Apfel · Malus domestica
Der aus Trennfurt am Main stammende Wöbers Rambur ist ein frostharter, gesunder Apfel, der auch gegen Krankheiten als robust gilt — bei nur schwacher Anfälligkeit für Schorf. Seine ungewöhnlich großen Früchte reifen Mitte Oktober und sind bis Ende April lagerfähig. Der säurearme Süßapfel ist roh bekömmlich, für Most jedoch zu flach. Der Baum wächst sehr stark und bildet eine breit ausladende Krone.
Tafelobst Wirtschaftsobst Brennobst
Synonyme: Hermannsapfel, Wöbers Rambour
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Der Wöbers Rambur wächst stark bis sehr stark und bildet eine große, breit ausladende Krone; das Sortenblatt der LWG Bayern bezeichnet den Baum hingegen als mittelgroß werdend. Gesundheitlich gilt er als bemerkenswert robust: Nach H.J. Bannier ist er widerstandsfähig gegen Mehltau und Obstbaumkrebs und nur schwach anfällig für Schorf, das Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt nennt ihn frosthart und widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten. Die Sorte ist anspruchslos und soll auch mit trockenen und flachgründigen Böden zurechtkommen, wo andere Sorten bereits versagen; die Gartenbauvereine des Kreisverbands Bamberg empfehlen sie ausdrücklich für Grenzlagen. Damit eignet sie sich besonders für den extensiven Streuobstbau – Bannier führt sie als typische Streuobstsorte – und wird für Neu- und Nachpflanzungen in Streuobstwiesen weiterhin empfohlen. Der Ertrag setzt früh ein und fällt dann hoch und regelmäßig aus („reichtragend“).
Pflückreife ist im Oktober, bei Bannier mit Erntezeitpunkt 10.–24.10. angegeben; die Genuss- und Verwertungsreife reicht bis etwa April, die Früchte halten 5–6 Monate im Lager. Geschmacklich ist der Wöbers Rambur ein süßlicher, nur schwach aromatischer Apfel mit süß-säuerlicher Note; das Fruchtfleisch ist mittelfest, feinzellig und saftig, der Geschmack entspricht „einem Wirtschaftsapfel mit Tafelapfelambitionen“ mit gutem Wirtschaftsapfelaroma. Er dient als Allzweckapfel für Küche, Kelter und Tafel; in Franken wird die Sorte auch als Brennsorte genutzt.
Die Frucht ist mittelgroß bis groß, flachkugelig und in der Draufsicht drei- bis fünfkantig. Die Grundfarbe ist grünlichgelb und hellt sich ungleichmäßig nach Gelb auf, die Deckfarbe ist ein trübes, verwaschenes Orangerot mit markanten, roten abgesetzten Streifen; hinzu kommen figuren- bis netzartige Berostung sowie auffällig große, verkorkte Schalenpunkte (ähnlich Kaiser Wilhelm). Charakteristisch ist die weite, tiefe Stielgrube mit grobschuppigem Rostklecks und einem breiten Wulst, der den Stiel zur Seite drückt – das sicherste Merkmal zur Unterscheidung von Verwechslersorten wie Goldrenette von Blenheim, Harberts Renette, Jakob Lebel und Schaffelder. Der Kelch ist meist halboffen, selten geschlossen; die Kerne sind lang, schmal und oft taub. Die Sorte wurde zwischen 1910 und 1920 von Hermann Wöber in Trennfurt am Main (Landkreis Miltenberg) gefunden, nach ihm benannt und 1930 erstmals beschrieben; der Mutterbaum soll aus einer Weinbergsmauer herausgewachsen sein. Von ihrem Fundort am Untermain aus hat sich die Sorte in ganz Süddeutschland verbreitet, mit heutigem Schwerpunkt am bayerischen Untermain und nachgewiesenen Altbäumen in Nordschwaben, Nordhessen und der Westpfalz; im Raum Miltenberg ist sie auch als „Hermannsapfel“ bekannt. Das Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt stuft sie als gefährdet ein. Die Beschreibung beruht vor allem auf dem Porträt im Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt (R. Dahlem 2026, nach Hennebrüder 2023, Kahl 2022 und Klitta um 1990) und auf dem Kurzporträt von H.J. Bannier beim Bergischen Streuobstwiesenverein.
Quellen: Wöbers Rambur – Erhalternetzwerk Obstsortenvielfalt (Pomologen-Verein) · Wöbers Rambur – Bergischer Streuobstwiesenverein (Sortenporträt H.J. Bannier) · Historie_Woebers_Rambur.pdf – BUND Lemgo · Wöbers Rambur – Kreisverband der Gartenbauvereine Bamberg · Wöbers Rambur gebrannt von der LWG – Fränkischer Kleinbrennerverband · Wöbers Rambur – Ostbayern Tourismus (Gartenanlage Bad Birnbach) · Apfelbaum Wöbers Rambur – Biobaumversand / Baumschule Pflanzlust
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-09-01). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Reichtragender Tafel- u. Wirtschaftsobst mit süßlicher, schwach aromatischer, bis März/April lagerbarer Frucht. Baum sehr starkwachsend, robust gegen Mehltau und Obstbaumkrebs, nur schwach anfällig für Schorf; typische Streuobstsorte.
Lecker.
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| o9g70x5 | Kirchgarten Büßleben | ||
| 068 | Streuobstplantage Spechtsberg | K05 | 2024 |