur

Nach den verfügbaren Baumschulangaben wächst der 'Echte Spilling' gesund, widerstandsfähig und robust und gilt als frostunempfindlich. Für die Spilling-Gruppe, zu der die Sorte gerechnet wird, wird ein dem Vergleich mit anderen Pflaumen mittelstarker Wuchs mit einer lichten Krone aus dünnen, unbedornten Ästen und Zweigen beschrieben; die Blüten sind weißlich mit Grünstich. Der Standort soll sonnig sein, besondere Ansprüche an den Boden stellt die Sorte nach diesen Angaben nicht. Sie trägt regelmäßig und reich ("dankbare, zuverlässige Erträge"). Für die zu den "Primitivpflaumen" gezählten Spillinge insgesamt heißt es, sie seien aromastark, robust, seit Jahrhunderten an die lokalen Klimabedingungen angepasst und damit für naturnahe Gärten und Streuobstwiesen besonders geeignet (Sofia Blind, zitiert nach Genussnetzwerk).

Das goldgelbe, mittelfest bis saftige Fruchtfleisch schmeckt wohlschmeckend mit einem als unverkennbar und sortentypisch beschriebenen Aroma; für die Spilling-Gruppe wird der Geschmack als süß und mirabellenartig angegeben, der Zuckergehalt kann bis etwa 19 % betragen. Die Reife beginnt Anfang August und zieht bis Mitte August; die Früchte können frisch vom Baum als Tafelobst verzehrt werden. Sie eignen sich zudem zur Herstellung von Muus, Kompott und Marmelade und werden wegen ihres hohen Zuckergehalts (mit rund 84 °Öchsle angegeben) auch zum Brennen von Schnaps genutzt.

Die Frucht ist klein bis mittelgroß, zwetschenähnlich aufgebaut, etwas länglich und leicht zugespitzt. Die goldgelbe Schale ist fein gepunktet, weißlich bereift und schwer abziehbar; bei Vollreife zeigt sich sonnenseits eine orangefarbene bis rötliche Backe. Der Stein ist klein, länglich zugespitzt und löst gut vom Fruchtfleisch. Die seit Jahrhunderten bekannte und weit verbreitete Sorte stammt vermutlich aus dem österreichischen Raum; pomologisch werden die Spillinge als der Hafer-Pflaume nahestehende Unterart der Pflaume geführt (Prunus domestica subsp. pomariorum). Um 1900 waren Spillinge in Deutschland noch allgemein auf den Märkten im Handel, danach gingen sie zurück; heute finden sich Bäume vor allem in Nord- und Ostdeutschland. Die Beschreibung beruht auf den Sortenangaben des Artländer Pflanzenhofs und der Baumschule Schwerdtfeger (alte-obstsorten-online.de) sowie, für die Gruppenmerkmale, auf der Darstellung der Unterart bei Wikipedia (dort nach Hegi, Illustrierte Flora von Mitteleuropa, und W. Hartmann, Farbatlas Alte Obstsorten).

Quellen: Echter Spilling – LiKK e.V. · Echter Spilling · Echter Spilling, kleinbleibender Baum (Artländer Pflanzenhof bei Amazon) · Pflaume 'Spilling/Spenling' – alte-obstsorten-online.de (Schwerdtfeger) · Spilling – Wikipedia · Sortenblatt 'Spilling Schmutzberg' (ProSpecieRara/BAL, gehostet von Oberlausitz-Stiftung)

Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (stealth/ox-alpha + stealth/ox-alpha, 2026-08-23). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.

Weblinks

Dokumentierte Bäume (treedoc) 1

BaumBongertPositionPflanzjahr
046Streuobstplantage GartenfeldO142023

Bilder aus Wikipedia

File:Gelbroter Spilling.jpg
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