Apfel · Malus domestica
Fießers Erstling ist ein Apfel aus Baden-Baden, der seit etwa 1880 bekannt ist. Die Sorte ist kaum anfällig für Krankheiten und gedeiht auch in kalten Lagen. Geerntet wird Ende September bis Anfang Oktober; genussreif ist die Frucht nach einer Lagerung ab Anfang November. Ihre Hauptverwendung liegt in der Wirtschafts- und Mostnutzung, etwa als Apfelwein, Cidre oder Brennfrucht, daneben eignet sie sich für Kompott und Apfelkuchen. Als diploide Sorte kann sie zudem als Befruchter für andere Apfelbäume dienen.
Tafelobst Wirtschaftsobst Mostobst Brennobst
#gesund
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Der Baum ist in der Jugend starkwüchsig, später mittelstark wachsend und bildet eine hochkugelförmige Krone mit großem, vollkommen gesundem Laub. Er ist äußerst früh tragend – der Mutterbaum zeigte bereits als vierjähriger Sämling die ersten Blütenknospen – und außergewöhnlich reichtragend. Allerdings neigt die Sorte zu ausgeprägter Alternanz. Die Bäume sind kaum anfällig für Krankheiten und kommen selbst in rauen, windigen Lagen gut zurecht. Die Ansprüche an den Boden sind gering, nur zu arme und zu trockene Standorte sollten vermieden werden. Fießers Erstling eignet sich besonders für den extensiven landwirtschaftlichen Obstbau, für Streuobstwiesen (vom Koordinierungsausschuss Obstwiesenschutz NRW empfohlen) und als Hoch- oder Halbstamm. Die Blüte gilt als unempfindlich, der Baum wird von einigen Quellen als guter Pollenbildner beschrieben. Die großen Früchte werden im Herbst gern von Stürmen abgeworfen.
Der Apfel ist sehr saftig mit hervortretender, einschneidender Säure und eigentümlich gewürztem Aroma. Für den direkten Rohgenuss ist er wegen der starken Säure zunächst wenig geeignet. Im Herbst wird er vorwiegend als Wirtschafts- und Mostapfel genutzt, eignet sich aber auch gut für Kompott und Apfelkuchen. Nach einer Lagerung bis zum Frühjahr geht die Säure zurück, dann kann er auch als Tafelapfel verwendet werden. Die Pflückreife liegt zwischen Mitte September und Anfang Oktober, die Genussreife beginnt etwa Mitte November. Die Früchte sind je nach Lagerbedingungen rund drei bis vier Monate haltbar, bei kühler Lagerung auch bis März.
Die Frucht ist groß bis sehr groß (etwa 76–82 mm breit, 66–70 mm hoch), hochgebaut-kugelförmig und mittelbauchig. Die Schale ist glatt, glänzend und geschmeidig; die Grundfarbe wechselt von Grün nach Gelb, sonnenseits mit rötlichem Anflug und karminroten Streifen. Der Kelch ist groß und halboffen, der Stiel sehr kurz und holzig bis fleischig. Das Fruchtfleisch ist weiß, locker und sehr saftig. Gezüchtet wurde die Sorte von G. H. Fießer, großherzoglichem Hofgärtner in Baden-Baden, aus einem Sämling des 'Bismarckapfels' und um 1880/1898 in den Handel gebracht. Sie wird auf der Roten Liste der gefährdeten einheimischen Nutzpflanzen geführt. (nach H.-J. Bannier, Wikipedia, FRUCTUS)
Quellen: Fießers Erstling – Bergischer Streuobstwiesenverein · Fießers Erstling – Wikipedia · Fiessers Erstling – FRUCTUS · 17. Fießers Erstling – Stadt Reutlingen
Automatisch aus den genannten Quellen erstellt (anthropic/claude-opus-5 + anthropic/claude-haiku-4-5, 2026-08-17). Die Zuverlässigkeit ist etwa so wie die eines Wanderers, der an der Streuobstwiese vorbeikommt. Kann stimmen, kann aber auch totaler Unsinn sein.
Winterapfel.
Robuster, reichtragender Wirtschafts- u. Tafelapfel mit anfangs stark säuerlicher, später säuerlich-aromatischer Frucht, optisch weniger ansprechend. Baum mittelstark wachsend, kaum anfällig für Krankheiten.
Extrem früher Blattaustrieb.
Fießers Erstling: • ==diploid== • ausgeprägte aromatische Säure • Auch in kalten Lagen • Robust, kaum anfällig für Krankheiten • mittelstarker Wuchs, auf Hochstamm regelmäßige Schnittpflege erforderlich • alternierend, aber reichtragend
| Baum | Bongert | Position | Pflanzjahr |
|---|---|---|---|
| 136 | Streuobstplantage Gartenfeld | D10 | 2025 |
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